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Christian
Tetzlaff
Violine
Christian Tetzlaff
Künstlerischer Leiter Heimbach Festival
Der Geiger Christian Tetzlaff wird für seine ausdrucksstarken, einfühlsamen und persönlichen Interpretationen hoch gelobt. Seine individuelle Herangehensweise an die Partitur, bei der er stets nach der emotionalen und strukturellen Tiefe der Komposition sucht, hat ihm im Laufe der Zeit eine treue Anhängerschaft beschert, die seine Darbietungen oft als existenzielle Erfahrung beschreibt. Seit seinem spektakulären Debüt mit dem Schönberg-Violinkonzert 1988 in Berlin, München und Cleveland ist er mit bedeutenden Orchestern von höchstem Rang aufgetreten, darunter die Berliner, Wiener und New Yorker Philharmoniker, die Bostoner und Chicagoer Symphonieorchester, das Royal Concertgebouw Orchestra, das London Symphony Orchestra und viele andere. Sein umfangreiches Repertoire reicht von Bachs Solosonaten und Partiten über weniger bekannte Konzerte von Giovanni Battista Viotti und Joseph Joachim bis hin zu zeitgenössischen Werken von György Ligeti, Jörg Widmann und Thomas Ades. Im Jahr 2023 übernahm er die künstlerische Leitung des SPANNUNGEN-Festivals in Heimbach, Deutschland.
In der Saison 2025/26 tritt Tetzlaff als Artist-in-Residence mehrfach mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin auf und spielt Violinkonzerte von Berg, Suk und Dvořák sowie Kammermusik mit Vladimir Jurowski. Im Februar 2026 gibt er die Weltpremiere von Ondrej Adameks Violinkonzert Nr. 2 in Paris, gefolgt von nationalen Premieren in der Schweiz und der Tschechischen Republik. Weitere Höhepunkte der Saison sind Duo-Konzerte mit Leif-Ove Andsnes, Solo-Rezitale in Berlin, Oslo und London sowie Konzerte mit dem BBC Symphony Orchestra, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, den Wiener Symphonikern, dem SWR Symphonieorchester, Helsinki Philharmonic und dem NHK Symphony Orchestra.
Tetzlaff arbeitet mit vielen der führenden Dirigenten zusammen, darunter Herbert Blomstedt, Karina Canellakis, Maxim Emelyanychev, Christoph Eschenbach, Daniele Gatti, Daniel Harding, Manfred Honeck, Jakub Hrůša, Marie Jacquot, Paavo Järvi, Vladimir Jurowski, Cristian Măcelaru, Andris Nelsons, Gianandrea Noseda, Sakari Oramo, Sir Antonio Pappano, Kirill Petrenko, Sir Simon Rattle, Esa-Pekka Salonen, Jukka-Pekka Saraste, John Storgårds, Robin Ticciati, and Juraj Valčuha.
Kammermusik ist ein fester Bestandteil seiner Karriere. 1994 gründete er zusammen mit seiner Schwester, der Cellistin Tanja Tetzlaff, das Tetzlaff Quartett. Das Ensemble geht jede Saison auf Tournee und tritt 2025/26 in Deutschland und Großbritannien auf. Das Tetzlaff Quartett wurde 2015 für seine Aufnahme von Bergs Lyrischer Suite und Mendelssohn mit dem Diapason d’or l'année ausgezeichnet. Christian und Tanja Tetzlaff treten auch regelmäßig als Trio mit der Pianistin Kiveli Dörken auf.
Seine umfangreiche Diskografie, hauptsächlich beim Label Ondine, wurde mit dem Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik, mehreren Diapason d’or-Auszeichnungen und dem Midem Classical Award geehrt. Zu den jüngsten Höhepunkten zählen Sibelius mit dem Finnischen Radio-Sinfonieorchester und Nick Collon sowie die Brahms‘ Klavierquartette, die letzten Aufnahmen des verstorbenen Lars Vogt. Die Violinkonzerte von Elgar und Adès mit dem BBC Philharmonic Orchestra und John Storgårds erscheinen im Herbst 2025. Bachs Werke für Solovioline nahm er dreimal auf, zuletzt im 2017.
Christian Tetzlaff spielt auf einer Violine des Geigenbauers Peter Greiner. Er unterrichtet an der Kronberg Academy und lebt mit seiner Frau, der Fotografin Giorgia Bertazzi, und den drei Kindern in Berlin.
SAISON 2025 / 2026
Aktuelle Aufnahmen
Nachrichten
Presse
"Der Deutsche zeigte bei Sibelius’ Violinkonzert, wie Virtuosität und Ausdruck verschmelzen können, wie eine risikoreiche Versenkung in ein Werk und ein Sich-in-Töne-Stürzen funktionieren kann. Der Geiger vergisst im “Tumult” dann auch nicht, das zarte, lyrische Singen des ersten Satzes ebenso wie die süsse Raserei des Finales mit Bedacht zu vermitteln. Eine emphatische, intelligente Interpretation. "
Der Standard, 21.11.2025
"Er meisterte die technischen Anforderungen des Stücks mit scheinbarer Leichtigkeit und lieferte eine ebenso geschickte wie fesselnde Darbietung des ersten Satzes. Tetzlaff spielte die Kadenz des Satzes mit solcher Brillanz, dass der kurze Ausbruch an Applaus unvermeidlich schien."
Jim Pritchard, Seen and Heard International, 16.02.2025
"Tetzlaff zeigte in selbstvergessener Versunkenheit, was sein Spiel seit Jahrzehnten so besonders macht: Dvoráks Violinkonzert berührte, als sei es frisch aus der Taufe gehoben worden."
Bettina Boyens, Frankfurter Neue Presse, 24.06.2024
"Technisch souverän, geht es Tetzlaff nicht ums makellose Spiel, sondern um den unmittelbaren Ausdruck. Er konzentriert sich immer auch aufs Innere des Klangs und formt daraus den Ton – und ist so mittendrin im Innenleben Tschaikowskys, bei dem höchstes Glück und tiefste Krise stets nach beieinandergelegen haben sollen. Nicht ohne Grund scheint Tetzlaff mit geschlossenen Augen zu spielen, was der Konzentration dienen mag, aber eben auch den Eindruck hinterlässt, als wolle er im oder hinter dem Werk verschwinden."
Stuttgarter Nachrichten, Verena Grosskreutz, 22.11.2022
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