"Sie steckt mit ihrer Kunst, ihrem Charisma und ihrer zuverlässigen Technik manch andere Kollegen in die Tasche."
Frankfurter Allgemeine ZeitungBiografie
Tanja Tetzlaff verfügt über weit gefächertes Repertoire, das sowohl Standardwerke der klassischen Solo- und Kammermusikliteratur als auch Kompositionen des 20. und 21. Jahrhunderts umfasst. Bei NEOS erschien im Jahr 2011 die CD mit den Cellokonzerten von Wolfgang Rihm und Ernst Toch. Anlässlich einer erneuten Aufführung des Rihm „Konzert für Cello und Orchester in einem Satz“ wurde sie in der Presse u.a. als „überragende Solistin“ bezeichnet.
Sie studierte an der Musikhochschule Hamburg bei Professor Bernhard Gmelin und am Mozarteum Salzburg bei Professor Heinrich Schiff.
Nach der erfolgreichen Teilnahme an vielen internationalen Wettbewerben spielte sie mit zahlreichen renommierten Orchestern, u.a. mit den Orchestern der Tonhalle Zürich, des Bayerischen Rundfunks und des Konzerthaus Berlin, dem Royal Flandern Orchestra und dem Orquesta Nacional de Espana, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, sowie dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Orchestre de Paris und dem Cincinnati Symphony Orchestra. Dabei arbeitete sie zusammen mit namhaften Dirigenten wie Lorin Maazel, Daniel Harding, Sir Roger Norrington, Philippe Herreweghe, Vladimir Ashkenazy, Dmitrij Kitajenko, Paavo Järvi, Michael Gielen, Heinz Holliger und vielen anderen.
Tanja Tetzlaff beginnt die Saison 2012/13 mit Festivalauftritten beim Grant Park Festival Chicago unter der Leitung von Carlos Kalmar sowie mit dem Orchestre symphonique de Montréal (Kent Nagano) in Montréal. Neben einer Tour mit dem Tetzlaff Quartett nach Oslo, Köln, London, Zürich, Freiburg, Berlin und Paris wird sie im Frühjahr 2013 eine Kammermusikwoche in New York, 92nd Y, mit gestalten.
Regelmäßig konzertiert sie in renommierten Kammermusikreihen und bei Festivals wie z.B. dem Heidelberger Frühling und den Festivals in Bergen, Baden-Baden und Edinburgh und gehört zu der Kernbesetzung des Heimbach-Festivals „Spannungen“. Ihre Kammermusikpartner sind hierbei u.a. Lars Vogt, Leif Ove Andsnes, Alexander Lonquich, Antje Weithaas, Florian Donderer, Baiba und Lauma Skride und ihr Bruder Christian Tetzlaff, mit dem sie das Tetzlaff Quartett gegründet hat. Gemeinsam mit Florian Donderer organisiert sie eine Konzertreihe im Sendesaal Bremen.
Eine CD des Tetzlaff Quartetts mit Werken von Sibelius und Schönberg erschien bei CAvi-music, eine weitere CD mit den Klaviertrios von Schumann, eingespielt mit Christian Tetzlaff und Leif Ove Andsnes bei EMI – beide auf der Bestenliste der Deutschen Schallplattenkritik 2011.
Mit ihrer Duopartnerin, der Pianistin Gunilla Süssmann, spielt sie regelmäßig in den großen Konzertreihen in Deutschland und Skandinavien. Werke von Sibelius, Grieg und Rachmaninov hat das Duo bei CAvi-music eingespielt – eine Aufnahme mit den Brahmssonaten erscheint im September 2012.
Tanja Tetzlaff spielt ein Cello von Giovanni Baptista Guadagnini aus dem Jahre 1776.
SAISON 2012/2013
Zitate
„Dank der überragenden Solistin Tanja Tetzlaff fügte sich auch die entwickelnde Variation eines markanten Kernmotivs sowie die an Debussy orientierte Akkordik und Instrumentation wie selbstverständlich zum Programm. Erst gegen Ende wurde die Virtuosität durch demonstrativ banale Bläserfloskeln ironisiert und in zartesten Adagietto-Schmelz aufgelöst.“
Kölner Stadtanzeiger, Rainer Nonnenmann, 20.06.12„Auch sie ist ein Interpretentypus, der sich immer in den Dienst der Musik stellt und nicht als abgehobenes Solo brilliert. Sie verhalf dem allzu konventionellen, etwas redundanten „Konzert für Cello und Orchester in einem Satz“ von Wolfgang Rihm […] zu kraftvoller Wirkung. Sehr gut artikuliert und klangschön arbeitete sie den großen Bogen der Kantilene, eines permanenten Singens heraus.“
Bremer Kreiszeitung, Ute Schalz-Laurenze, 18.06.12„Tanja Tetzlaff meisterte das „Konzert für Cello und Orchester in einem Satz“ von Wolfgang Rihm nicht nur spieltechnisch absolut souverän, sondern sie vermochte die stilistische Vielfalt dieses Werkes zwischen großzügiger Koketterie mit der Romantik und wiederum „entfremdeten“ Klangefekten konzentriert zusammenzufassen.“
Weserkurier, Èva Pintér, 18.06.12„Die Cellistin Tanja Tetzlaff legt mit den Solokonzerten von Wolfgang Rihm und Ernst Toch eindrückliche Beispiele des modernen und neuen Cellorepertoires vor. […] Mit dieser Interpretation Rihms erweist sich Tanja Tetzlaff zweifellos als scharfer Teil der Speerspitze des neuen Repertoires.“
Klassik.com, Tobias Roth, 26.05.12„Eine lebendigere oder auch differenziertere Vortragsweise als die von ihnen praktizierte lässt sich schwer vorstellen.“
Die Rheinpfalz, Gabor Halasz, 14.02.12„... eine der der begehrtesten Kammermusikpartnerinnen der Jetztzeit […]. Sie steckt mit ihrer Kunst, ihrem Charisma und ihrer zuverlässigen Technik manch andere Kollegen in die Tasche.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Eleonore Büning, 29.11.11„... wenn uneitle künstlerische Harmonie das große solistische Können veredelt, dann darf man wohl von einem echten Glücksfall sprechen.“
Rhein-Neckar-Zeitung, Klaus Roß, 01.04.11„Tanja Tetzlaff, als geistige Mitte bestens ins kammermusikalisch durchhörbare Orchestergeschehen integriert, ließ dem Konzert tänzerische Bewegungsfreiheit im Marschkorsett.“
St. Galler Tagblatt, Bettina Kugler, 05.02.11







