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John  Storgårds

Chefdirigent des BBC Philharmonic Orchestra
Chefdirigent des Turku Philharmonic Orchestra
Erster Gastdirigent des National Arts Centre Orchestra in Ottawa

John Storgårds ist Chefdirigent des BBC Philharmonic Orchestra und des Turku Philharmonic Orchestra sowie Erster Gastdirigent des National Arts Centre Orchestra in Ottawa. Als Dirigent und Violinvirtuose gleichermaßen erfolgreich, gilt er als Künstler mit außergewöhnlicher Kreativität in der Programmgestaltung und für seine mitreißenden, zugleich fein ausgearbeiteten Interpretationen. In seiner Funktion als Künstlerischer Leiter des Lapland Chamber Orchestra erntet Storgårds international großes Lob für die Experimentierfreude und die preisgekrönten Aufnahmen des Ensembles und feiert im Jahr 2026 sein 30-jähriges Jubiläum in dieser Position. Kürzlich wurde er außerdem zum Music Director des National Arts Centre Orchestra und zum Ersten Dirigent sowie Künstlerischen Berater der Jungen Deutschen Philharmonie berufen, beide Ämter übernimmt er ab der Saison 2026/27.

In der Saison 2025/26 ist Storgårds zweimal bei den BBC Proms mit dem BBC Philharmonic zu erleben: mit der Uraufführung von Tom Coult’s Monologues for the Curious (mit Allan Clayton), Mahlers 7. Sinfonie sowie Schostakowitschs Lady Macbeth, halbszenisch und in Zusammenarbeit mit der English National Opera zum Jubiläumsjahr des Komponisten. Weitere Höhepunkte sind Gastspiele des BBC Philharmonic beim Beijing Music Festival, Debüts beim San Francisco Symphony Orchestra mit Seong-Jin Cho sowie beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin. Wiederbegegnungen führen ihn u.a. zum Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra, Finnischen Radiosinfonieorchester, Lahti Symphony Orchestra sowie nach Nordamerika zum St. Louis Symphony Orchestra und Minnesota Orchestra. Im Juni 2026 hat Storgårds zudem den Vorsitz der Jury des renommierten Gustav Mahler Dirigierwettbewerbs in Bamberg.

Storgårds gastiert regelmäßig bei Spitzenorchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig, den Münchner Philharmonikern, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien, dem Netherlands Philharmonic Orchestra, dem Orchestre National de France, der RAI in Turin, dem BBC Symphony Orchestra und dem London Philharmonic Orchestra. In Skandinavien dirigiert er alle führenden Klangkörper, darunter das Helsinki Philharmonic Orchestra, dessen Chefdirigent er von 2008 bis 2015 war. Dem Münchener Kammerorchester ist er ebenfalls eng verbunden, er war von 2016 bis 2019 "Artistic Partner" des Ensembles. Weitere Einladungen führten ihn u.a. nach Sydney, Melbourne, Tokio (Metropolitan, Yomiuri Nippon, NHK) sowie zu den großen Orchestern in Boston, Chicago, Cleveland, New York und Detroit.

Er arbeitet mit internationalen Solist:innen wie Emanuel Ax, Yefim Bronfman, Colin Currie, Sol Gabetta, Kirill Gerstein, Augustin Hadelich, Hilary Hahn, Håkan Hardenberger, Leila Josefowicz, Lucas & Arthur Jussen, Kari Kriikku, Truls Mørk, Gil Shaham, Christian Tetzlaff, Jean-Yves Thibaudet, Anne Sofie von Otter und Roderick Williams. Mit Barbara Hannigan verbindet ihn eine besonders enge künstlerische Partnerschaft, die unter anderem gefeierte Podiumstausch-Formate mit seiner ‚dynamic duo‘-Partnerin hervorbrachten. Als Geiger ist er regelmäßig solistisch und als Kammermusiker zu erleben, etwa beim Kuhmo Chamber Music Festival in Finnland oder dem Santa Fe Chamber Music Festival in den USA.

Storgårds’ breites Repertoire reicht von Beethoven, Brahms, Bruckner, Haydn, Mozart, Schubert, Schumann, Sibelius und Nielsen bis zur Gegenwart. Er dirigierte die finnischen Erstaufführungen von Schumanns einziger Oper Genoveva und der frühen Zwickau-Sinfonie sowie die Uraufführungen von Sibelius’ Suite op. 117 für Violine und Streicher und seinen späten Fragmenten. Als Solist spielte er u.a. die finnische Erstaufführung von Schumanns eigener Geigerfassung des Cellokonzerts und der dritten Violinsonate. Zeitgenössische Werke sind ein fester Bestandteil seiner Programme. Komponist:innen wie Per Nørgård (8. Sinfonie) und Kaija Saariaho (Nocturne für Violine solo) widmeten ihm neue Werke. Als Operndirigent leitete er die Uraufführung von Sebastian Fagerlunds Höstsonaten – Autumn Sonata an der Finnischen Nationaloper (Inszenierung: Stéphane Braunschweig), die 2018 für den International Opera Award nominiert war. 2022/23 folgte die Uraufführung von Tapio Tuomelas The Fur Hat Opera, ebenfalls mit dem Lapland Chamber Orchestra. Später in der Saison kehrte Storgårds mit Schostakowitschs Lady Macbeth von Mzensk an die Finnische Nationaloper zurück.

Seine vielfach ausgezeichnete Diskografie umfasst Werke von Schumann, Mozart, Beethoven, Haydn, Holmboe und, Vasks (letztere als Solist). Mit dem BBC Philharmonic nahm er gefeierte Gesamtaufnahmen der Sinfonien von Sibelius (2014) und Nielsen (2015) auf. Es folgten Einspielungen von Werken von George Antheil (abgeschlossen 2019) und eine fortlaufende Schostakowitsch-Reihe, zuletzt mit den Sinfonien Nr. 12–15, ergänzt durch Werke von Arvo Pärt und Mieczysław Weinberg. Mit dem Lapland Chamber Orchestra entstand u.a. eine besondere Fassung von Mahlers Zehnter (Arr. Michelle Castelletti) sowie Werke von Outi Tarkiainen, Hans Abrahamsen, Sebastian Fagerlund und Kalevi Aho. Weitere Einspielungen umfassen Werke von Komponisten wie Nørgård, Korngold, Aho und Rautavaara, letztgenannte wurde 2012 für einen Grammy nominiert und mit einem Gramophone Award ausgezeichnet. 2023 war das BBC Philharmonic unter seiner Leitung für den „Orchestra of the Year Award“ nominiert.

John Storgårds studierte Violine bei Chaim Taub und war anschließend Konzertmeister des Schwedischen Radiosinfonieorchesters unter Esa-Pekka Salonen, bevor er seine Dirigierausbildung bei Jorma Panula und Eri Klas absolvierte. Er wurde 2002 mit dem Finnischen Staatspreis für Musik sowie 2012 mit der Pro Finlandia-Medaille ausgezeichnet.

SAISON 2025 / 2026


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"But this was a night I might best remember for its revelatory Tchaikovsky. Never have I heard an orchestra so eloquently convey the profound sadness of the “Pathetique”; Storgårds and the orchestra made its pain powerfully palpable, its darkness almost impenetrable. It was an interpretation both deeply beautiful and intensely moving, totally devoid of schmaltz and histrionics. Seldom have I experienced a performance that treated this composer with such profound respect and emotional insight."

Rob Hubbard, The Minnesota Star Tribune, 12. April 2026

"Thanks to the skill of the BBC Philharmonic and John Storgårds, Shostakovich’s dramatic vision is realised more vividly here than ever heard it before. It’s not just the impeccably calibrated emergence of those musical forms achieved by Storgårds and his players that impresses, but how he brings ever more definition to what is unfolding. Storgårds manages the transition between sections highly effectively and in his reading Shostakovich’s many lines of counterpoint become the epitome of a Mayakovskian theatrical experiment."

Dominic Hartley, MusicWeb International, 24. März 2026

"John Storgårds dirigierte das San Francisco Symphony Orchestra mit Beethovens 5. Sinfonie in c-Moll – ein wahrhaft ikonisches Werk. Dirigenten lassen sich leicht dazu verleiten, die Fünfte auf ungewöhnliche Weise zu interpretieren, mit exzentrischen Tempi oder Phrasierungen. Doch Storgårds ließ die Musik für sich sprechen. Das Ergebnis war eine detailreiche und kraftvolle Aufführung. Jede Note, jede Phrase, jede Dynamik trug mit eleganter Würde zur Struktur jedes Satzes bei. Storgårds ist kein Dirigent, der mit seiner Bühnenpräsenz prahlt, doch am Ende von Beethovens Fünfter hüpfte er vor Begeisterung auf dem Podium."

Lisa Hirsch, San Francisco Chronicle, 23.01.2026

"Wie Storgårds hier vielschichtig zerklüftete Klanglandschaften weit über nordische Melancholie hinaus düster zu Konflikten verdichtete oder zur Raserei beschleunigte, war ein grossorchestrales Meisterstück: Das majestätisch-feierliche Blech, die klirrende Intensität der Geigen, grimmig anspringende Bässe und das mal luftige, mal zu schmerzhafter Intensität gesteigerte Holz liessen nur einen Wunsch offen: den nach dem Klangbad in der Menge, live im Konzertsaal."

Urs Mattenberger, Luzerner Zeitung, 25.04.2021

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