Perkussion Simone Rubino
Simone Rubino © Marco BorggreveKünstler

"Rubino sportelt nicht, Rubino tanzt hinter seinen Trommeln, Pauken und Marimbas."

Süddeutsche Zeitung
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Biografie

Simone Rubino entfacht in seinen Konzerten ein virtuoses Feuerwerk an ungehörten Klangfarben und rhythmischer Präzision – gleichzeitig verblüfft er mit einem empfindsamen und differenzierten Stil. Seine Bandbreite beweist er zu Beginn der Saison 2017/2018 auf seinem ersten Solo-Album „Immortal Bach“ (Genuin), das eine Bearbeitung Bachs dritter Cello-Suite Werken u.a. von Xenakis, Boccadoro und Cage gegenüberstellt. Zum Auftakt der neuen Saison spielt er bei der Biennale in Venedig mit dem Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI Tan Duns „The Tears of Nature“ unter der Leitung des Komponisten. Ein weiterer Höhepunkt ist die Europatournee mit den Pianistinnen Katia & Marielle Labèque. Mit einem Soloabend gibt er außerdem sein Debüt im Konzerthaus Dortmund, weitere Rezitale führen ihn zum BASF Ludwigshafen, ins Prinzregententheater München und zum Musikfest Bremen. Im Juni 2018 spielt er Konzerte mit dem niederländischen Klavierduo Lucas & Arthur Jussen in den Philharmonien von Köln und Essen. Im selben Monat konzertiert er erneut unter Zubin Mehta beim Maggio Musicale in Florenz.


 

Der junge Italiener, der 2014 fulminant den ARD Musikwettbewerb gewonnen hat, läutet eine neue Ära von Schlagzeugern ein, die sich mittlerweile im klassischen Konzertbetrieb etabliert haben. Er spielte Konzerte mit den Wiener Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia, dem hr-Sinfonieorchester, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, den Münchner Philharmonikern, Orchestra Del Maggio Musicale Fiorentino, dem Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo, dem Philharmonischen Orchester Darmstadt und dem Lexington Philharmonic Orchestra. Dabei arbeitete er mit Dirigenten wie Zubin Mehta, Gustavo Gimeno, Manfred Honeck, Tugan Sokhiev und Kazuki Yamada zusammen.

Neben seinen Auftritten als Solist liegt ihm die Kammermusik am Herzen, was seine Konzerte mit dem Esegesi Percussion Quartett bezeugen. Simone Rubino macht sich für die Erweiterung des Schlagwerk-Repertoires stark und arbeitet mit Komponisten wie Avner Dorman, Adriano Gaglianello oder Carlo Boccadoro zusammen.

Simone Rubino ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe, darunter der Universal Marimba Competition (Belgien), der Internationale Musikwettbewerb der ARD, der Crédit Suisse Young Artists Award und der Internationale Wettbewerb „Luigi Nono“ (Italien). Er ist gern gesehener Gast renommierter Festivals; dazu zählen das Lucerne Festival, der Heidelberger Frühling, „La Folle Journée“ in Frankreich und Japan, das Rheingau Musik Festival, die Schwetzinger Festspiele, Musicus Olympus (Russland) und die Pfingstfestspiele in Baden-Baden. 1993 in Turin geboren, studierte er zunächst in seiner Heimatstadt am Konservatorium Giuseppe Verdi, ehe er nach München zu Peter Sadlo wechselte. 

SAISON 2017/2018

Zitate

„So, wie Simone Rubino Bach spielt, erleben wir diese Musik selten: so klangbunt, virtuos und zugleich geradezu liebkosend sanft. […] Diese CD betört vor allem durch die unterschiedlichen Klangfarben, die der preisbehangene Schlagzeuger seinen diversen Instrumenten entlockt - und am Ende möchte man Bachs Musik am liebsten nur noch so hören.“

BR-Klassik, Kristin Amme, 09.09.2017

„Simone Rubino begeistert mit geschmeidig gesteigerten Paradiddles der wirbelnden Sticks, virtuosem Spiel an Trommelfassungen, sogar knieend am Fußgestänge, packender Multiplex-Rhythmik, er variiert Dynamik famos mit unterschiedlich gepolsterten Mallet-Schlägeln. Gern spielt er mit den Stöcken reale Luftnummern, auch dieser Minimalismus ist reizvoll, frei von Penetranz.“

Dirk Richerdt, Rheinische Post, 23.06.2017

„[Simone Rubino] […] ist kein Akrobat, der mit seiner Schnelligkeit beeindrucken will, er ist schnell, um der Musik, seiner Musik noch mehr Ausdruck verleihen zu können. Er kann nämlich auch langsam. Und er kann leise.“

Bärbel Altendorf-Jehle, Schwarzwälder Bote, 07.06.2017

„Rubino lässt Bachs Töne nicht plaudern, verleiht ihnen jedoch alles an Pathos, was sie brauchen. Technische Perfektion bei ästhetischer Kantabilität – das muss man erst einmal so hinbekommen!“

Markus Mertens, Badische neueste Nachrichten, 07.06.2017

„Dialoge mit Jazzanklängen und Atmosphärischem, schwindelerregende Beschleunigungen und fesselnde Steigerungen schlugen in Bann.“

Rhein-Neckar-Zeitung, kö, 02.05.2017

„Rubino [ist] ein Tänzer. Einer, dessen natürliche Bewegung zur Musik zufällig Klang erzeugt, weil Klangkörper in der Nähe sind. Einer, der nicht gezwungen und forciert herumschlägt, sondern der leichtfüßig zwischen den verschiedenen Trommeln herumfliegt.“

Süddeutsche Zeitung, Rita Argauer, 20.07.2016

„Was soll man mehr bewundern: die unglaubliche Beweglichkeit, mit der er rasende Wirbel auf Trommeln, Tomtoms und Bongos entfacht, Klanghölzer klirren lässt oder am Xylofon entlangtanzt? Oder die Klangsensibilität, mit der Gongs, Glocken und Zymbeln mit hohen Streichern oder zarten Holzbläsern verschmelzen?“

Der Tagesspiegel, Isabel Herzfeld,17.02.2016

„Dann springt Rubino auf die Bühne. Nur eine kleine Trommel steht vor ihm. Er schlägt auf Fell und Rahmen, benutzt Stöcke, Filzschläge, Besen und seine bloßen Hände, er lässt es sanft rascheln, er klöppelt und drischt mit irrer Geschwindigkeit auf die Trommel.“

Hamburger Abendblatt, oeh, 01.02.2016

„Hart, dumpf, blechern und laut geht das zu, aber auch flüsterleise, zart.“

Siegener Zeitung, 17.09.2015

„Ein bisschen Artistik an der kleinen Trommel, leichtfüßger Tango an der Marimba, elektrische Soundspielereien, schließlich perkussive Wucht von Iannis Xenakis, und das alles getragen von Musikalität und Virtuosität: Der junge Italiener bereitet Freude, zumal er auch noch charmant moderiert.“

Neue Osnabrücker Zeitung, Ralf Döring, 30.08.2015

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Diskografie

Immortal BachWerke von Bach, Bocca, Cage und anderenSep. 2017, Genuin, CD, Verfügbar bei: iTunes Amazon