Hungarian National Philharmonic Orchestra
© Andrea FelvégiOrchester
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Biografie

Seit August 1997 ist Zoltán Kocsis Musikalischer Leiter des Hungarian National Philharmonic Orchestra. Von der Bedeutung, dem Einsatz und der Leistung des Ensembles zeugt, dass es vom Ministerium für Nationales Kulturelles Erbe zusammen mit dem Nationalchor zur herausragenden nationalen Institution ernannt wurde.

In den vergangenen Jahren wurde das Orchester häufig ins Ausland eingeladen. Seit 1997 hat es in vierzig Ländern über hundert Konzerte gegeben und ist dabei in Sälen wie der Avery Fisher Hall in New York, der Suntory Hall in Tokio, der Birmingham Symphony Hall, dem Megaron Musicos in Athen und beim Festival de Música de Canarias aufgetreten. Die Kritiker des renommierten Online-Magazins ConcertoNet ehrten das Orchester mit dem Lully Award für das beste Konzert der Saison, das im Februar 2003 in New York stattfand. 2011 trat das Ensemble in Brüssel im BOZAR und im Vatikan auf, wo es vor Papst Benedikt XVI. spielte. Im selben Jahr unternahm das Orchester eine ausgedehnte Deutschlandtournee und war zu Gast beim Krakauer Mahler-Festival. 2012 reiste das Orchester zu besonderen Anlässen in die angrenzenden Nachbarländer wie die Slowakische Republik, die Ukraine, Rumänien und Serbien, wobei die Konzertprogramme ein Werk eines berühmten Komponisten des jeweiligen Gastgeberlandes beinhalteten. Im März 2013 nahm das Orchester am Bogota Beethoven Festival teil, weitere Pläne für 2013 sehen Konzerte in den Niederlanden, Deutschland und Österreich vor. 

Die Saisonkonzerte des Orchesters sind überaus erfolgreich, und das Orchester tritt jedes Jahr mit international gefeierten Solisten oder Dirigenten wie Ingrid Fliter, Michail Jurowski, Leonid Kuzmin, Alexei Volodin, Michail Agrest, Howard Williams, Gilbert Varga, Segei Nakarjakov, Jörg Widmann, Wolfgang Schöne, Andrea Rost, Gidon Kremer, Sergei Krylov, Vadim Repin, Natalia Gutman, Yuya Wang, Kristóf Baráti und Miklós Perényi auf.

Im Frühjahr 2003 produzierte das Hungarian National Philharmonic Orchestra eine CD mit Zoltán Kocsis’ Arrangements von Werken Debussys und Ravels, die erste Einspielung des neu organisierten National Symphony Orchestra. Sie gewann auf Anhieb den Preis als „bestes ungarisches Klassikalbum des Jahres“, der von den Kritikern der Musikzeitschrift Gramofon vergeben wird. Im Februar 2004 erschien das zweite Album mit drei Werken von Bartók – einem Konzert, der Tanz-Suite und Acht Improvisationen über ungarische Bauernlieder. Die Einspielung erhielt im In- und Ausland zahlreiche Preise, darunter in Cannes den MIDEM Classical Award für die beste klassische Orchestereinspielung des Jahres.

Zoltán Kocsis war künstlerischer Leiter des Projektes Bartók New Series, einer Neu-Edition des Gesamtwerks von Bartók, die im Dezember 2006 startete und bei Hungaroton Classic erschien. Die Einspielungen wurden in Ungarn wie auch international von der Kritik gefeiert. Die zweite Folge der Bartók New Series (Kossuth-Symphonie, Der holzgeschnitzte Prinz) gewann einen weiteren MIDEM Classical Award. Die weiteren Alben der Serie waren gleichermaßen erfolgreich. So wählten 23 Kritiker des BBC Music Magazine die zehnte Folge der Bartók New Series (Musik für Saiteninstrumente, Schlagwerk und Celesta, Divertimento, Ungarische Skizzen) zur „Platte des Monats“. Die neunte Folge der Bartók New Series (Violinkonzert, Violin-Rhapsodien) erhielt 2011 den Preis der deutschen Schallplattenkritik und war auch für den International Music Award nominiert.

SAISON 2013/2014

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Tourneen

Hungarian National Philharmonic OrchestraZoltán Kocsis
  • Martin Stadtfeld
01.04.2017 - 12.04.2017
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