Marc Albrecht © Marco Borggreve

Dirigent

Marc Albrecht

Biographie – Über den Künstler.

Marc Albrecht ist einer der interessantesten Dirigenten seiner Generation. Er ist international als Dirigent des deutsch-österreichischen spätromantischen Repertoires von Wagner über Strauss bis zu Zemlinsky, Schreker und Korngold gefragt und pflegt darüber hinaus mit Überzeugung die ganze Bandbreite von Mozart bis zur zeitgenössischen Musik.

Ein kammermusikalischer Ansatz prägt seine Arbeit mit dem Orchester. Albrecht liebt den großen Orchesterapparat und versteht es, die schier unendlichen Klangmöglichkeiten des Orchesters auszuschöpfen. Zugleich versucht er stets, das sinfonische Geflecht kammermusikalisch transparent zu machen. Auf verblüffende Weise gelingt es ihm, selbst in den dicht gearbeiteten Sinfonien von Bruckner und Mahler, bei aller Klangopulenz die Struktur deutlich werden und die Musik atmen zu lassen. Bei Marc Albrecht gehen ein analytischer Ansatz und ein emotionales Musizieren Hand in Hand.

Seine künstlerische Arbeit wurde zahlreich gewürdigt: Im Oktober 2021 mit dem OPUS KLASSIK als „Dirigent des Jahres“ für die Einspielung von Zemlinskys „Die Seejungfrau“ mit dem Netherlands Philharmonic Orchestra (Pentatone), 2020 die Ernennung zum „Ritter des Ordens des Niederländischen Löwen“ sowie die Verleihung des „Prix d'Amis“ der Dutch National Opera, zwei der renommiertesten Preise der Niederlande. Im selben Jahr erhielt Marc Albrecht einen weiteren OPUS KLASSIK in der Kategorie "Beste Operneinspielung 20./21.Jhd." für die bei NAXOS erschienene DVD von Korngolds „Das Wunder der Heliane“ an der Deutschen Oper Berlin. Vom International Opera Award wurde er 2019 zum „Conductor of the Year” gekürt und die Produktion von Alban Bergs „Wozzeck“ an der Dutch National Opera aus dem Jahr 2017 für einen GRAMMY in der Kategorie „Best Opera Recording“ nominiert. Zudem wurde 2016 die Dutch National Opera während seiner Amtszeit als Chefdirigent zu Europas „Opernhaus des Jahres“ ernannt.


Die Berliner Morgenpost beispielsweise schrieb 2018 über die Inszenierung: „Das eigentliche Wunder des Abends aber passiert im Graben. Marc Albrecht kostet Korngolds Klangrausch gute drei Stunden lang aus, (...). Mit großer Lust widmet er sich den Details, die aus den Klangwogen auftauchen, legt Schichten frei, nur um sich gleich wieder miteinander verschmelzen zu lassen“. „Eine berauschende Interpretation“ urteilt auch der Tagesspiegel 2020 über die Einspielung von Zemlinskys „Die Seejungfrau“, und in einer Bachtrack-Rezension der BBC Proms 2019 heißt es: „Albrecht [...] versetzte mich in eine unheilvolle Landschaft, wie ich sie in dieser Musik noch nie zuvor erlebt hatte. Durch die sorgfältige Hervorhebung bestimmter Soli oder Abschnitte und die natürliche Anpassung des Gleichgewichts wurde er der überbordenden Akustik der Royal Albert Hall nicht nur gerecht: Er schöpfte sie voll aus. [...] Albrechts Dirigat riss [die Musik] vom Notenblatt.“

Ausgewählte Gastdirigate führen Marc Albrecht in der Saison 2023/24 an die Opernhäuser in Berlin, Köln, Rom und Dresden; er gastiert außerdem unter anderem beim Netherlands Philharmonic Orchestra, der Philharmonia Zürich, Oslo Philharmonic, dem Konzerthausorchester Berlin, Orquesta de Valencia, Gulbenkian Orchestra Lissabon und beim Taiwan Philharmonic.

 Werdegang

Wesentlich geprägt wurde Marc Albrecht von seinem Mentor Claudio Abbado, als dessen Assistent er, nach dem Studium in Wien und ersten Korrepetitor-Stellen an den Staatsopern von Wien und Hamburg, das Gustav Mahler Jugendorchester mit aufbaute und fünf Jahre lang betreute. Anschließend wurde er Erster Kapellmeister an der Sächsischen Staatsoper Dresden und 1995, mit 30 Jahren, am Staatstheater Darmstadt einer der jüngsten Generalmusikdirektoren Deutschlands.

2006 übernahm er die Leitung des Orchestre Philharmonique de Strasbourg, 2011 wechselte er nach Amsterdam, wo die Oper wieder ins Zentrum seiner Arbeit rückte. 2016 wurde sein Vertrag bis 2020 verlängert. Seit Sommer 2020 arbeitet Marc Albrecht als freischaffender Dirigent mit verschiedenen Klangkörpern und Opernhäusern auf allen Kontinenten.

In Amsterdam hat er u. a. „Die Zauberflöte“ und „Don Giovanni“ von Mozart, Enescus „Oedipe“, Beethovens „Fidelio“, Verdis „Macbeth“, Wagners „Meistersinger“ und „Tannhäuser“, „Elektra“ von Strauss, „Der Schatzgräber“ von Schreker, „Der Spieler“ von Prokofjew und die Uraufführung von Manfred Trojahns „Orest“ dirigiert. Zu einem Meilenstein wurden auch die erste szenische Fassung von Schönbergs „Gurre-Liedern“ überhaupt, in der Regie von Pierre Audi im September 2014 sowie Pierre Audis legendäre Inszenierung von Wagners "Die Walküre".

Als Gast dirigierte er Opern so unterschiedlicher Komponisten wie Berlioz und Messiaen, Strawinsky, Mussorgsky und Martinů, B. A. Zimmermann und Zemlinsky, Berg, Henze und Wagner u. a. an der Deutschen Oper Berlin, in Brüssel, Paris und Barcelona, Royal Opera House Covent Garden, bei den Salzburger Festspielen und von 2003 bis 2006 bei den Bayreuther Festspielen.

Marc Albrecht schätzt die intensive Zusammenarbeit mit Regisseuren bei Opernproduktion. Erfolgreiche Arbeiten verbinden ihn insbesondere mit Katie Mitchell und Christof Loy, Claus Guth, Herbert Fritsch und Krzysztof Warlikowski.

Daneben leitete er im sinfonischen Bereich u. a. die Berliner Philharmoniker, das Concertgebouworkest, die Münchner Philharmoniker, die Accademia di Santa Cecilia in Rom, das Orchestre National de France, das NHK Symphony Orchestra Tokyo und die Orchester in Cleveland, Dallas, Stockholm, Oslo, Turin, Rotterdam und Birmingham.

Marc Albrechts CD-Aufnahmen mit dem Netherlands Philharmonic Orchestra (bislang Korngold, Ravel, Dukas, Koechlin, Berg, Schumann, Dvořák, Mahler, Strauss, Brahms/Schönberg) erscheinen beim Label Pentatone, Mitschnitte seiner Opern-Dirigate in Amsterdam beim Label Challenge. Im Sommer 2020 präsentierte er auf seiner aktuellsten Pentatone-Einspielung Alexander Zemlinkys "Die Seejungfrau", für die er den OPUS KLASSIK als „Dirigent des Jahres“ erhielt.

Saison 2023/2024

Die nächsten Termine:

28.06.2024

Aram Khachaturian Concert Hall

Yerevan

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Diskographie.

Zemlinsky: Die Seejungfrau

Netherlands Philharmonic Orchestra

06.2020, Pentatone, CD

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Wolfgang Korngold

Das Wunder der Heliane

06.2019, Naxos, DVD

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Richard Strauss

Ein Heldenleben

09.2018, Pentatone, Hybrid SACD

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Der Rosenkavalier

Richard Strauss

09.2017, Challenge Classics, CD

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Mahler Song Cycles

Alice Coote, mezzo-soprano; Netherlands Philharmonic Orchestra

07.2017, Pentatone, CD

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News.

Album-Veröffentlichung: Marc Albrechts glanzvolle Wiedergabe von Zemlinskys "Eine florentinische Tragödie"

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Marc Albrecht und Christian Tetzlaff zu Gast beim Konzerthausorchester Berlin

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Presse.

„Der Dirigent Marc Albrecht, dem die musikalische Leitung der Aufführung anvertraut wurde, und an der Deutschen Oper Berlin bereits Produktionen wie Messiaens „Saint François d'Assise“, Janáčeks „Die Sache Makropoulos“ und „Das Wunder der Heliane“ betreute, steht er nun auch bei Schrekers „Schatzgräber“ am Pult. Ein Glücksfall. Marc Albrecht, schon seit seiner Amsterdamer Produktion vertraut mit dem Werk ist wie kaum jemand sonst, weiß den Spagat zwischen opulenter Klangsinnlichkeit und impressionistischer Lyrik sicher zu meistern. Wie Frieder Reininghaus schon 2012 anlässlich der Amsterdamer Ausgrabung schrieb: „Marc Albrecht lässt mit energischer Zeichengebung das spättonale Gold funkeln und reiztönige Dissonanzen glitzern, ermöglicht insgesamt einen dynamischen Fluss und ein in den Klangfarbnuancen weit aufgefächertes Triebleben der Orchesterklänge.“ Dem ist nichts hinzuzufügen. Das Orchester der Deutschen Oper Berlin spielt ohne Fehl und Tadel.“

NMZ Online, Dieter David Scholz, 09.05.2022

„in Marc Albrecht am Pult und im Orchester des Hauses sehr gute Anwälte, bei denen die Erfahrung des Dirigenten und die erzielte Delikatesse der Klangmischungen auch die Sänger sensibel einbettete und mitnahm.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Gerald Felber, 03.05.2022

„Das eigentliche Wunder des Abends aber passiert im Graben. Marc Albrecht kostet Korngolds Klangrausch gute drei Stunden lang aus, dimmt ihn nur gelegentlich, um einzelne Auftritte und vokale Momente zu stärken. Mit großer Lust widmet er sich den Details, die aus den Klangwogen auftauchen, legt Schichten frei, nur um sich gleich wieder miteinander verschmelzen zu lassen. [Das Wunder der Heliane, Deutsche Oper Berlin]“

Berliner Morgenpost, Georg Kasch, 20.03.2018

„Der Dirigent gehört zu jenen, die in Berlin eine Chefstelle haben sollten.“

Berliner Morgenpost – Rubrik „Kopfnoten“, 20.03.2018

„Mit Marc Albrecht waltet ein überzeugter Korngoldianer im Graben. […] mit Leidenschaft und Umsicht hält er drei Stunden lang Bühne und Orchester zusammen. […] Aufwändiger, liebevoller und hochwertiger als jetzt an der Deutschen Oper kann man sich für diese Rarität nicht starkmachen. [Das Wunder der Heliane, Deutsche Oper Berlin]“

Tagesspiegel, Frederik Hanssen, 20.03.2018