„Hexenmeister der Harfenkunst“
Welt onlineBiografie
Xavier de Maistre wird allgemein als der Künstler gefeiert, dem es gelungen ist, die Harfe aus dem Bereich der zarten, zwar wunderbaren, aber doch sehr sanften Töne hervorzuholen, in den man sie allzu schnell einordnet. In Toulon geboren, wurde er zuerst am dortigen Konservatorium ausgebildet und vervollständigte seine Studien bei Jacqueline Borot und Catherine Michel in Paris. Gleichzeitig studierte er Politische Wissenschaften an der „Ecole des Sciences Politiques“ und später an der „London School of Economics“. 1998 gewann Xavier de Maistre den 1. Preis beim „USA International Harp Competition“ Bloomington. Mit 24 Jahren wurde er bei den Wiener Philharmoniker aufgenommen und verließ diese 2010 wieder, um sich ausschließlich seiner Solokarriere zu widmen.
Als Solist konzertiert Xavier de Maistre regelmäßig in den bedeutenden Konzerthäusern Europas, Japans und der USA; er trat bereits mit zahlreichen renommierten Orchestern auf und arbeitete mit Dirigenten wie Sir André Previn, Sir Simon Rattle, Riccardo Muti, Daniele Gatti, Josep Pons, Bertrand de Billy und Philippe Jordan zusammen. Im Mai 2002 spielte er als erster Harfenist in der Geschichte der Wiener Philharmoniker ein Solokonzert mit diesem Orchester. 2009 wurde er als bester Instrumentalist des Jahres mit dem Echo-Klassikpreis ausgezeichnet.
In der Saison 2012/13 gibt de Maistre sein Debüt beim Gürzenich Orchester Köln, dem DSO Berlin, dem Philharmoniker Hamburg, dem Konzerthausorchester Berlin, dem Kammerorchester Lausanne, dem Orchestre Philharmonique von Radio France sowie dem WDR Sinfonieorchester Köln. Außerdem ist er mit dem Windsbacher Knabenchor auf Deutschlandtournee. Duoabende mit Diana Damrau führen ihn nach Paris und Lyon, mit Mojca Erdmann gastiert er beim Musikfest Bremen. Zusammen mit Arabella Steinbacher ist er in München zu hören. Weitere Kammermusikpartner sind Daniel Müller-Schott, Magali Mosnier sowie das Carmina Quartett.
Seit 2001 ist Xavier de Maistre Professor an der Musikhochschule Hamburg und gibt regelmäßig Meisterkurse an der Juilliard School New York, der Toho University Tokyo und dem Trinity College London.
Erste CDs erschienen bei Harmonia Mundi und Claves. Seit 2008 nimmt er exklusiv für RCA/ Sony Music auf. Bei diesem Label wurden Werke von Debussy, eine Einspielung von Joseph Haydns Klavierkonzerten sowie spanisches Repertoire (u.a. Rodrigos Concierto de Aranjuez) veröffentlicht. Im Frühjahr 2012 erschien „Notte Veneziana“, eine Aufnahme von Barockkonzerten mit dem Ensemble l’arte del mondo. Diese CD wurde von der Presse hoch gelobt und gelangte unter die Top-Ten der Klassik-Charts in Deutschland und Frankreich.
SAISON 2012/2013
Zitate
„Hexenmeister der Harfenkunst: [...] Kein wolkiges Salon-Odeur, keine Nippes-Süße umwehen ihn, seine Tonmalerei, mit schier unglaublicher Fingerfertigkeit ausgeführt, lenkt den Blick ins Heute, selbst wenn er Werke von Antonio Vivaldi und dessen Zeitgenossen Alessandro Marcello und Francesco Durante spielt.“
Welt online, Monika Nellissen, 11.5.12„Worin das Mehr besteht, nämlich in der perfekten Balance der melodischen Linie, in der Kunst des Belcanto auf der Harfe – man wird es wohl nur von einem Musiker wie Xavier de Maistre so schön zu hören bekommen.“
Stuttgarter Zeitung, Annette Eckerle, 17.12.11„De Maistre glänzte mit atemberaubender Technik, dramatischer Aussage und reicher Klangphantasie. Das reichte von kaum vernehmbarem ätherischen Effekten bis zur größtmöglichen Klangentfaltung mit messerscharfen Glissandi im ff.“
Straubinger Tagblatt, Werner Haas, 9.7.11



