KD SCHMID BBC Philharmonic

Sinfonie

BBC Philharmonic

08.03.23 - 19.03.23

Über die Tour.

Das BBC Philharmonic begibt sich mit Chefdirigent Omer Meir Wellber auf Tournee.


Programm 1:
Thomas Adès: "Three Studies from Couperin" (2006)

Robert Schumann: Klavierkonzert a-Moll op. 54

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Robert Schumann: Symphonie Nr. 4 d-Moll op. 120


Programm 2:
Thomas Adès: "Three Studies from Couperin" (2006)

Felix Mendelssohn Bartholdy: Konzert für Violine und Orchester e-Moll op. 64 (1838-44)

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Johannes Brahms: Symphonie Nr. 1 c-Moll op. 68

oder: alternatives Werk:

Antonin Dvořák: Symphonie Nr. 9 e-Moll op. 95 "Aus der Neuen Welt" (1893)

oder:

Robert Schumann: Symphonie Nr. 4 d-Moll op. 120

 

 

Ihre Ansprechpartner:

Joric Brandon Pretzel

Senior Project Manager

+49 511 36607-33

joric.pretzel@kdschmid.de

Publicity material:

Baiba Birzgalis

+49 511 36607-51

baiba.birzgalis@kdschmid.de

Ein Orchester voller Erfahrung.

Biographie – Über das Orchester.

Das BBC Philharmonic gestaltet eine neue Orchestererfahrung für eine neue Generation – es fordert die Wahrnehmung heraus, unterstützt Innovation und bietet einem möglichst breiten Publikum eine große musikalische Vielfalt.

Gewöhnlich gibt das Orchester etwa 100 Konzerte im Jahr, von denen die meisten bei BBC Radio 3 gesendet werden. Hinzu kommen 35 kostenfreie Konzerte im MediaCityUK Studio in Salford sowie eine Reihe von Veranstaltungen in der Bridgewater Hall in Manchester, Auftritte in Nordengland, bei den BBC Proms und international sowie regelmäßige Einspielungen für Chandos.

Chefdirigent des BBC Philharmonic ist Omer Meir Wellber. Richard Morrison beschrieb ihn in der Times als die „wohl inspirierendste musikalische Personalentscheidung, die die BBC seit Jahren getroffen hat”. Der gebürtige Israeli Omer Meir Wellber trat sein Amt spektakulär bei den BBC Proms 2019 an und erwarb rasch einen internationalen Ruf als einer der spannendsten neuen Dirigenten. Das Orchester pflegt außerdem enge Beziehungen zum Ersten Gastdirigenten John Storgårds, und der französische Dirigent Ludovic Morlot ist Associate Artist des Ensembles. Im Mai kündigte das Orchester den jungen britischen Komponisten und kommenden Star Tom Coult als Composer in Association an.


Das Repertoire des Orchesters geht weit über das Standardprogramm hinaus. In den vergangenen Jahren arbeitete es mit so unterschiedlichen Künstlern wie Clean Bandit, Jarvis Cocker und The Wombats; spielte in einer einzigartigen Dramatisierung von A Clockwork Orange bislang ungehörte Werke des Schriftstellers und Komponisten Anthony Burgess; tat sich mit den Chartstürmern The 1975 im Tower Ballroom von Blackpool zusammen; spielte bei der Uraufführung der Oper The Arsonists des Komponisten Alan Edward Williams und des Dichters Ian McMillan, der ersten Oper, die vollständig in einem nordenglischen Dialekt gesungen wurde und sendete auf allen sieben landesweiten Radiosendern der BBC, von BBC Radio 1 bis BBC Radio 6 Music sowie dem BBC Asian Network. 2020 erreichte das BBC Philharmonic mit „Four Notes: Paul’s Tune“ außerdem die UK Top 40 Charts. 

Das Orchester setzt bahnbrechende neue Methoden ein, um dem Publikum die Musik nahezubringen und betrachtet musikalische Bildung als seinen wichtigsten Auftrag. Außerhalb des Konzertsaals ist das BBC Philharmonic leidenschaftlich darauf bedacht, die Musik von der Partitur in die Ohren, Herzen und Leben von Hörern jeglichen Alters und musikalischen Hintergrunds zu tragen: durch preisgekrönte interaktive Aufführungen, Schulkonzerte, höhere Bildungsarbeit mit dem Royal Northern College of Music und Angebote für Lehrkräfte durch die berühmten Ten Pieces. Mit all diesen Aktivitäten bietet das BBC Philharmonic den Menschen im Großraum Manchester, in Nordengland, Großbritannien und der Welt musikalische Erfahrungen, die ihr Leben verändern können.

SAISON 2021/2022

Dirigent/-in

Omer Meir Wellber

Omer Meir Wellber © Felix Broede

Omer Meir Wellber gehört zu den führenden Dirigenten für Opern- und Orchesterrepertoire. Zurzeit teilt er seine Zeit zwischen seinen Positionen als Chefdirigent des BBC Philharmonic, Music Director des Teatro Massimo Palermo, Erster Gastdirigent der Semperoper Dresden sowie Music Director des Raanana Symphonette in Israel. Ab September 2022 ist Wellber gemeinsam mit Direktorin Lotte de Beer Musikdirektor an der Volksoper Wien und leitet damit eine neue Ära des Hauses ein. Er arbeitet zusammen mit zahlreichen erstklassigen Ensembles weltweit, so etwa mit dem London Philharmonic Orchestra, dem Gewandhausorchester zu Leipzig, dem NDR Elbphilharmonie Orchester, dem Swedish Radio Symphony Orchestra, dem City of Birmingham Symphony Orchestra, der Staatskapelle Dresden, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem Israel Philharmonic Orchestra, dem SWR Symphonieorchester, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin sowie dem Tonhalle-Orchester Zürich und pflegt eine enge Verbindung zu Ensembles in seiner Heimat Israel. Omer Meir Wellber ist zudem publizierter Autor in mehreren Sprachen.


Als Music Director des Teatro Massimo in Palermo begann die Saison 2021/22 mit Bizets Carmen in einer Inszenierung von Calixto Bieito bei der Wiedereröffnung für Publikum nach der Pandemie und einem Konzert mit dem Orchester des Teatro Massimo für Beethovens Klavierkonzert Nr. 1 und das Vorspiel und den Liebestod von „Tristan und Isolde“ sowie Bernsteins „Jeremiah“ Symphonie. Im Januar 2021 wird Omer Meir Wellber Verdis Les Vêpres siciliennes in einer Inszenierung von Emma Dante am Teatro Massimo dirigieren (gestreamt auf ARTE Concert). Für seine innovative Arbeit am Teatro Massimo, darunter die Produktion Crepuscolo dei sogni im Januar 2021, erhielt er 2021 den Sonderpreis der renommierten italienischen Associazione Nazionale Critici Musicali (Nationaler Verband der Musikkritiker). 

Zum BBC Philharmonic nach Manchester wird er u.a. im Oktober und November 2021 mit Liszts Les Préludes, dem Klavierkonzert Nr. 4 von Saint- Saëns mit Artist-in-Residence Stephen Hough und Ben-Haims Symphonie Nr.2 sowie Marco Bettas Konzert für Fagott Citta Azura, Tipetts Fantasia concertante und Kammermusik mit Mitgliedern des Orchesters zurückkehren. Nachdem sich die von ihm konzipierte BBC-Video-Gesprächsreihe The Music Room im Jahr 2020 auf Beethovens 9 Symphonien konzentriert hat, wurde die Serie mit The Music Room: Discovering Ben-Haim fortgesetzt. Im November 2020 erschien die erste gemeinsame Aufnahme von Wellber und dem BBC Philharmonic mit Werken von Ben-Haim (Chandos). 

An der Semperoper Dresden wird Omer Meir Wellber im März und April 2022 Wiederaufnahmen von Don Giovanni, Cosi fan tutte und Le Nozze di Figaro und eine Neuproduktion von Madama Butterfly leiten sowie für ein Konzert mit Schostakowitschs Symphonien Nr. 1 und Nr. 9 und Gubaidulinas Offertorium am Pult der Staatskapelle stehen. 

Gastspiele führen Omer Meir Wellber bis Ende diesem Jahres für Konzerte und Opernvorstellungen an die Wiener Staatsoper mit Cilieas Adriana Lecouvreur und Bizets Carmen, in das Konzerthaus Wien mit den Wiener Symphonikern, mit dem Orchestre National de France in Paris sowie mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester in Hamburg und Lübeck. 

Im August 2021 gab Wellber mit Werken von Ives und Bruckner sowie dem Konzert für Oboe und Orchester von Strauss mit Ramón Ortega Quero (Oboe) und den Wiener Symphonikern sein Debüt bei den Bregenzer Festspielen. Mit der Uraufführung eines Werkes von Ayal Adler debütierte er im November 2019 bei den Münchner Philharmonikern und im Juli 2019 mit Werken von Mozart, Haydn und Ben-Haim bei den BBC Proms mit dem BBC Philharmonic sowie im Oktober 2018 an der Metropolitan Opera in New York mit Vorstellungen von Bizets Carmen. Im Sommer 2018 leitete er beim Glyndebourne Festival, wo er 2014 mit dem London Philharmonic Orchestra in der Produktion von Eugen Onegin debütierte, die Festival-Premiere von Puccinis Madama Butterfly (BlueRay Opus Arte, 2019). Im März 2017 leitete er die Premiere von Giordanos Andrea Chenier an der Bayerischen Staatsoper, wo er schon 2015 die Neuproduktion von Mefistofele dirigierte (DVD Unitel, 2016) und im November 2016 dirigierte er die Sächsische Staatskapelle Dresden bei der Uraufführung von Sofia Gubaidulinas Oratorium Über Liebe und Hass. 

Von 2010 bis 2014 war Omer Meir Wellber Music Director am Palau de les Arts Reina Sofia in Valencia. Während der Intendanz von Luc Bondy wurde er von den Wiener Festwochen im Rahmen eines dreijährigen Projekts mit der Leitung von Verdis trilogia popolare betraut: Rigoletto (2011), La Traviata (2012) und Il Trovatore (2013). 2011 debütierte er an der Bayerischen Staatsoper mit La Traviata und im Jahr 2010 begann seine Zusammenarbeit mit der Semperoper Dresden, wo er seitdem u.a. Strauss’ Daphne, Ariadne auf Naxos und eine konzertante Aufführung von Guntram sowie Verdis Nabucco und Ligetis Le Grand Macabre dirigierte. Sein hochgelobtes Dirigat von Aida in der Arena di Verona (2013) erschien bei BelAir classique auf DVD. 

Zwischen 2008 und 2010 assistierte Omer Meir Wellber Daniel Barenboim an der Berliner Staatsoper Unter den Linden sowie an der Mailänder Scala. Er dirigierte mit großem Erfolg bei Publikum und Presse Verdis Aida beim Gastspiel der Scala an der Israeli Opera. 2010 dirigierte er Strauss’ Salome als Einspringer für Seiji Ozawa beim Saito Kinen Festival in Matsumoto.

Omer Meir Wellber hat im Herbst 2019 seinen ersten Roman “Die vier Ohnmachten des Chaim Birkner” im BerlinVerlag veröffentlicht. Er ist das literarische Debüt des Dirigenten. Das Buch erzählt die Geschichte von Chaim Birkner, einem müden und zerstörten Mann, der von seiner Tochter gezwungen wird, dem Leben ein letztes Mal kurz in die Augen zu blicken. Im Januar 2021 erschien der Roman auf Italienisch (Sellerio Editore) und wird auch auf Französisch (Éditions du sous-sol) erscheinen. 

Im Frühjahr 2017 wurde „Die Angst, das Risiko und die Liebe – Momente mit Mozart“ veröffentlicht. Gemeinsam mit der Publizistin Inge Kloepfer verfasst, präsentiert er in diesem seinen persönlichen Zugang zu den universellen Emotionen, die in den drei Mozart/Da Ponte-Opern Così fan tutte, Le nozze di Figaro und Don Giovanni behandelt werden. 

Die enge Verbindung zu seiner Heimat Israel zeigt sich u.a. in der Zusammenarbeit mit dem Raanana Symphonette Orchester, dessen Music Director er seit 2009 ist. Das Orchester setzt sich besonders für Musikvermittlung und -erziehung ein und erreicht jährlich mehr als 70.000 Kinder. Zwischen 2005 und 2008 war er regelmäßiger Gastdirigent an der Israeli Opera in Tel Aviv, wo er Aufführungen von Verdis La Forza del Destino, Puccinis Turandot und Madama Butterfly, Donizettis L’Elisir d’Amore, Mozarts Die Zauberflöte, Gounods Faust und Janaceks Schlaues Füchslein leitete. 2007 debütierte er beim Israel Philharmonic Orchestra und leitete 2016 dessen Residency bei den Dresdner Musikfestspielen. 

Omer Meir Wellber ist zudem Botschafter der Non-Profit-Organisation Save a Child’s Heart, einer in Israel ansässigen Organisation, die sich um die Behandlung herzkranker Kinder aus Entwicklungsländern sowie um die Ausbildung von Ärzten vor Ort kümmert. Außerdem arbeitet er regelmäßig mit verschiedenen Institutionen in Outreach-Programmen zusammen und fördert die nächste Dirigenten-Generation durch Workshops, Kurse und Besuche an Hochschulen.

1981 in Be’er Sheva geboren, begann Omer Meir Wellber seine musikalische Ausbildung im Alter von fünf Jahren mit Akkordeon und Klavier. Er erhielt ab seinem zehnten Lebensjahr Kompositionsunterricht bei Tania Taler. Anschließend wurde Michael Wolpe bis 2004 sein Lehrer. 1999 machte er am Be’er Sheva Konservatorium seinen Abschluss. Anschließend studierte Omer Meir Wellber Dirigieren und Komposition mit einem Stipendium der American-Israel Cultural Foundation von 2000 bis 2008 an der Jerusalem Music Academy bei Eugene Zirlin und Mendi Rodan.

SAISON 2021/2022 

DIESE BIOGRAPHIE WIRD IHNEN MIT FREUNDLICHER GENEHMIGUNG VON PR2 CLASSIC ZUR VERFÜGUNG GESTELLT.

 

Solisten

Bomsori, Violine

Bonsori © Kyutai Shim

Bomsori Kim, gilt international als eine der dynamischsten und aufregendsten Geigerinnen der Gegenwart“ (NDR) 

Im Februar 2021 unterzeichnete Bomsori in Berlin den Exklusivvertrag mit dem Label Deutsche Grammophon. Bomsori war Focus Artist des Rheingau Musik Festival 2021. Die Residency umfasste neun Konzerte und präsentierte Bomsoris gesamtes künstlerisches Können gemeinsam mit verschiedenen musikalischen Partnern. Sie spielte alle fünf Mozart-Violinkonzerte mit der Camerata Salzburg, Tschaikowskys Violinkonzert mit dem Royal Philharmonic Orchestra und Vasily Petrenko und mit dem Tenebrae-Chor spielte Bomsori Bachs Partita d-Moll für Violine solo, die mit seinen Chorälen verschmolz. Im Sommer 2021 kehrte Bomsori zum Gstaad Menuhin Festival zurück und trat zweimal als „Menuhin’s Heritage Artist“ auf, wo sie ihre 5-jährige Residency beim renommierten Festival begann.


2021/2022 wird sie unter anderem mit der New York Philharmonic ( van Zweden), dem San Francisco Symphony,  dem Danish National Symphony Orchestra ( Luisi), der NDR Radiophilharmonie ( Manze), dem Singapore Symphony Orchestra und dem Tokyo Symphony Orchestra ( Urbanski) auftreten. 

Bomsori ist Preisträgerin bei zahlreichen renommierten internationalen Violinwettbewerben, wie beim internationalen Tschaikovsky Wettbewerb, beim Königin-Elisabeth-Wettbewerb, beim Jean Sibelius Violinwettbewerb, beim internationalen Joseph Joachim Violinwettbewerb in Hannover, beim internationalen Musikwettbewerb in Montreal und beim Henryk Wieniawski Violinwettbewerb. 

Als Solistin trat Bomsori weltweit an zahlreichen Konzerthäusern auf, unter anderem im goldenen Saal des Wiener Musikvereins, im Carnegie Hall,  im Tschaikowsky Saal in Moskau, in der Philharmonie in St. Petersburg, in der Finlandia Hall in Helsinki, im Herkulessaal und im Prinzregententheater in München, in der  Philharmonie und Konzerthaus in Berlin, in der Rudolfinum und die Smetana Hall in Prag sowie im Seoul Arts Center.

Bomsori hatte das Privileg, unter der Leitung mehrerer Dirigenten aufzutreten, darunter Fabio Luisi,

Jaap van Zweden, Andrey Boreyko,  Marin Alsop, Hannu Lintu, Sakari Oramo, John Storgards, Pablo Heras Casado, Giancarlo Guerrero, mit zahlreichen führenden Orchestern , darunter das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Montreal Symphony Orchestra, Nationalorchester Belgien, Warschauer Nationalphilharmonie, NDR Radiophilharmonie Hannover, Posener Philharmonie, Finnisches Radio-Sinfonieorchester, Helsinki Philharmonic, Münchener Kammerorchester, Zürcher Kammerorchester. 

Im Juni 2021 veröffentlichte Bomsori ihr erstes Soloalbum, Violin on Stage,  bei der Deutschen Grammophon, mit NFM Wroclaw Philharmonic und Giancarlo Guerrero.

Das Duo-Album mit dem Pianisten Rafał Blechacz mit Werken von Fauré, Debussy, Szymanowski und Chopin ist im Februar 2019 bei der Deutschen Grammophon erschienen. Das Album gewann den Fryderyk Music Award als „Bestes polnisches Album im Ausland“.

2017 veröffentlichte Warner Classics Bomsoris Debütalbum mit Maestro Jacek Kaspszyk und dem Warsaw National Philharmonic Orchestra mit Wieniawski Violinkonzert Nr. 2 und Schostakowitsch Violinkonzert Nr. 1. 

Die gebürtige Südkoreanerin erhielt ihren Bachelor-Abschluss an der Seoul National University, wo sie bei Young Uck Kim studierte. Sie erwarb auch ihren Master of Music-Abschluss und ihr Künstlerdiplom als Vollstipendiatin und studierte bei Sylvia Rosenberg und Ronald Copes. 

SAISON 2021/2022 - DIESE BIOGRAPHIE WIRD IHNEN MIT FREUNDLICHER GENEHMIGUNG VOM LIU KOTOW INTERNATIONAL  MANAGEMENT & PROMOTION ZUR VERFÜGUNG GESTELLT.

Fazıl Say, Pianist und Komponist

Fazıl Say © Marco Borggreve

Mit seinem außergewöhnlichen pianistischen Vermögen berührt Fazıl Say Publikum wie Kritiker seit nunmehr 25 Jahren in einer Weise, wie sie rar geworden ist. Konzerte mit diesem Künstler sind andere Konzerte. Sie sind direkter, offener, aufregender, kurz gesagt: Sie treffen ins Herz. Eben das meinte wohl auch der Komponist Aribert Reimann, als er 1986 während eines Besuchs in Ankara mehr oder minder zufällig in den Genuss kam, den damals 16-Jährigen zu hören. Auf der Stelle bat er seinen Begleiter, den amerikanischen Pianisten David Levine, ins Konservatorium der türkischen Hauptstadt zu kommen, und er tat es mit den inzwischen geflügelten Worten: „Den musst Du Dir anhören, der Junge spielt wie ein Teufel“.

Seinen ersten Klavierunterricht erhielt Fazıl Say bei Mithat Fenmen, einem Pianisten, der noch bei Alfred Cortot in Paris studiert hatte. Fenmen – vielleicht ahnend, wie groß das Talent des Jungen war – bat seinen Schüler, jeden Tag erst einmal über Themen des Alltags zu improvisieren, bevor er sich mit den notwendigen klavieristischen Übungen und Studien beschäftigte. In dieser Auseinandersetzung mit freien kreativen Prozessen und Formen wurde der Ursprung für das enorme improvisatorische Talent und die ästhetische Anschauung gelegt, die den Kern des Selbstverständnisses des Pianisten und Komponisten Fazıl Say bildet. Als Komponist hat Fazıl Say unter anderem Auftragswerke für die Salzburger Festspiele, den WDR, die Münchner Philharmoniker, das Schleswig-Holstein Musik Festival, die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, das Wiener Konzerthaus, die Dresdner Philharmonie, die Fondation Louis Vuitton, das Boston Symphony Orchestra, das Orpheus Chamber Orchestra und die BBC geschrieben. Sein Schaffen umfasst u. a. fünf Symphonien, zwei Oratorien, verschiedene Solokonzerte sowie zahlreiche Klavier- und Kammermusikwerke.


Den Feinschliff als klassischer Pianist erhielt Fazıl Say ab 1987 bei David Levine, zunächst an der Musikhochschule „Robert Schumann“ in Düsseldorf, später dann in Berlin. Daneben besuchte er bei Menahem Pressler regelmäßig Meisterkurse. Seine herausragende Technik ermöglichte es ihm überdies bald schon, die so genannten Schlachtrösser der Weltliteratur in staunenswerter Souveränität zu bewältigen. Und eben diese Mischung aus Feinsinn (bei Haydn, Bach und Mozart) und virtuosem Glanz in den Werken von Liszt, Mussorgsky oder Beethoven führten schließlich 1994 zum Sieg beim Internationalen Wettbewerb „Young Concert Artists“ in New York. Fazıl Say spielte in der Folge mit sämtlichen renommierten amerikanischen und europäischen Orchestern und zahlreichen großen Dirigenten zusammen und erarbeitete sich dabei ein vielfältiges Repertoire, das von Kompositionen von Johann Sebastian Bach über die „Klassiker“ Haydn, Mozart und Beethoven sowie die Romantik bis zur zeitgenössischen Musik reicht, eingeschlossen seine eigenen Kompositionen für Klavier.

Gastspiele führten Fazıl Say seither in zahllose Länder auf allen fünf Kontinenten; die französische Zeitung „Le Figaro“ nannte ihn „ein Genie“. Dabei trat Fazıl Say auch immer wieder als Kammermusiker in Erscheinung. Mit der Geigerin Patricia Kopatchinskaja beispielsweise bildet er seit Jahren ein phantastisches Duo; weitere prominente Partner waren bzw. sind unter anderem Maxim Vengerov, das Minetti Quartett, das Modigliani Quartett, Nicolas Altstaedt und Marianne Crebassa.

Unzählige Konzerthäuser, Orchester und Festivals haben Fazıl Say in den letzten Jahrzehnten als Artist in Residence eingeladen oder mit Portraits und Fokuswochen ihrem Publikum vorgestellt. Dazu gehören u.a. das Konzerthaus Dortmund, das Konzerthaus Berlin, die Alte Oper Frankfurt, das Wiener Konzerthaus, das hr-Sinfonieorchester, das Zürcher Kammerorchester, die Dresdner Philharmonie, die Camerata Salzburg, das Schleswig-Holstein Musik Festival, das Rheingau Musik Festival, das Bodenseefestival oder das Festival der Nationen. Weitere Portraits waren in Paris, Tokio, Meran, Hamburg und Says Heimatstadt Istanbul zu hören.
In der Saison 2022-23 ist er Fokus-Künstler beim Tonhalle-Orchester Zürich sowie Artist in Residence bei der Staatskapelle Weimar.

2013 erhielt Fazıl Say den Rheingau Musik Preis, im Dezember 2016 den Internationalen Beethovenpreis für Menschenrechte, Frieden, Freiheit, Armutsbekämpfung und Inklusion in Bonn. Im Herbst 2017 wurde ihm der Musikpreis der Stadt Duisburg verliehen.

Fazıl Says Einspielungen der Werke Bachs, Mozarts, Gershwins und Strawinskys bei Teldec Classics sowie Mussorgskys, Beethovens und eigener Werke bei naïve wurden von der Plattenkritik hoch gelobt und mehrfach ausgezeichnet, darunter mit drei ECHO KLASSIK. 2014 erschienen seine Aufnahme mit Beethoven-Werken – das Klavierkonzert Nr. 3 mit dem hr-Sinfonieorchester Frankfurt unter Gianandrea Noseda sowie die Sonaten op. 111 und die Mondscheinsonate – sowie das Album „Say plays Say“ mit ausschließlich eigenen Werken. Bei Warner Classics erschien im Herbst 2016 die Einspielung aller Mozart-Sonaten, für die Fazıl Say 2017 seinen vierten ECHO KLASSIK erhielt. Gemeinsam mit Nicolas Altstaedt spielte er das Album „4 Cities“ (2017) ein. Im Herbst 2017 veröffentlichte Warner Classics die Nocturnes Frédéric Chopins und das Album „Secrets“ mit französischen Liedern, das er gemeinsam mit Marianne Crebassa aufgenommen hat und das 2018 mit dem Gramophone Classical Music Award ausgezeichnet wurde. Sein 2018 erschienenes Album widmet er Debussy und Satie, während seine letzte Veröffentlichung „Troy Sonata – Fazıl Say Plays Say“ eigene Werke beinhaltet. Im Januar 2020 erschien Fazıl Says Einspielung aller Beethoven Klaviersonaten bei Warner Classics, in der Saison 2022/23 veröffentlicht er eben dort seine Aufnahme von Bachs Goldbergvariationen

SAISON 2022/2023

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