Klavier Peter Serkin
© Kathy ChapmanKünstler

One of the surpreme musicians of our time.

New York Magazine
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Biografie

Der amerikanische Pianist Peter Serkin gilt als einer der bemerkenswertesten und tiefsinnigsten Musiker unserer Zeit. Geprägt von seinem leidenschaftlichen Engagement für die Musik von der frühen Mehrstimmigkeit bis hin zu Werken zeitgenössischer Komponisten, versteht er es, dem Publikum eine Essenz aus fünf Jahrhunderten Repertoire zu vermitteln. Seine Konzerte ebenso wie seine Einspielungen finden weltweit größte Anerkennung und Respekt.

Peter Serkins musikalisches Erbe reicht mehrere Generationen zurück: Sein Großvater war der Geiger und Komponist Adolf Busch, sein Vater der Pianist Rudolf Serkin. Seit seinen Debüts beim Marlboro Festival und in New York 1959 tritt Peter Serkin regelmäßig mit den weltbesten Sinfonieorchestern auf. Er arbeitete mit großen Dirigenten wie Seiji Ozawa, Herbert Blomstedt, Pierre Boulez, Daniel Barenboim, Claudio Abbado, Simon Rattle, James Levine, Eugene Ormandy, George Szell und Rafael Frühbeck de Burgos. Zu seinen Kammermusikpartnern zählen Yo-Yo Ma, Alexander Schneider, Pamela Frank, das Budapest, das Guarneri, das Shanghai, das Orion und das Dover String Quartet.


 

Als ein engagierter Fürsprecher vieler Komponisten des 20. und 21. Jahrhunderts war Serkin maßgeblich daran beteiligt, die Musik von Schönberg, Webern, Berg, Strawinsky, Wolpe, Messiaen, Takemitsu, Henze, Berio, Wuorinen, Goehr, Knussen, Lieberson und anderen einem größeren Publikum zugänglich zu machen. Er hat zahlreiche bedeutende Werke, die speziell für ihn geschrieben wurden, zur Uraufführung gebracht, darunter Kompositionen von Takemitsu, Henze, Berio, Lieberson, Knussen und Wuorinen. Er selbst arrangierte kürzlich vierhändige Klavierliteratur von Mozart, Schumann und auch Adolf Busch für Orchester und Kammermusikensembles in unterschiedlicher Besetzung. Darüber hinaus fertigte er Arrangements der Orgel-Choralvorspiele von Johannes Brahms für Klavier zu vier Händen an.

Die Spielzeit 2017/2018 begann für Peter Serkin mit Konzerten in Japan. Es folgen Rezitale in Ashland, Sonoma, Fresno, Santa Barbara, Ridgewood und St. Paul mit einem Programm, bei dem er Mozart Sonaten mit Bachs Goldberg-Variationen kombiniert. Mit Orchestra Now, Anna Polansky und Leon Bostein spielt er Bartóks Konzert für 2 Klaviere in der New Yorker Carnegie Hall. Gemeinsam mit dem Dover Quartet bringt er das Klavierquintett von Brahms bei den South Mountain Concerts zu Gehör.

Höhepunkte der letzten Spielzeiten waren Konzerte mit den Sinfonieorchestern in Boston, Chicago, St. Louis und Sydney, mit New York Philharmonic, dem Gewandhausorchester Leipzig, der Staatskapelle Dresden, dem Orchestre de Paris und dem Scottish Chamber Orchestra. Im Mai 2017 begleitete er das Curtis Symphony Orchestra unter Osmo Vänskä auf einer Tournee durch Europa mit Konzerten in London, Berlin, Wien, Salzburg, Dresden, Bremen und Wroclaw. Rezitale führten ihn u.a. nach Hong Kong, Köln, Philadelphia, Detroit und New York.

Er trat in Tanglewood, La Jolla und Chautauqua auf. Im Sommer 2016 war er mit Konzerten, Kammermusik und im Klavierduo zu Gast beim Ravinia Festival, bei den BBC Proms und beim Bellingham Music Festival. Danach reiste er gemeinsam mit dem Bard Conservatory Orchestra nach Havanna/Kuba. Schließlich war er als Artist-in-Residence in mehreren Konzerten beim Santa Fe Chamber Music Festival zu hören.

Peter Serkin unterrichtet am Bard College Conservatory of Music.

SAISON 2017/2018

Zitate

„Zum Ereignis wurde Beethovens Sonate op. 109 – das Publikum war mit dieser monolithischen Meisterleistung restlos gewonnen. Die zugegeben Aria der Bach’schen Goldberg-Variationen tuschte Serkin so hinreißend zerbrechlich hin, dass man gerne auch noch die restlichen 50 Minuten gehört hätte.“

Kölner Stadt-Anzeiger, Stefan Rütter, 22.1.16

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