Biografie
Charles Dutoit, Chefdirigent
Yannick Nézet-Séguin, designierter Music Director
Das Philadelphia Orchestra gehört zu den führenden Orchestern der Welt. Seit seiner Gründung im Jahre 1900 ist es berühmt für seine künstlerische Klasse und hat das Publikum mit Tausenden von Konzerten in Philadelphia und aller Welt begeistert.
Künstlerische Leitung
Mit nur sieben Music Directors in über einem Jahrhundert konstanter musikalischer Qualität verdankt das Philadelphia Orchestra sein außergewöhnliches künstlerisches Erbe der Leitung und Innovationsbereitschaft von Fritz Scheel (1900-1907), Carl Pohlig (1907-1912), Leopold Stokowski (1912-1941), Eugene Ormandy (1936-1980), Riccardo Muti (1980-1992), Wolfgang Sawallisch (1993-2003) und Christoph Eschenbach (2003-2008).
Nach dreißig Jahren gefeierter Zusammenarbeit mit dem Philadelphia Orchestra setzt Charles Dutoit die Tradition als Chefdirigent fort. In der Saison 2012/2013 wird ihn das Orchester mit dem Titel des Ehrendirigenten auszeichnen. Im Juli 2010 beging er das 30-jährige Jubiläum seines Debüts bei diesem Orchester, und seit jenen ersten Auftritten hat Charles Dutoit hunderte Konzerte in Philadelphia, der Carnegie Hall und auf Tourneen dirigiert. Außerdem wirkt er als künstlerischer Leiter der Sommerkonzerte im Mann Center for the Performing Arts, als künstlerischer Leiter und Chefdirigent der Sommer-Residency im Saratoga Performing Arts Center und nun auch als Chefdirigent. Mit seiner Rolle als Ehrendirigent setzt er diese starke und dauerhafte Verbindung fort.
Im Juni 2010 wurde Yannick Nézet-Séguin zum nächsten Music Director des Philadelphia Orchestra ernannt und kam als designierter Music Director sofort ins Führungsteam des Orchesters. Yannick Nézet-Séguin übernimmt die Position des Music Director mit der Saison 2012/2013. Neben den von Charles Dutoit und Yannick Nézet-Séguin geleiteten Konzerten wird sich das Publikum in den Spielzeiten 2010/2011 und 2011/2012 auch an den Auftritten gefeierter internationaler Gastdirigenten erfreuen können.
Zu Hause in Philadelphia
Mit seinen Konzerten, Präsentationen und Einspielungen erreicht das Philadelphia Orchestra jedes Jahr über eine Million Musikliebhaber in aller Welt. In der Wintersaison (September bis Mai) residiert das Orchester im Kimmel Center for the Performing Arts, wo es die Verizon Hall mit 2500 Plätzen und das Perelman Theater mit 650 Plätzen nutzt, letzteres für Kammermusikkonzerte. Das Sommerprogramm umfasst die Open-Air-Konzertreihe im Mann Center for the Performing Arts wie auch die kostenlosen Neighborhood Concerts im Großraum Philadelphia. Die Philadelphia Orchestra Association ist seit 1957 Eigentümer der Academy of Music, in der das Orchester 101 Spielzeiten lang aufgetreten ist. In jedem Januar kehrt das Ensemble zum mit Spannung erwarteten Academy Anniversary Concert and Ball in das denkmalgeschützte Theater zurück.
Das Philadelphia Orchestra ist außerdem das ganze Jahr über im Großraum Philadelphia anzutreffen, wo es zahlreiche Bildungs- und Partnerschaftsprogramme betreibt.
Auftritte in den USA
Das Orchester gibt auch außerhalb Philadelphias eine Reihe von Konzerten, so bei den jährlichen Auftritten in der New Yorker Carnegie Hall und der dreiwöchigen Residency im Saratoga Performing Arts Center im Bundesstaat New York. Das Ensemble tritt darüber hinaus mehrfach beim Bravo! Vail Valley Music Festival auf und spielt regelmäßig im John F. Kennedy Center for Performing Arts in Washington, D.C.
Lauter Premieren
Das Philadelphia Orchestra kann unzählige Premieren vorweisen. So erlebten hier bedeutende Werke wie Mahlers 8. Symphonie („Symphonie der Tausend”), Strawinskys Le Sacre du Printemps, Schönbergs Gurrelieder, Rachmaninoffs Sinfonische Tänze und Barbers Violinkonzert ihre amerikanische Uraufführung.
Auch die Tourneegeschichte des Philadelphia Orchestra ist von bedeutenden Ereignissen geprägt. 1936 unternahm es als erstes amerikanisches Orchester eine Tournee quer über den Kontinent, überquerte 1949 als erstes amerikanisches Orchester nach dem Zweiten Weltkrieg den Atlantik und besuchte Großbritannien, trat 1973 als erstes amerikanisches Orchester in der Volksrepublik China auf und besuchte 1999 als erstes amerikanisches Orchester Vietnam.
Auf seiner Asientournee 2010 wurde das Ensemble in China, Japan und Korea begeistert empfangen und setzte so einen weiteren Meilenstein in seiner Geschichte als Botschafter der Musik, die die Menschen vereint.
Mit immer neuen Medien zum Publikum
Das Orchester blickt auch auf eine innovative Medienarbeit zurück. Es legte als erstes Orchester elektrische Aufnahme vor (1925), gestaltete die erste eigene kommerziell finanzierte Radiosendung (1929), spielte die Filmmusik zu einem Spielfilm ein (Paramounts The Big Broadcast of 1937), trat als erstes Orchester in einer landesweiten Fernsehsendung auf (1948) und stellte als erstes großes Orchester einen Live-Cybercast eines Konzertes ins Internet (1997) und übertrug als erstes großes Orchester ein Konzert über das Internet2 gleichzeitig auf verschiedene Großleinwände.
Im Juni 2009 gab das Philadelphia Orchestra seine Zusammenarbeit mit SpectiCast bekannt, die die Ausstrahlung ausgewählter Konzerte in privaten Kinos und Konzertsälen ermöglicht, beispielsweise in Altenheimen und Universitäten. Im Januar 2010 begründete das Orchestra eine neue Partnerschaft mit IODA, durch die Live-Einspielungen für digitale Musikanbieter wie iTunes, Amazon, Rhapsody, eMusic und Hdtracks möglich werden.
Weitere Informationen finden Sie unter www.philorch.org
SAISON 2011/2012

