Tung-Chieh Chuang
© Dmitri GolovanovKünstler

"Schon nach den ersten Takten war klar, welch außergewöhnliche Begabung sich hier präsentierte."

Frankfurter Allgemeine Zeitung
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Biografie

Tung-Chieh Chuang ist der gefeierte Gewinner des Internationalen Malko-Wettbewerbs 2015 in Kopenhagen. Mit Bravour konnte sich der junge Dirigent aus Taiwan in einem großen Feld von Bewerbern behaupten und diesen prestigeträchtigen Preis erringen. Zuvor hatte Chuang bereits einen 2. Preis sowie den Audience Award beim Solti-Wettbewerb in Frankfurt gewonnen, ein 1. Preis wurde nicht vergeben. Außerdem ist er Preisträger des Gustav Mahler Wettbewerbs in Bamberg und des Jeunesse Musicales Conducting Competition in Bukarest.

Gastdirigate führten Tung-Chieh Chuang unter anderem zu den Bamberger Symphonikern, zum Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, Danish National Symphony Orchestra, Royal Stockholm Philharmonic, Polish Radio Symphony Orchestra Katowice, RTÉ Symphony Orchestra Dublin, Orchestre Philharmonique du Luxembourg, Tapiola Sinfonietta, Turku Philharmonic, Seoul Philharmonic, Taiwan Philharmonic, Macao Orchestra und Shanghai Symphony Orchestra. Er arbeitete wiederholt mit dem MDR Sinfonieorchester Leipzig, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn.


Höhepunkte der Spielzeit 2017/2018 sind seine Debüts beim BBC Symphony Orchestra, Helsinki Philharmonic, Gothenburg Symphony und Oslo Philharmonic Orchestra. Er wird erstmals mit dem Tonkünstlerorchester Niederösterreich, den Bochumer Symphonikern, der Württembergischen Philharmonie Reutlingen, Bergen Philharmonic, den Sinfonieorchestern in Trondheim und Malmö und dem Swedish Chamber Orchestra arbeiten. Wiedereinladungen führen ihn zur Oviedo Filarmonia, Qatar Philharmonic, Tampere Philharmonic und zum Sønderjyllands Symphony Orchestra. In Asien wird er Konzerte mit dem National Taiwan Symphony Orchestra, Kaohsiung Symphony Orchestra und Hangzhou Philharmonic leiten. Im Januar 2018 gibt er sein Debüt in Kanada beim Kitchener Waterloo Symphony Orchestra.

2010 erhielt Chuang die Edwin B. Garrigues Fellowship des Curtis Institute of Music. Als einer der Mitorganisatoren stellte er ein Jahr später in Philadelphia das Curtis Japan Benefit Concert auf die Beine, dessen Einnahmen dem Roten Kreuz Japan als Hilfe für die Erdbebenopfer vom März 2011 gespendet wurden. 2012 initiierte er den ersten Orchester-Flashmob in Taiwan.

Tung-Chieh Chuang zeigte schon als Kind großes musisches Talent. Er entstammt einer Familie professioneller Musiker und lernte früh, Horn und Klavier zu spielen. Sein erstes öffentliches Konzert gab er mit 11 Jahren. Er studierte am Curtis Institute in Philadelphia und an der Musikhochschule Weimar. Zu seinen Mentoren gehören Mark Gibson, Gustav Meier, Otto-Werner Mueller und Nicolás Pasquet.

Bevor er sich 2007 für eine musikalische Karriere entschied, erwarb Tung-Chieh Chuang einen Bachelor in angewandter Statistik an der Purdue University (USA). Heute lebt der 35-jährige Dirigent mit seiner Familie in Berlin.

SAISON 2017/2018

Zitate

„[Tung-Chieh Chuang] zeigte bei seinem Auftritt vor der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen souveräne Führungsqualitäten [...] ein überwältigendes Klangerlebnis [...] grandios!“

Weser-Kurier, Gerd Klingeberg, 01.02.16

„Hier war [...] ein Feuerkopf mit Übersicht am Werk, für den nur voller Einsatz zählt.“

Thüringer Allgemeine, Hans-Jürgen Thiers, 25.05.15

„Schon nach den ersten Takten […][Ouvertüre zu Der Fliegende Holländer von Richard Wagner] war klar, welch außergewöhnliche Begabung sich hier präsentierte. [...] In der geschmeidigen Verbindung der Situationen, der agogischen Führung der Themen und der hochdifferenzierten Klangfarbengestaltung [Strauss Don Juan] zeigte sich die Pranke des künftigen Maestro.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Wolfgang Heinringer, 23.02.15

„[…] Tung-Chieh Chuang, der mit umsichtigem, gut abnehmbarem Dirigat für eine wohldurchdachte Gestaltung verantwortlich zeichnete. Das Ergebnis: Mendelssohns Schottische Sinfonie in einer sensationellen, vom spezifischen Kammerphilharmonie-Klang bestimmten Version, deren sprühendes Temperament, gespreizte Dynamik, spannungsvollen dramatischen Sequenzen und luzider Farbenreichtum kaum zu überbieten sein dürften.“

Weser-Kurier, 02.02.15

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