Dresdner Festspielorchester
Dresdnder Festspielorchester © Oliver KilligOn Tour 15.12.18-17.12.18

  • Ivor Bolton,
  • Valer Sabadus

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Kurzbeschreibung

Mit Valer Sabadus hat das 2012 von Jan Vogler gegründete Dresdner Festspielorchester einen Countertenor engagiert, der als noch junger Sänger bereits eine internationale Karriere hat. Ivor Bolton, der Chefdirigent des Orchesters, begibt sich mit Valer Sabadus auf Reisen durch die Welt Händelscher Opernarien.

Programm

Georg Friedrich Händel: Wassermusik - Suite Nr. 2 D-Dur HWV 349
Georg Friedrich Händel: "Mi lusinga" - Arie des Ruggiero aus der Oper "Alcina" (London, 1735)
Georg Friedrich Händel: "Svegliatevi nel core" - Arie des Sesto aus der Oper "Giulio Cesare in Egitto" (London, 1726)
Georg Friedrich Händel: Ouverture zur Oper "Rinaldo" (1711)
Georg Friedrich Händel: "Venti turbini" - Arie des Rinaldo aus der Oper "Rinaldo" (London, 1711)
Georg Friedrich Händel: "Scherza infida" - Arie des Ariodante aus der Oper "Ariodante" (London, 1735)
Pause
Johann Sebastian Bach: Konzert für Oboe, Violine und Streicher d-Moll BWV 1060
Antonio Vivaldi: Ouvertüre zur Oper L'Olimpiade RV 725
Antonio Vivaldi: "Lo seguitai felice" - Arie des Megacle aus der Oper "L'Olimpiade" (Wien, 1733)
Antonio Vivaldi: "Gelido in ogni vena" - Arie des Farnace aus dem 2. Akt der Oper ''Il Farnace'' R 711 (Venedig, 1727)
Christoph Willibald Gluck: Vorspiel und Ballo aus der Oper "Paride ed Elena"
Christoph Willibald Gluck: "Tutto qui mi sorprende" / "Le belle immagini" - Recitativo und Arie des Paride aus der Oper "Paride ed Elena" (Wien, 1770)
Antonio Maria Gaspare Sacchini: "Placa lo sdegna o cara" - Arie des Rodrigo aus der Oper "Il Cid" (London, 1773)

Orchester

Dresdner Festspielorchester

»Das königliche Orchester wurde unter Concertmeister Herrn Pisendel durch Einführung eines vermischten Geschmacks ... zu solcher Feinigkeit der Ausführung gebracht, dass ich auf allen meinen künftigen Reisen kein bessers gehört habe.« Mit diesen Worten...

»Das königliche Orchester wurde unter Concertmeister Herrn Pisendel durch Einführung eines vermischten Geschmacks ... zu solcher Feinigkeit der Ausführung gebracht, dass ich auf allen meinen künftigen Reisen kein bessers gehört habe.«

Mit diesen Worten beschreibt Johann Joachim Quantz die damalige Hofkapelle, deren einzigartige Konstellation das Dresdner Festspielorchester wiederbeleben möchte. Das Dresdner Festspielorchester wurde 2012 ganz im Geiste dieses legendären »Orchestra di Dresda« gegründet. Die Hofkapelle Augusts des Starken galt in der kulturellen Blütezeit Dresdens im 18. Jahrhundert als die beste in ganz Europa und vereinte die bedeutendsten Instrumentalisten ihrer Zeit. Ganz in dieser Tradition stehend formieren sich jährlich einige der herausragendsten Musiker für historische Aufführungspraxis aus den renommiertesten europäischen Alte-Musik-Ensembles zum Dresdner Festspielorchester als dem Klangkörper der Dresdner Musikfestspiele. Eine gute Grundlage für den einst von Quantz gelobten »vermischten Geschmack«.


 

Mit großer Entdeckerfreude, Präzision und einem feinen Gefühl für authentische Interpretationen spürt das Dresdner Festspielorchester dem Originalklang verschiedener Epochen nach und schließt so eine Lücke im Musikleben der Stadt. Die Musiker, sämtlich Virtuosen und Spezialisten auf ihren Instrumenten, verfügen über unterschiedliche Stile und Spielarten, die sie aus Orchestern wie der Academy of Ancient Music, dem Orchester des 18. Jahrhunderts, dem Balthasar-Neumann-Ensemble, dem Orchestre Révolutionnaire et Romantique, dem Concentus Musicus Wien, Il Giardino Armonico oder Le Cercle de l’ Harmonie nach Dresden mitbringen.

Schon bei seiner umjubelten Premiere während der Festspiele 2012 konnte der Klangkörper unter der Leitung von Ivor Bolton und mit dem gefeierten italienischen Geiger Giuliano Carmignola als Konzertmeister Publikum und Presse von seiner unbändigen Entdeckerfreude, Präzision und seiner vitalen Begeisterung überzeugen. Dazu spielen die Musiker auf Originalinstrumenten entsprechend Entstehungszeit und historischem Hintergrund, was bei den Streichern die Verwendung von Darmsaiten bedeutet und im Bläserbereich ein vollkommen neuartiges Klangbild entstehen lässt. 

Zu den namhaften Solisten, mit denen das Orchester bereits konzertierte, gehören Giuliano Carmignola, Isabelle Faust, Bejun Mehta, Simone Kermes, Waltraud Meier, Nicola Benedetti und Alexander Melnikov und Jan Vogler. 2014 wurde die fulminante Wiederentdeckung der in Dresden uraufgeführten Oper »Feuersnot« von Richard Strauss (eine Koproduktion mit der Sächsischen Staatsoper Dresden) für den »International Opera Award« 2015 in der Kategorie »Richard Strauss Jubiläumsproduktion« nominiert. Im Oktober 2016 erschien die erste Einspielung mit Schumanns Zweiter Sinfonie und dessen Cellokonzert mit Jan Vogler als Solist bei SONY.

Im April 2017 debütierte das Dresdner Festspielorchester in der Hamburger Elbphilharmonie und hatte im Juni 2017 seinen umjubelten Einstand in der Berliner Philharmonie.

Saison 2016/2017

Zum Orchester

Dirigent

© Ben Wright

Ivor Bolton

Ivor Bolton ist Chefdirigent des Sinfonieorchesters Basel, künstlerischer Leiter des Teatro Real in Madrid und Ehrendirigent des Mozarteumorchesters Salzburg, mit dem er jedes Jahr bei den Salzburger Festspielen und auf Tournee auftritt (so auch bei den BBC...

Ivor Bolton ist Chefdirigent des Sinfonieorchesters Basel, künstlerischer Leiter des Teatro Real in Madrid und Ehrendirigent des Mozarteumorchesters Salzburg, mit dem er jedes Jahr bei den Salzburger Festspielen und auf Tournee auftritt (so auch bei den BBC Proms 2006 in London). Mit diesem Ensemble hat er eine umfangreiche Diskographie einschließlich einer von der Kritik gelobten Reihe mit Bruckner-Symphonien vorgelegt. In Großbritannien war Ivor Bolton Music Director der English Touring Opera, der Glyndebourne Touring Opera und Chefdirigent des Scottish Chamber Orchestra. Er pflegt eine enge Zusammenarbeit mit der Bayerischen Staatsoper, wo er seit 1994 zahlreiche Inszenierungen dirigiert hat, darunter Werke von Monteverdi, Händel und Mozart. Für seine herausragende Arbeit in München wurde Ivor Bolton mit dem renommierten Bayerischen Theaterpreis ausgezeichnet. Er war regelmäßig bei Maggio Musicale Fiorentino und an der Opéra National de Paris zu Gast und trat in Covent Garden und an der English National Opera sowie an den Opernhäusern von Bologna, Brüssel, Amsterdam, Lissabon, Sydney, Berlin, Hamburg und Genf auf. Er hatte Engagements bei den BBC Proms, im New Yorker Lincoln Center, beim Tonhalle-Orchester Zürich, dem Koninklijk Concertgebouworkest, dem Orchestre de Paris, dem Rotterdams Philharmonisch Orkest, dem Gürzenich-Orchester Köln, den Wiener Symphonikern und dem Freiburger Barockorchester. Unter seinen zahlreichen Einspielungen finden sich neben jenen mit dem Mozarteumorchester auch Monteverdis Poppea und Händels Xerxes und Ariodante mit dem Bayerischen Staatsorchester.

 


 

In der Saison 2016/2017 dirigiert Ivor Bolton neue Inszenierungen von Mozarts Le nozze di Figaro und Händels Jephta an der De Nationale Opera in Amsterdam, Mozarts Don Giovanni am Theater an der Wien und Brittens Billy Budd, gefolgt von Händels Rodelinda und Rimski-Korsakows Le Cog d’or, am Teatro Real in Madrid. Ivor Bolton tritt auch wieder an der Bayerischen Staatsoper auf, wo er Mozarts Così fan tutte und Webers Oberon dirigiert. Darüber hinaus gibt er Konzerte mit dem Sinfonieorchester Basel, dem Mozarteumorchester Salzburg und bei den Dresdner Musikfestspielen.

 

SAISON 2016/2017

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Solist

© Christine Schneider

Valer Sabadus, Countertenor

Mit seiner glasklaren und androgynen Stimme singt Valer Sabadus bereits in der Riege der weltbesten Countertenöre. Die erste Hälfte der Saison 2016/17 steht für den zweifachen ECHOKlassik-Preisträger ganz im Zeichen von Francesco Cavalli: In dessen Oper...

Mit seiner glasklaren und androgynen Stimme singt Valer Sabadus bereits in der Riege der weltbesten Countertenöre. Die erste Hälfte der Saison 2016/17 steht für den zweifachen ECHOKlassik-Preisträger ganz im Zeichen von Francesco Cavalli: In dessen Oper „Eliogabalo“ übernimmt er ab September 2016 an der Opéra National de Paris die Rolle des Giuliano. Die Titelrolle in Cavallis „Il Giasone“ gibt er sodann ab Januar 2017 am Grand Théâtre de Genève. Diese beiden Produktionen setzen die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Dirigenten Leonardo Garcia Alarcon im Rahmen von Cavalli-Opern fort, die 2013 beim Festival d’Aix-enProvence begann. Die Opernsaison beschließt der Countertenor mit seinem Debüt am Theater Basel als Ruggiero in Georg Friedrich Händels „Alcina“. Neuland betritt er in einer Zusammenarbeit mit dem bekannten Rapper Samy Deluxe im November 2016. Zudem ist eine Tournee mit der Cappella Gabetta und dem französischen Countertenor Christophe Dumaux in Deutschland, Frankreich und Schweiz geplant, bei der Pergolesis „Stabat Mater“ aufgeführt wird (Frühjahr 2017). Als Exklusivkünstler von Sony Classical erscheint voraussichtlich im Herbst seine neue CD „Sacred Duetti“ mit unbekannten Arien und Duetten aus Oratorien von u.a. Antonio Caldara, Nicola Antonio Porpora, Alessandro Scarlatti und Giovanni Battista Bononcini. Kongeniale Partner der Aufnahme sind die junge Sopranistin Nura Rial und das Kammerorchester Basel.


 

Internationale Bekanntheit erlangte Valer Sabadus 2012 für seine herausragende Interpretation als Semira in Leonardo Vincis Oper „Artaserse“ an den Opernhäusern von Nancy, Lausanne und Köln, dem Theater an der Wien, dem Théâtre des Champs-Elysées, der Opéra Royal de Versailles und dem Concertgebouw Amsterdam. Die Produktion erschien auch als CD und DVD und erhielt zahlreiche Preise. Im gleichen Jahr wurde ihm der Preis der deutschen Schallplattenkritik für seine Solo-CD „Hasse Reloaded“ (OehmsClassics) verliehen. Großen internationalen Erfolg feierte er auch als Menelao in Francesco Cavallis wiederentdeckter Oper „Elena“ beim Festival d’Aix-en-Provence. Die Produktion ist auf DVD erschienen. 2013 gab er sein fulminantes Debüt in der Titelrolle von Händels „Xerxes“ an der Deutschen Oper am Rhein in der Inszenierung von Stefan Herheim. 2015 und 2016 glänzte er bei den Händel-Festspielen Karlsruhe in der Titelrolle „Teseo“, für die er begeisterte Rezensionen erhielt. Ein herausragendes Rollen- und Theaterdebüt feierte er im September 2015 als Kaiser Nerone in Claudio Monteverdis „L’incoronazione di Poppea“ am Theater an der Wien.

Valer Sabadus begann mit 17 Jahren seine Gesangsausbildung an der Hochschule für Musik und Theater in München bei Prof. Gabriele Fuchs und schloss seine Ausbildung als Mitglied der Bayerischen Theaterakademie August Everding 2013 in der Meisterklasse Musiktheater mit Auszeichnung ab. Wegweisend war die Produktion von Johann Adolph Hasses „Didone abbandonata“, die er mit der Hofkapelle München und Michael Hofstetter aufnahm. Bereits 2009 debütierte er unter Riccardo Muti bei den Salzburger Pfingstfestspielen in der Produktion „Demofoonte“ (Niccolò Jommelli) und war damit auch beim Ravenna Festival und an der Opéra National de Paris zu erleben. Zudem feierte er große Erfolge als Sesto in Günter Krämers Inszenierung von „La Clemenza di Tito“ beim Mozart-Sommer in Schwetzingen, als Ruggiero in Antonio Vivaldis „Orlando furioso“ und Endimione in „La Calisto“ von Francesco Cavalli an der Oper Frankfurt. Bei den Händel-Festspielen Halle trat er erstmals 2011 in der Titelpartie des „Rinaldo“ mit der Lautten Compagney auf. Weitere Engagements führten ihn an die Oper Köln in der Titelpartie „Leucippo“ (Johann Adolph Hasse), an die Staatsoper Berlin, die Semperoper Dresden sowie die Opéra Royal de Versailles.

Neben seiner regen Operntätigkeit liegt dem jungen Countertenor das Konzert- und Oratorienrepertoire am Herzen. Lieder- und Arienabende gab er beispielsweise beim Luzerner Festival, der Schubertiade in Hohenems und dem Festival „Winter in Schwetzingen“. Als Solist trat er bereits in den Philharmonien in Essen und Köln, der Frauenkirche in Dresden, der Chapelle Royale de Versailles, der Laeiszhalle Hamburg, beim Festival Grafenegg und den Festwochen für Alte Musik Innsbruck auf. Fruchtbare Partnerschaften führen Valer Sabadus immer wieder mit führenden Ensembles für Alte Musik zusammen, darunter Concerto Köln, das Kammerorchester Basel, die Hofkapelle München, das Ensemble L’Arpeggiata und Il pomo d’oro.

Die abwechslungsreiche Diskographie von Valer Sabadus reicht von frühbarocken Werken Claudio Monteverdis und Francesco Cavallis über die italienische Sakral- und Opernmusik bis hin zu zeitgenössischen Werken Enjott Schneiders. Dafür wurde er mehrfach mit bedeutenden Schallplattenpreisen ausgezeichnet, u.a. mit dem ECHO Klassik 2012 und 2015 sowie von der ICMA zum Young Artist of the Year – Vocal 2013 gekürt.

Saison 2016/2017 

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