ViolineHyeyoon Park
© Benjamin EalovegaKünstler

„Es gibt Sieger, und es gibt künftige Stars.“

Münchner Merkur
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Biografie

Die 22-jährige Südkoreanerin Hyeyoon Park ist eine der vielversprechendsten Geigerinnen ihrer Generation. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen belegen schon heute ihr außergewöhnliches Talent: 2012-2015 London Music Masters Award, 2011 Borletti-Buitoni Trust Award, 2009 Erster Preis beim ARD-Musikwettbewerb sowie Prinz-von-Hessen-Preis der Kronberg Academy, 2007 Erster Preis beim Louis Spohr Wettbewerb. In ihrem Heimatland Südkorea wurde man erstmalig auf Hyeyoon Park aufmerksam, als sie im Alter von sechs Jahren beim Hankookilbo Wettbewerb den Grand Prix gewann. Hyeyoon Park wird von der Deutschen Stiftung Musikleben gefördert.

Hyeyoon Park erhielt ihren ersten Geigenunterricht mit vier Jahren und wurde bereits zwei Jahre später als Jungstudentin an der "Korean National University of Arts" aufgenommen. Ab 2003 studierte sie bei Piotr Milewski in Cincinnati/USA und wechselte im Jahre 2006 als Vierzehnjährige an die Berliner Hochschule für Musik "Hanns Eisler" zu Antje Weithaas. Seit 2010 studiert sie als „Junger Solist“ an der Kronberg Academy bei Christian Tetzlaff, ermöglicht durch das Nikolas-Gruber-Stipendium. Darüber hinaus nahm sie an Meisterkursen u.a. bei Gidon Kremer, Ivry Gitlis, Zakhar Bron und Thomas Brandis teil.

Die Konzertkarriere von Hyeyoon Park begann mit dem Debüt beim Seoul Philharmonic Orchester im Alter von nur neun Jahren. Seitdem spielte sie bereits mit vielen namhaften Klangkörpern, allein in Deutschland mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, hr-Sinfonieorchester Frankfurt, NDR Sinfonieorchester Hamburg, in Österreich mit dem Wiener Kammerorchester und international mit dem Montréal Symphony Orchestra, Sinfonieorchester des Mariinsky-Theaters St. Petersburg und dem NHK sowie Yomiuri Nippon Symphony in Tokio.

In der Saison 2014/15 gibt Hyeyoon Park ihr Debüt in Italien, beim Hong Kong Sinfonietta, den Northern Sinfonia Newcastle sowie bei Orchestern in Deutschland. Seit letztem Jahr gibt sie regelmäßig Rezitale mit dem Pianisten Florian Uhlig. Das Duo setzt im kommenden Jahr die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Rezitalen in Ostfriesland, Kassel und Mainz fort.

Eine Residency in der Kumho Hall Seoul im Jahr 2014 wird mit verschiedenen kammermusikalischen Partner fortgesetzt, da Rezitale und Kammermusikprojekte ihr besonders am Herzen liegen. Sie ist eine begehrte Partnerin auch für etablierte Kollegen wie Gidon Kremer, András Schiff, Yuri Bashmet, Daniel Hope, Lars Vogt, Alban Gerhardt und Jan Vogler. Sie tritt inzwischen regelmäßig bei großen europäischen Musikfestivals auf, so beim Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Rheingau Musik Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, Moritzburg Festival, Musica Viva Mainz, Kissinger Sommer, dem Festival Les Violons de la Paix und bei Musical Olympus in St. Petersburg.

Hyeyoon Park spielt eine Violine von dem deutschen Geigenbauer Stefan Peter Greiner.

SAISON 2014/2015

Zitate

„und anmutig erklang Parks Spiel. Unaufdringlich virtuos gestaltete Park den mit allerlei technischer Würze versehenen Allegretto-Teil. Leicht und tänzerisch formt sie dabei das Landlerthema, das schließlich eine Kärntner Volksweise mündet.“

Landshuter Zeitung, 01. Juli 2014

„Es ist schwer zu entscheiden, was man mehr bewundern sollte, ihre überlegene Finger- und Bogentechnik oder ihre variable Tongebung, die von beseeltem Ausdruck bis zu energischem, raumfüllenden Forte reichte.“

Coburg, 15. Mai 2013

„Als Solistin im Konzert für Violine und Orchester e-Moll op. 64 von Felix Mendelssohn-Bartholdy exzellierte die 20 Jahre alte Koreanerin mit einer auf die Innenseite des Werkes weisenden Auseinandersetzung. Als Genuss sui generis erwies sich ihre wie beiläufig makellose Modellierung feinster Details. Die spezifische Noblesse des Konzertes konnte sich wunderbar entfalten.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Benedikt Stegemann, 16.04.12

„Als die Geigerin Hyeyoon Park in der Carmen-Fantasie von Pablo de Sarasate ein virtuoses Feuer sondergleichen entfachte, glaubte man fast einen Anstieg der Raumtemperatur zu spüren. Bei der 19-jährigen Koreanerin begeistern die Sinnlichkeit und Leidenschaft des Musizierens.“

Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, Georg Pepl, 2.11.11

„Während Hyeyoon Park Jean Sibelius’ Violinkonzert in d-Moll so fantastisch autark, von jeglichem Ballast gereinigt darbietet, dass man tatsächlich das Gefühl hat, der nackten Musik zu begegnen […].“

Der Tagesspiegel, Daniel Wixforth, 21.09.11

„Die 17-jährige Koreanerin überstrahlt die 58. Ausgabe des ARD-Musikwettbewerbs in München. […] Wenn nicht alles täuscht, wurde hier ein neuer Superstar entdeckt. So, wie sie das Violinkonzert von Korngold ‚veredelte’, mit herrlich süffigem Ton und einer hinreißend selbstverständlichen Technik, hat sie schon heute keine Konkurrenz zu fürchten.“

Die Abendzeitung, Volker Boser, 21.09.09

„Es gibt Sieger, und es gibt künftige Stars. Zu Letzteren zählt Hyeyoon Park, die Entdeckung des diesjährigen ARD-Wettbewerbs […].“

Münchner Merkur, Markus Thiel, 21.09.09

„Beim sanften Paukenbeginn mochte man sich an Ludwig van Beethovens ähnlich anhebendes Violinkonzert erinnert fühlen, ihren solistischen Part legte Hyeyoon Park, die bei Christian Tetzlaff an der Kronberg Academy studiert, spannungsvoll vermittelnd aus. Spanisches und Kriegerisches, Hymnisches und Intrikates: Mit ihrer exzellenten Technik und ihrem so schwerelosen Ton changierte sie perfekt zwischen diesen Facetten des 1940 vollendeten, zehn Jahre später von Britten überarbeiteten Konzerts. Auf den wunderbar offen ausschwebenden Schluss-Triller ließ sie im Samstagskonzert noch eine dämonische Zugabe folgen, „Obsession“, den ersten Satz aus der zweiten Solo-Sonate des belgischen Geigenvirtuosen Eugène Ysaÿe.“

Mainzer Allgemeine Zeitung, 22.04.2014 von Axel Zibulski

„­Der Höhe­punkt des Abends war ohne Zwei­fel das Vio­lin­kon­zert e-Moll von Fe­lix Men­dels­sohn Bar­tholdy. Die erst 21-jäh­rige Süd­ko­rea­ne­rin Hyeyoon Park spielte keine see­len­lo­sen Töne her­un­ter, son­dern lebte die Mu­sik. Tech­nisch bril­lant be­ein­druckte sie mit ei­nem un­glaub­lich in­ten­si­ven und vir­tuo­sen Spiel. Die junge Künst­le­rin, die be­reits im Al­ter von 4 Jah­ren mit dem Gei­gen­spiel be­gann, formte die Mu­sik mit all den Klang­mög­lich­kei­ten ih­rer Vio­li­ne. Sie tat dies mit ei­ner so großen Ü­ber­zeu­gung, dass ihre Aus­drucks­weise für den Mo­ment des Hörens, die ein­zig Rich­tige war. Ge­nau an die­sem Punkt, für das fan­tas­ti­sche So­lo, war das Zu­sam­men­spiel mit dem Or­che­s­ter von großer Be­deu­tung. Es war eine un­mit­tel­bare Er­fah­rung, die Kor­re­spon­denz zwi­schen So­lis­tin und Or­che­s­ter zu be­ob­ach­ten“

LIPPE aktuell, 14. Juni 2014

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Diskografie

Korngold ViolinkonzertDas Violinkonzert von Korngold mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und Lawrence Renes. Livemitschnitt vom Preisträgerkonzert des ARD Wettbewerbs München 2009.Jun. 2010, BR Klassik, CD, Verfügbar bei: iTunes Amazon