Sinfonie

Boston Symphony Orchestra

25.08.23 - 08.09.23

Über die Tour.

Das Boston Symphony Orchestra unter der Leitung des Music Directors Andris Nelsons auf Sommertournee.


Programm 1:
Werk: tbc

Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 8 F-Dur op. 93

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Sergej Prokofieff: Symphonie Nr. 5 B-Dur op. 100


Programm 2:
Werk: tbc

Igor Strawinsky: Petruschka (Fassung von 1947)

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George Gershwin: Konzert für Klavier und Orchester F-Dur

Maurice Ravel: La Valse. Poème chorégraphique


Programm 3:
Werk: tbc

John Williams: Konzert für Violine und Orchester Nr. 2

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Sergej Prokofieff: Symphonie Nr. 5 B-Dur op. 100

 

 

Ihre Ansprechpartner:

Cornelia Schmid

Managing Director

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Claude Boischot

Senior Project Manager

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Publicity material:

Baiba Birzgalis

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Ein Orchester voller Erfahrung.

Biographie – Über das Orchester.

Das Boston Symphony Orchestra, das gerade seine 141. Saison begeht, gab 1881 sein Gründungskonzert und verwirklichte damit den Traum seines Gründers, des Bürgerkriegsveteranen, Geschäftsmannes und Philanthropen Henry Lee Higginson, der sich für seine Heimatstadt Boston schon lange ein eigenes, bedeutsames Orchester gewünscht hatte. Das BSO erreicht heute Millionen von Zuhörern, nicht allein durch seine Konzertauftritte in Boston und in Tanglewood, sondern auch über das Internet, Radio, Fernsehen, Bildungsprogramme, Einspielungen und Tourneen. Als Reaktion auf die COVID-19-Pandemie hat das BSO in der Saison 2020/2021 seine Online-Streaming-Aktivitäten erheblich erweitert und präsentierte 21 BSO- und Boston Pops-Programme, die in der Symphony Hall aufgenommen und online über die neue Streaming-Plattform des Orchesters, BSO NOW (BSO.org/now), veröffentlicht wurden. Die Saison umfasste auch Archiv-, Boston Pops- und Jugend- und Familienprogramme. Das BSO kehrte im Sommer 2021 zu Live-Zuschauern in Tanglewood zurück. Diese Programme haben die Reichweite des BSO auf ein potenziell weltweites Publikum erweitert. Viele der Konzerte und Veranstaltungen der Saison wurden auf BSO NOW gestreamt und brachten die Sommerresidenz des BSO in den Berkshires in Häuser auf der ganzen Welt.

Im Mai 2013 wurde ein neues Kapitel in der Geschichte des Boston Symphony Orchestra aufgeschlagen, als der international gefeierte junge lettische Dirigent Andris Nelsons als nächster Musikdirektor des BSO bekannt gegeben wurde, eine Position, die er in der Saison 2014/15 antrat, nach einem Jahr als designierter Musikdirektor. In seiner siebten Saison als BSO-Musikdirektor hat Maestro Nelsons mehrere Grammy-prämierte Aufnahmen mit dem BSO gemacht, das Orchester auf namhafte Tourneen durch Europa und Ostasien geführt und eine historische Allianz zwischen dem BSO und dem Gewandhausorchester Leipzig initiiert, dessen Gewandhauskapellmeister er 2018 wurde.


Das Boston Symphony Orchestra vergibt Auftragsarbeiten an die wichtigsten zeitgenössischen Komponisten, und die Sommersaison in Tanglewood zählt zu den bedeutendsten internationalen Musikfestivals. Durch die BSO Youth Concerts schafft sich das Orchester auch ein zukünftiges Publikum und erreicht mit seinen Bildungsprogrammen ganz Boston und Umgebung. Während der Tanglewood-Saison betreibt es außerdem das Tanglewood Music Center, eine der besten Ausbildungsstätten für professionelle Nachwuchsmusiker. Die Boston Symphony Chamber Players, bestehend aus leitenden Musikern des BSO, sind in der ganzen Welt bekannt, und das Boston Pops Orchestra setzt internationale Maßstäbe im Bereich der leichteren Muse.

Die seit 1996 bestehende Webseite des BSO, www.bso.org, ist eine der größten und am häufigsten besuchten Orchester-Homepages in den Vereinigten Staaten und wird im jährlich von Millionen Besuchern angeklickt, die nicht nur die Webseite, sondern auch das smartphonekompatible Format aufrufen. Das BSO ist auch auf Facebook und Twitter zu finden und Videoinhalte des BSO sind bei YouTube verfügbar. Die Erweiterung seines Bildungsprogrammes trägt außerdem dazu bei, das Engagement und die Präsenz des BSO in Massachussetts zu stärken. Durch seine Education und Community-Engagement-Programme gibt das BSO einem breit gefächerten Publikum die Gelegenheit, eine Beziehung zum BSO und der Orchestermusik im Allgemeinen aufzubauen und zu vertiefen. Des Weiteren bietet das BSO eine Reihe kostenloser Bildungsveranstaltungen in der Symphony Hall und in Tanglewood an, wie auch Initiativen, die sich speziell an ein Kinder-und Jugendpublikum richten.

Das Boston Symphony Orchestra gab sein Eröffnungskonzert am 22. Oktober 1881 unter der Leitung von Georg Henschel, der bis 1884 Dirigent blieb. Fast zwanzig Jahre lang fanden die Konzerte des BSO in der alten Boston Music Hall statt, bevor am 15. Oktober 1900 die Symphony Hall, einer der ehrwürdigsten Konzertsäle der Welt, eröffnet wurde. Auf Georg Henschel folgten die in Deutschland geborenen und ausgebildeten Dirigenten Wilhelm Gericke, Arthur Nikisch, Emil Paur und Max Fiedler, eine Entwicklung, die ihren Höhepunkt in der Ernennung des legendären Karl Muck fand, der das Orchester von 1906 bis 1908 und von 1912 bis 1918 leitete. 1915 unternahm das BSO seine erste Transkontinentalreise, als es bei der Panama-Pacific International Exposition in San Francisco dreizehn Konzerte gab. Auf Henri Rabaud, Dirigent seit 1918, folgte ein Jahr später Pierre Monteux. Diese Personalentscheidungen markieren den Beginn einer französischen Tradition, die auch während der Amtszeit des in Russland geborenen Serge Koussevitzky (1924-1949) durch das Engagement vieler in Frankreich ausgebildeter Musiker fortgesetzt wurde.

1936 dirigierte Serge Koussevitzky das Orchester bei den ersten Konzerten in den Berkshires; ein Jahr später bezog er mit seinen Musikern die Sommerresidenz in Tanglewood. Serge Koussevitzky war ein leidenschaftlicher Verfechter von Major Higginsons Traum einer „guten ehrlichen Schule für Musiker“, der 1940 mit der Gründung des Berkshire Music Center (dem heutigen Tanglewood Music Center) Wirklichkeit wurde. Zuletzt wurden im Sommer 2019 die Bildungsangebote in Tanglewood durch die Eröffnungssaison des Tanglewood Learning Institute im neuen Linde Center for Music and Learning erweitert, einem vierstöckigen, multifunktionalen Komplex, der zusätzlich Konzert- und Probenraum für das Tanglewood Music Center bietet.

Auf Serge Koussevitzky folgte 1949 Charles Munch, der das BSO bei seinen ersten internationalen Tourneen begleitete. 1956 trat das BSO unter der Leitung von Charles Munch als erstes amerikanisches Orchester in der Sowjetunion auf. Erich Leinsdorf wurde 1962 Music Director, auf ihn folgte 1969 William Steinberg. 1973 wurde Seiji Ozawa 13. Music Director und beendete seine historische 29-jährige Amtszeit 2002, als er Ehrenmusikdirektor wurde. Nach der Normalisierung der Beziehungen zu China unternahm das BSO 1979 unter Seiji Ozawa als erstes amerikanisches Orchester eine Tournee auf das chinesische Festland. Der erste gebürtige Amerikaner in der Position des Music Directors war James Levine von 2004 bis 2011.

Heute verwirklicht und erweitert das Boston Symphony Orchestra weiterhin die Visionen seines Gründers Henry Lee Higginson und zwar nicht nur durch Konzerte und Bildungsprogramme, sondern auch durch den zunehmenden Einsatz virtueller und elektronischer Medien.

SAISON 2021/2022

Dirigent/-in

Andris Nelsons

Andris Nelsons © Marco Borggreve

Die Saison 2021/2022 ist für Andris Nelsons die achte Saison als Ray and Maria Stata Music Director des Boston Symphony Orchestra. Sein Vertrag mit dem BSO wurde gleich nach seiner ersten Spielzeit im Sommer 2015 bis 2021/2022 verlängert. Im Februar 2018 wurde Andris Nelsons außerdem zum Gewandhauskapellmeister des Gewandhausorchesters Leipzig ernannt. Im Oktober 2020 verkündeten BSO und Gewandhausorchester, dass sie die Verträge mit Andris Nelsons bis 2025 beziehungsweise 2027 verlängern. Eine Evergreen-Klausel in seinem BSO-Vertrag zeugt von der beiderseitigen Absicht, über die vertragliche Laufzeit hinaus langfristig zusammenzuarbeiten. Im Herbst 2019 empfingen Andris Nelsons und das BSO das Gewandhausorchester zu historischen Konzerten in der Symphony Hall, darunter Aufführungen des Gewandhausorchesters wie auch gemeinsame Konzerte mit Mitgliedern beider Ensembles.


Andris Nelsons ist der 15. Music Director des Boston Symphony Orchestra. Er gab sein Orchesterdebüt im März 2011 in der Carnegie Hall, in Tanglewood im Juli 2012 und bei den BSO-Abonnementskonzerten im Januar 2013. Bisher haben Andris Nelsons und das BSO drei Europa-Tourneen sowie eine Japan-Tournee unternommen. Eine für Februar 2020 geplante Tournee nach Ostasien musste wegen der COVID-19-Pandemie abgesagt werden. In der von der Pandemie betroffenen BSO-Saison 2020-2021 leitete Nelsons das BSO in sechs der fünfzehn Konzerte, die im Rahmen der virtuellen BSO NOW-Saison des Orchesters aus der Symphony Hall gestreamt wurden. Das vielfältige Repertoire reichte von Beethoven-Symphonien und Musik von Schumann und Brahms bis hin zu mehreren neueren Werken führender junger amerikanischer Komponisten. Sein BSO-Repertoire in der Saison 2021-2022 reicht von Favoriten von Rachmaninow und Sibelius bis hin zu Welt- und amerikanischen Erstaufführungen von BSO-Auftragswerken von HK Gruber, Jörg Widmann, Unsuk Chin und Kaija Saariaho. Diese Saison markiert auch den Höhepunkt von Nelsons' mehrjährigem gemeinsamen Projekt mit dem BSO und dem Gewandhausorchester, um wichtige Werke von Richard Strauss aufzuführen und aufzunehmen, die von der Deutschen Grammophon veröffentlicht werden. 

Andris Nelsons und die laufende Reihe von Aufnahmen des BSO der gesamten Schostakowitsch-Symphonien für die Deutsche Grammophon, die bisher zehn der fünfzehn Symphonien umfasst, hat drei Grammy Awards für die beste Orchesteraufführung und einen für das bestaufgenommene Album erhalten. Die neueste Aufnahme mit den Symphonien Nr. 1, 14 und 15 und der Kammersinfonie Op. 110a wurde im Juni 2021 veröffentlicht. Zukünftige Veröffentlichungen werden die Konzerte des Komponisten für Klavier, Violine und Cello sowie seine monumentale Oper Lady Macbeth von Mzensk sein. Nelsons' weitere Aufnahmen mit dem BSO umfassen die kompletten Brahms-Symphonien für das Label BSO Classics und eine Naxos-Veröffentlichung neuerer amerikanischer Werke, die vom Orchester in Auftrag gegeben und uraufgeführt wurden. Im Rahmen eines Exklusivvertrags mit der Deutschen Grammophon hat er auch sämtliche Beethoven-Symphonien mit den Wiener Philharmonikern eingespielt (erschienen 2019) und nimmt die Bruckner-Symphonien mit dem Gewandhausorchester auf. 

Andris Nelsons dirigiert häufig Orchester wie die Berliner Philharmoniker, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und das Concertgebouw Orchestra. Im Opernbereich gastiert er regelmäßig bei den Bayreuther Festspielen sowie am Royal Opera House Covent Garden. Er wurde in 1978 in Riga in eine Musikerfamilie hineingeboren und begann seine Karriere als Trompeter im Orchester der Latvian National Opera, bevor er Dirigieren studierte. Er war Music Director des City of Birmingham Symphony Orchestra (2008-2015). ), Chefdirigent der Nordwestdeutschen Philharmonie in Herford (2006-2009) und Music Director der Latvian National Opera (2003-2007). 

SAISON 2021/2022 - DIESE BIOGRAPHIE WIRD IHNEN MIT FREUNDLICHER GENEHMIGUNG VOM BOSTON SYMPHONY ORCHESTRA ZUR VERFÜGUNG GESTELLT.

Solisten

Anne-Sophie Mutter, Violine

Anne-Sophie Mutter © Monika Höfler

Anne-Sophie Mutter ist ein musikalisches Phänomen: Seit über 40 Jahren konzertiert die Virtuosin weltweit in allen bedeutenden Musikzentren und prägt die Klassikszene als Solistin, Mentorin und Visionärin.

Dabei ist die viermalige Grammy® Award Gewinnerin der Aufführung traditioneller Kompositionen genauso verpflichtet wie der Zukunft der Musik: 29 Werke hat sie bislang uraufgeführt – Unsuk Chin, Sebastian Currier, Henri Dutilleux, Sofia Gubaidulina, Witold Lutoslawski, Norbert Moret, Krzysztof Penderecki, Sir André Previn, Wolfgang Rihm, Jörg Widmann und John Williams haben für Anne-Sophie Mutter komponiert. Darüber hinaus widmet sie sich der Förderung musikalischen Spitzennachwuchses und zahlreichen Benefizprojekten. Zudem wählte sie der Stiftungsrat der Deutschen Krebshilfe 2021 zur neuen Präsidentin der gemeinnützigen Organisation. Und ab Januar 2022 gehört sie dem Stiftungsrat von Lucerne Festival an. Im Herbst 1997 gründete sie den „Freundeskreis Anne-Sophie Mutter Stiftung e.V.“, dem 2008 die Anne-Sophie Mutter Stiftung zur Seite gestellt wurde. Im Rahmen dieser beiden gemeinnützigen Institutionen werden die Stipendiaten nach ihren individuellen Bedürfnissen unterstützt. Und seit 2011 teilt Anne-Sophie Mutter regelmäßig das Rampenlicht mit ihrem Stipendiaten-Ensemble „Mutter’s Virtuosi“.


KONZERTE 2021/2022

Angesichts der Corona-Pandemie sind Konzertplanungen immer noch abhängig von behördlichen Verfügungen zur Eindämmung des Virus. Am 24. Juli 2021 gab Anne-Sophie Mutter in Tanglewood die Uraufführung des ihr gewidmeten „Konzert für Violine und Orchester Nr. 2“ von John Williams. Für die Saison 2021/2022 ist unter anderem eine ausgedehnte Europa-Tournee mit „Mutter’s Virtuosi“ geplant, bei der das von Anne-Sophie Mutter in Auftrag gegebene Werk „Gran Cadenza“ für zwei Violinen von Unsuk Chin uraufgeführt werden soll. Das Brahms Doppelkonzert wird Anne-Sophie Mutter mit Pablo Ferrández und der Tschechischen Philharmonie spielen, am Dirigentenpult Manfred Honeck. Mit dem ihr gewidmeten Violinkonzert von André Previn wird sie zusammen mit dem Royal Philharmonic Orchestra unter Vasily Petrenko auf Tournee gehen. In den USA wird Anne-Sophie Mutter mit dem Beethoven Violinkonzert zu hören sein: Ihre musikalischen Partner sind dabei das Baltimore Symphony Orchestra und Andrew Davis sowie das Chicago Symphony Orchestra, dirigiert von Riccardo Muti. Auch Kammermusik-Programme sind geplant: Violinsonaten sowie Klaviertrios von Wolfgang Amadeus Mozart mit Lambert Orkis und Maximilian Hornung; bei weiteren Recitals mit ihrem langjährigen Klavier-Partner werden Werke von Beethoven, Franck und Mozart gespielt. Bei der Kammermusik-Tournee mit aktiven und ehemaligen Stipendiaten ihrer Stiftung führt sie in unterschiedlichen Ensemble-Besetzungen Beethovens Streichquartett in G-Dur, op. 18 Nr. 2, Haydns Streichquartett in Es-Dur, op. 20 Nr. 1 sowie Jörg Widmanns „Studie über Beethoven" auf, die sie am 22. Februar 2020 in Tokio uraufgeführt hatte.

AUSZEICHNUNGEN

Am 16. Oktober 2019 wurde Anne-Sophie Mutter mit dem Praemium Imperiale in der Kategorie Musik ausgezeichnet; im Juni erhielt sie den Polar-Musikpreis. Polen verlieh Anne-Sophie Mutter als erster deutschen Künstlerin im März 2018 die Gloria-Artis-Medaille für kulturelle Verdienste in Gold. Im Februar 2018 wurde die Geigerin zum Ehrenmitglied der Accademia Nazionale di Santa Cecilia ernannt. Rumänien verlieh Anne-Sophie Mutter im November 2017 den Kulturverdienstorden im Rang eines Großoffiziers; im gleichen Monat ehrte sie Frankreich mit der Verleihung der Insignien eines Kommandeurs im französischen Orden der Künste und der Literatur. Im Dezember 2016 zeichnete sie das spanische Ministerium für Bildung, Kultur und Sport mit der „Medalla de oro al Mérito en las Bellas Artes“ aus. Im Januar 2015 wurde Anne-Sophie Mutter zum Honorary Fellow des Keble College der University of Oxford ernannt. Im Oktober 2013 wurde sie ausländisches Ehrenmitglied der American Academy of Arts & Sciences, nachdem sie im Januar mit dem Orden der Lutoslawski Gesellschaft (Warschau) ausgezeichnet worden war. 2012 verlieh ihr der Atlantic Council den Distinguished Artistic Leadership Award. 2011 erhielt sie den Brahms-Preis sowie für ihr soziales Engagement den Erich-Fromm-Preis und den Gustav-Adolf-Preis. 2010 verlieh ihr die Technisch-Naturwissenschaftliche Universität Norwegens in Trondheim die Ehrendoktorwürde; 2009 wurde sie mit dem Europäischen St. Ullrichs Preis sowie dem Cristobal Gabarron Award ausgezeichnet. 2008 erhielt Anne-Sophie Mutter den internationalen Ernst von Siemens Musikpreis sowie den Leipziger Mendelssohn Preis.

Die Geigerin ist Trägerin des Großen Bundesverdienstkreuzes, des französischen Ordens der Ehrenlegion, des Bayerischen Verdienstordens, des Großen Österreichischen Ehrenzeichens sowie zahlreicher weiterer Auszeichnungen.

SAISON 2021/2022 - DIESE BIOGRAPHIE WIRD IHNEN MIT FREUNDLICHER GENEHMIGUNG DER KÜNSTLERIN ZUR VERFÜGUNG GESTELLT.

Jean-Yves Thibaudet, Klavier

© Kasskara / Decca

Seit über drei Jahrzehnten tritt Jean-Yves Thibaudet weltweit auf und hat mehr als 50 Alben eingespielt, mit denen er sich den Ruf eines der besten Pianisten seiner Zeit erworben hat. Er spielt Solo-, Kammermusik- und Orchesterwerke von Beethoven und Liszt über Grieg und Saint-Saëns, Khachaturian und Gershwin bis hin zu den zeitgenössischen Komponisten Qigang Chen und James MacMillan. Von Beginn seiner Karriere an hat er auch die Musik jenseits des Standardrepertoires genossen, Jazz und Oper, die er selbst fürs Klavier transkribierte. Seine engen professionellen Freundschaften umspannen die ganze Welt und haben zu spontanen und fruchtbaren Kooperationen in Film, Mode und darstellender Kunst geführt.


In dieser Saison reist Jean-Yves Thibaudet in 14 Länder, gibt in Asien zahlreiche Konzerte mit Singapore, NHK und Guangzhou Symphony und Malaysian, Hong Kong und China Philharmonic. Als Artist-in-Residence des Boston Symphony Orchestra spielt er das Tripelkonzert von Bach mit Thomas Adès und Kirill Gerstein, Ravels Klavierkonzert für die linke Hand, Kammermusik mit Mitgliedern des Symphony und Bernsteins Age of Anxiety in Boston und der Carnegie Hall. Jean-Yves Thibaudet gilt als einer der führenden Interpretern des Soloparts dieser Symphonie, die er mit Atlanta und National Symphony Orchestra, San Francisco und Houston Symphony, China Philharmonic und Philadelphia Orchestra anlässlich von Bernsteins 100-jährigem Geburtstag vor Ort und auf Tournee in Deutschland, Österreich und Israel aufführen wird.

Weitere Höhepunkte sind Ravel mit dem New York Los Angeles Philharmonic, Cleveland Orchestra und Chicago Symphony Orchestra unter Leitung seines langjährigen musikalischen Partners Charles Dutoit; ein Recital in der Carnegie Hall mit der Violinistin Janine Jansen; eine Kalifornien-Tournee mit dem Royal Philharmonic Orchestra und eine Reise in seine Heimatstadt, wo er Qigang Chens eigens für ihn geschriebenes Werk Er Huang mit dem Orchestre National de Lyon aufführt.

In der Saison 2017/2018 verlängert die Colburn School Jean-Yves Thibaudets Artist-in-Residency um weitere drei Jahre und hat angekündigt, in seinem Namen ein Stipendium einzurichten. Damit werden Studierende der Musikakademie gefördert, die Jean-Yves Thibaudet nach Verdienst und unabhängig vom gewählten Instrument bestimmt. Sein leidenschaftlicher Einsatz für Bildung und Förderung von Nachwuchstalenten zeigte sich auch in seiner Tournee mit dem Gustav Mahler Youth Orchestra, bei der er Gershwins Klavierkonzert in F und Messiaens Turangalîla-Symphonie in vielen großen Konzertsälen Europas wie dem Concertgebouw, der neuen Elbphilharmonie und der Mailänder Scala spielte.

Jean-Yves Thibaudets Einspielkatalog umfasst mehr als 50 Alben, die mit zwei Grammy-Nominierungen, dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik, dem Diapason d’Or, dem Choc du Monde de la Musique, dem Edison Prize sowie Gramophone Award und Echo ausgezeichnet wurden. In der vergangenen Saison veröffentlichte er mit großem Erfolg Bernsteins Age of Anxiety mit dem Baltimore Symphony Orchestra unter Marin Alsop, mit dem er bereits Gershwin (2010) eingespielt hatte. Auf der CD sind Orchestrierungen für Jazzband aus Rhapsody in Blue, Variationen über „I Got Rhythm” und das Konzert in F enthalten. 2016 erschien bei Decca zum 150. Geburtstag von Erik Satie ein Boxset mit dem komplette Solowerk für Klavier, gespielt von Jean-Yves Thibaudet, einem der führenden Interpreten und Förderer von Saties Werk. Bei seiner Grammy-nominierten Einspielung der Klavierkonzerte Nr. 2 und 5 von Saint-Saëns, die 2007 erschien, spielt er gemeinsam mit dem Orchestre de la Suisse Romande unter Charles Dutoit. Jean-Yves Thibaudets Aria–Opera Without Words aus demselben Jahr bot Arientranskriptionen, die teilweise von ihm selbst stammen. Weiterhin spielte er die Jazzalben Reflections on Duke: Jean-Yves Thibaudet Plays the Music of Duke Ellington und Conversations With Bill Evans ein.

Jean-Yves Thibaudets Wirken erstreckt sich auch auf Mode, Film und Philanthropie. Er spielte Aaron Zigmans Soundtrack für Wakefield, ein Drama von Robin Swicord, ein. Es war das erste Mal, dass der Komponist einem anderen Pianisten gestattete, seine Musik zu spielen. Jean-Yves Thibaudet war Solist bei Dario Marianellis preisgekrönten Filmmusiken für Abbitte (die auch einen Oscar gewann) und Stolz und Vorurteil und spielte Alexandre Desplats Musik für Extrem laut und unglaublich nah von 2012 ein. Er hatte einen Cameo-Auftritt in Bruce Beresfords Windsbraut über Alma Mahler und ist den ganzen Film über am Klavier zu hören. 2004 war er Präsident der renommierten Benefizauktion Hospices de Beaune. Seine Konzertgarderobe wird von Dame Vivienne Westwood entworfen.[nbsp]

Jean-Yves Thibaudet wurde in Lyon geboren und begann seine Klavierausbildung mit fünf Jahren. Seinen ersten öffentlichen Auftritt hatte er mit sieben und studierte ab seinem zwölften Lebensjahr am Pariser Konservatorium bei Aldo Ciccolini und Lucette Descaves, einer Freundin und Mitarbeiterin Ravels. Mit fünfzehn gewann er den Premier Prix du Conservatoire und drei Jahre später die Young Concert Artists Auditions in New York City. Unter seinen zahlreichen Auszeichnungen sind der Victoire d’Honneur, ein Preis für das Lebenswerk und die höchste Ehrung der französischen Victoires de la Musique. 2010 ehrte ihn die Hollywood Bowl mit der Aufnahme in ihre Hall of Fame. Er war bereits Ritter des Ordre des Arts et des Lettres und wurde 2012 vom französischen Kulturministerium in den Rang eines Offiziers erhoben.

SAISON 2017/2018

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