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Andris Nelsons

Music Director, Boston Symphony Orchestra
Gewandhauskapellmeister Leipzig

Andris Nelsons ist Music Director des Boston Symphony Orchestra und Gewandhauskapellmeister des Gewandhausorchesters Leipzig. Mit diesen beiden Positionen – und seiner führenden Rolle in der wegweisenden Allianz beider Institutionen – hat sich der Grammy-prämierte Dirigent als einer der gefragtesten Künstler unserer Zeit etabliert. 

Nelsons trat sein Amt in Boston zur Saison 2014/15 an und in Leipzig im Februar 2018. Einen Höhepunkt der Orchesterallianz – die gemeinsame Programm-gestaltung, Auftragswerke, Aufnahmen, Tourneen, einen Musikeraustausch sowie Bildungsinitiativen umfasst – bildete im Mai 2025 das Schostakovitsch-Festival Leipzig, eine einzigartige Gesamtschau des symphonischen Ouevre des Komponisten. Nelsons dirigierte 13 der 15 Symphonien, darunter eine bahnbrechende gemeinsame Aufführung der Siebten Symphonie mit beiden Orchestern, sowie zahlreiche Konzerte und die Oper „Lady Macbeth von Mzensk“. Zudem leitete er ein Festivalorchester mit jungen Musiker:innen der Mendelssohn-Akademie Leipzig und des Tanglewood Music Center, dessen Dirigierabteilung er seit 2024 als Leiter leitet. 

 Mit dem Gewandhausorchester Leipzig eröffnet Nelsons die Saison 2025/26 auf Europatournee mit der Geigerin Isabelle Faust – darunter ein Auftritt bei den BBC Proms – die in der Saisoneröffnung im Gewandhaus gipfelt. Im November 2025 folgt eine weitere Tournee mit den Solisten Seong-Jin Cho und Augustin Hadelich in Konzerten quer durch Europa. In Boston tritt Nelsons in seine zwölfte Saison als Music Director mit einem musikalischen Fest zum 250. Jubiläum der Vereinigten Staaten ein, darunter eine Konzertreihe in Boston und eine zweitägige Residenz in der Carnegie Hall. Zu den weiteren Höhepunkten zählen Aufführungen von Samuel Barbers Oper „Vanessa“ und Konzerte mit Beethovens „Missa Solemnis“. Als Fokuskünstler im Wiener Musikverein dirigiert er vier Konzerte mit dem Gewandhausorchester sowie zusätzliche Aufführungen mit den Wiener Philharmonikern. Außerdem beschließt er mit den Wiener Philharmonikern seinen Mahler-Zyklus und geht im Februar und März 2026 mit dem Orchester auf USA-Tournee. Im Dezember 2025 kehrt Nelsons zum Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, zum Royal Concertgebouw Orchestra und zu den Berliner Philharmonikern zurück. 

Als Exklusivkünstler bei der Deutschen Grammophon dokumentieren seine Aufnahmen eindrucksvoll die große Spannweite seiner musikalischen Vision. Mit dem Boston Symphony Orchestra nahm er sämtliche Symphonien und Konzerte von Schostakowitsch sowie die Oper „Lady Macbeth von Mzensk“ auf wofür er vier Grammy Awards in den Kategorien „Best Orchestral Performance“ und „Best Engineered Album“ erhielt. Mit dem Gewandhausorchester vollendete Nelsons 2024 einen Bruckner-Zyklus anlässlich des 200. Geburtstags des Komponisten. Sein Beethoven-Zyklus mit den Wiener Philharmonikern erschien 2019. Im Rahmen der Allianz zwischen Boston Symphony Orchestra und Gewandhausorchester veröffentlichte die Deutsche Grammophon 2022 zudem ein gefeiertes Album mit den großen sinfonischen Werken von Richard Strauss, eingespielt von beiden Orchestern.

Andris Nelsons wurde 1978 in Riga als Kind einer Musikerfamilie geboren. Er begann seine Laufbahn als Trompeter im Orchester der Lettischen Nationaloper, während er zugleich Dirigieren studierte. Abseits der Musik sammelt er leidenschaftlich Parfums und besitzt einen schwarzen Gürtel (2. Dan) im Taekwondo. Seine tiefe Hingabe an musikalische Exzellenz zeigt sich auch in den zahlreichen Auszeichnungen seiner Karriere, darunter die Ernennung durch Königin Elisabeth II. zum Officer of the Most Excellent Order of the British Empire (OBE) für seine Verdienste um die Musik.

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Nachrichten

Presse

"Der andere echte Star war Nelsons. Er rast nicht durch Schostakowitschs Partitur, sondern erfreut sich an ihrem satirischen Biss."

Bachtrack, Mark Pullinger, 25.05.2025

"Andris Nelsons ist ein musikalischer Energieakt von ungeheurer Intensität gelungen. (...) Die innovative Wucht seiner Darbietungen gleicht einem Wunder."

Klassik Akzente, 30.10.2023

"Nelsons wird seinem Status als Dirigent von Weltrang vollends gerecht, indem er neben untrüglichem Gespür für formale Strukturen reichlich in musikalische Details investiert ist.."

Tagesspiegel, Keno-David Schüler, 06.09.2023

"Im kurzen vierten Satz wird deutlich, wieso Andris Nelsons zu den meistgefeierten Dirigenten unserer Zeit gehört."

Salzburger Nachrichten, Leonhard Hartinger 08.08.2022

"Nelsons, der immer wieder neue Herrlichkeiten aus allen Ecken und Enden des wirklich grandiosen Orchesters nach vorn holt."

Leipziger Volkszeitung, Peter Korfmacher, 13.05.2018

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