KD SCHMID Christian Tetzlaff

Solist

Christian Tetzlaff

Violine

Biographie – Über den Künstler.

Christian Tetzlaff ist einer der gefragtesten Geiger und spannendsten Musiker der Klassikwelt. Konzerte mit ihm werden oft zu einer existenziellen Erfahrung für Interpret und Publikum gleichermaßen, altvertraute Stücke erscheinen plötzlich in völlig neuem Licht. Daneben lenkt er den Blick immer wieder auf vergessene Meisterwerke wie das Violinkonzert von Joseph Joachim oder das Violinkonzert Nr. 22 von Giovanni Battista Viotti, einem Zeitgenossen Mozarts und Beethovens. Zudem engagiert sich Christian Tetzlaff für gehaltvolle neue Werke, wie das von ihm im Jahre 2013 uraufgeführte Violinkonzert von Jörg Widmann. Mit Hingabe pflegt er ein ungewöhnlich breites Repertoire und gibt rund 100 Konzerte pro Jahr. 

Zu den Höhepunkten der Spielzeit 2022/23 zählen Tourneen mit den Hamburger Philharmonikern, dem London Philharmonic Orchestra und dem Bundesjugendorchester sowie eine Südamerika-Tournee mit Der Deutsche Kammerphilharmonie Bremen. Weitere Kammerorchester der Saison sind das Münchner Kammerorchester und das Orchestre de chambre de Paris. Hinzu kommen Gasteinladungen innerhalb Deutschlands zum hr-Sinfonieorchester Frankfurt, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Staatsorchester Stuttgart und Gewandhausorchester Leipzig und im weiteren Europa mit dem Orquesta y Coro Nacionales de España, Finnish Radio Symphony Orchestra und Swedish Radio Symphony Orchestra. Regelmäßig ist Christian Tetzlaff auch zu japanischen und US-amerikanischen Orchestern eingeladen, wie in dieser Saison erneut zum New Japan Philharmmonic, zum Chicago Symphony Orchestra und New York Philharmonic.


Christian Tetzlaff wird regelmäßig gebeten als Residenzkünstler bei Orchestern und Veranstaltern über einen längeren Zeitraum seine musikalischen Sichtweisen zu präsentieren, so u. a. bei den Berliner Philharmonikern, dem Seoul Philharmonic Orchestra und den Dresdner Philharmonikern. In der Saison 2021/22 wurde ihm diese Ehre bei der Londoner Wigmore Hall zuteil und in 2022/23 ist er „Portrait Artist“ beim London Symphony Orchestra. 

Im Verlauf seiner Karriere gastierte Christian Tetzlaff mit allen großen Orchestern, darunter den Wiener und New Yorker Philharmonikern, dem Concertgebouworkest in Amsterdam und allen Londoner Orchestern. Er arbeitete mit legendären Maestri wie Sergiu Celibidache, Bernard Haitink, Lorin Maazel, Kurt Masur und  Christoph von Dohnányi. Zudem entstanden enge künstlerische Verbindungen mit Karina Canellakis, Daniel Harding, Paavo Järvi, Vladimir Jurowski, Andris Nelsons, Sir Simon Rattle, François-Xavier Roth, Robin Ticciati, Esa-Pekka Salonen und Michael Tilson Thomas. Hinzu kommen erneut in der Sasion 2022/23 David Afkham, Marc Albrecht, Francesco Angelico, Ed Gardner, Barbara Hannigan, Cornelius Meister, Ingo Metzmacher und Kent Nagano.

Bereits 1994 gründete Christian Tetzlaff mit seiner Schwester, der Cellistin Tanja Tetzlaff, sein eigenes Streichquartett und bis heute liegt ihm die Kammermusik ebenso am Herzen wie seine Arbeit als Solist mit und ohne Orchester. Jedes Jahr unternimmt er mit dem Tetzlaff Quartett mindestens eine Tournee, so auch in dieser Saison mit Konzerten u.a. in Hamburg, Dortmund, Schwetzingen, Berlin, Olso, Bergen und Budapest sowie eine ausgedehnte Trio-Tournee in den USA und Solorecitale in Asien und Nordamerika. 2015 wurde das Quartett mit dem Diapason d’or ausgezeichnet; das Trio mit seiner Schwester Tanja Tetzlaff und dem Pianisten Lars Vogt im darauffolgenden Jahr für den GRAMMY nominiert. 

Für seine CD-Aufnahmen hat Christian Tetzlaff zahlreiche Preise erhalten, darunter 2018 den Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik und den Diapason d’or sowie 2017 den Midem Classical Award. Ein besonderes Anliegen sind ihm seit jeher die Solo-Sonaten und Partiten von Bach, deren Aufnahmen er 2017 zum dritten Mal veröffentlichte. The Strad Magazin lobte diese Aufnahme als „aufmerksame und lebendige Antwort auf die Schönheiten der Bach‘schen Solowerke“. Beim Label Ondine erschien im Herbst 2019 die Einspielung der Violinkonzerte von Beethoven und Sibelius, im August 2022 folgen Brahms und Berg – beides mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin unter der Leitung von Robin Ticciati.

Was den 1966 in Hamburg geborenen und inzwischen mit seiner Familie in Berlin lebenden Musiker so einzigartig macht, sind – neben seinem großen geigerischen Können – vor allem drei Dinge: Er nimmt den Notentext wörtlich, er versteht Musik als Sprache, und er liest die großen Werke als Erzählungen, die existenzielle Einsichten spiegeln. Was hier ganz selbstverständlich klingt, ist im Konzertalltag ein eher ungewöhnlicher Ansatz. 

Wenn Christian Tetzlaff den Notentext so tief wie möglich zu erfüllen versucht – ohne sich die oft üblichen geigentechnischen Erleichterungen zu gönnen – dann zeigen sich die altbekannten großen Werke oft in neuer Klarheit und Schärfe. Als Geiger versucht Tetzlaff hinter dem Werk zu verschwinden – und das macht seine Interpretationen paradoxerweise sehr individuell.
Zum Zweiten „spricht“ Christian Tetzlaff mit seiner Geige, sein Spiel umfasst, wie die menschliche Sprache, eine große Bandbreite an Ausdrucksmöglichkeiten und ist nicht allein auf Wohlklang und virtuosen Glanz ausgerichtet. 

Vor allem aber versteht er die Meisterwerke als Geschichten, die von zentralen Erfahrungen handeln. In ihrer Musik haben die Komponisten intensivste Gefühle, höchstes Glück und tiefste Krisen verarbeitet, und so begibt sich auch Christian Tetzlaff als Musiker in diese Grenzbereiche der Emotionen und der musikalischen Gestaltung. In vielen Stücken geht es um nichts Geringeres als um Leben und Tod. Das dem Publikum zu vermitteln, ist Christian Tetzlaffs Ziel. 

Bezeichnenderweise hat Tetzlaff viele Jahre in Jugendorchestern gespielt, in Uwe-Martin Haiberg an der Musikhochschule Lübeck hatte er einen Lehrer, für den die musikalische Interpretation der Schlüssel zur Geigentechnik war - nicht umgekehrt. 

Christian Tetzlaff spielt eine Geige des deutschen Geigenbauers Peter Greiner und unterrichtet regelmäßig an der Kronberg Academy.
Er lebt mit seiner Frau, der Fotografin Giorgia Bertazzi und drei Kindern in Berlin.

SAISON 2022/2023


Orchestra.

Münchener Kammerorchester

Konzerte mit Christian Tetzlaff werden oft zu einer existenziellen Erfahrung für Interpret und Publikum gleichermaßen, altvertraute Stücke erscheinen plötzlich in völlig neuem Licht. Daneben lenkt er den Blick immer…

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Die nächsten Termine:

28.11.2022

Von-Busch-Hof Freinsheim

Freinsheim/Pfalz

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30.11.2022

Dominion-Chalmers United Church

Ottawa

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02.12.2022

St George’s Anglican Church

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04.12.2022

Shalin Liu Performance Center

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10.12.2022

Konzerthaus Berlin

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13.12.2022

Wigmore Hall

London

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17.12.2022

Carmen-Würth-Forum

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12.01.2023

TauberPhilharmonie Weikersheim

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13.01.2023

Franziskaner Konzerthaus

Villingen-schwenningen

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14.01.2023

Palatin Wiesloch

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15.01.2023

Theater im Forum am Schlosspark

Ludwigsburg

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20.01.2023

Stadttheater Fürth

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22.01.2023

Elbphilharmonie

Hamburg

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26.01.2023

Berwaldhallen Stockholm

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27.01.2023

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08.02.2023

Congress Innsbruck

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09.02.2023

Prinzregententheater

München

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11.02.2023

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16.02.2023

Gewandhaus zu Leipzig

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01.03.2023

National Concert Hall Taipei

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04.03.2023

Sumida Triphony Hall

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06.03.2023

Suntory Hall

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08.03.2023

Seoul Arts Center

Seoul

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14.03.2023

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16.03.2023

Hannover Congress Centrum

Hannover

17.03.2023

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Hannover

18.03.2023

Musikverein Wien

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25.03.2023

Duke Univ. Artists Series

Durham

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26.03.2023

Shriver Hall Concert Series

Baltimore

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27.03.2023

Troy Savings Bank Music Hall

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28.03.2023

92nd Street Y Performing Arts

New York

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30.03.2023

Da Camera of Houston

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01.04.2023

LESHER Regional Center for the Arts

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02.04.2023

San Francisco Performances Inc. Herbst Theatre

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03.04.2023

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Diskographie.

Brahms | Berg

Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Robin Ticciati

09.2022, Ondine, CD

Beethoven | Sibelius

Violin Concertos, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Robin Ticciati

09.2019, Ondine, CD

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Antonín Dvořák

Piano Trios Nos. 3 & 4 ‘Dumky’

10.2018, Ondine, CD

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Bartók: Violin Concertos Nos. 1 & 2

The Finnish Radio Symphony Orchestra & Hannu Lintu

04.2018, Ondine, CD

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Beethoven

Triple Concerto & Piano Concerto No. 3

10.2017, Ondine, CD

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J.S. Bach

Sonatas & Partitas

09.2017, Ondine, CD

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News.

Veröffentlichung zweier zutiefst dramatischer und lyrischer Konzerte auf einem Album

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Tourneestart für das Tetzlaff Quartett

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Konzert in Hannover

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ICMA International Classical Music Award 2022 - Nominierungen KD SCHMID Künstler:innen

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Presse.

„Tetzlaff, ganz Wagnismusiker, geht aufs Ganze, findet dabei den idealen Ausgleich zwischen grundtöniger Erdigkeit und obertonreichem Jubilieren. Als denkender Geiger hinterfragt er das Stück, ohne es zu dekonstruieren. Im träumerischen Seelengesang des Adagios erlaubt er sich genau jene Spur an Vibrato-Gefühligkeit, die glaubwürdig bleibt und niemals kitschig wird.“

Welt, 17.02.2018

„Markerschütternd ausgereift dafür in der Mitte der Solist Christian Tetzlaff mit Jean Sibelius’ Violinkonzert op. 47, das frisch und ungebärdig, aber auch technisch und geistig zu Ende gedacht war. Die Virtuosität dieses schwer strapazierten Konzertstücks löste sich bei Tetzlaff vom Teufelsgeigerischen völlig ab hin zu einer ganz nachdenklichen Musik. Erstaunlich.“

Frankfurter Rundschau, Judith von Sternburg, 16.02.2018

„[…] Das Trio ohne Eigennamen – die Interpreten sind Marke genug – besticht mit dem Mut zum Risiko, mit spielerischer Leidenschaft, die natürlich gepaart ist mit technischer Brillanz. […] klanglich ist das alles von höchster Delikatesse […]das Spiel der beiden Geschwister (zeugt) gerade in den zahlreichen Unisono-Passagen […] von nicht zu überbietender Gemeinsamkeit: zwei Künstler, ein Klang, eine Aussage. Und hier ist es an der Zeit, Lars Vogt ins Rampenlicht zu stellen. Was für ein unglaublich einfühlsamer, kongenialer Tastenzauber, welch sensibler Kammermusiker! […]“

Badische Zeitung, Alexander Dick, 06.04.2017

„Impulsiv, kraftvoll, dramatisch war diese Musik ...Der Ton von Christian Tetzlaffs Violine war so rund und tragend wie in meiner Erinnerung, jedoch mit lebendiger, sprechender Artikulation und so belebter Phrasierung und sprudelnder Dramatik, dass ich die Musik kaum wiedererkannte.“

Bachtrack, Rolf Kyburz, 01.03.2017