Gustavo Gimeno
© Anne DokterKünstler

"Er atmet Gelassenheit und horcht dabei hellwach bis ins kleine Geäst von Partitur und Orchester."

Süddeutsche Zeitung
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Biografie

Gustavo Gimeno ist seit der Spielzeit 2015/2016 Musikdirektor des Orchestre Philharmonique du Luxembourg (OPL).

Den Beginn dieser musikalischen Partnerschaft zum Anlass nehmend, richtet Gustavo Gimeno in vielfältigen Konzertformaten einen besonderen Fokus auf die 1. Sinfonien von Beethoven, Mahler, Bruckner, Schumann und Schostakowitsch. Darüber hinaus wird das kompositorische Spektrum durch zeitgenössische Werke von Rihm, Berg oder Berio erweitert. Das OPL und er freuen sich auf Begegnungen mit Isabelle Faust, Frank Peter Zimmermann, Leonidas Kavakos, Anja Harteros und Stefan Dohr. Auch der Wiener Singverein wird in Luxembourg für Verdis Requiem zu Gast sein.

Ebenfalls in dieser Spielzeit setzt Gustavo Gimeno seine Zusammenarbeit mit dem Royal Concertgebouw Orchestra fort, mit dem er November 2015 auf Tournee nach Japan und Taiwan gehen wird. Weitere Wiedereinladungen führen ihn zu den Münchner Philharmonikern, dem Rotterdam Philharmonic Orchestra und Orchestra Verdi in Mailand. Erstmals steht er darüber hinaus am Pult des Orchestre National de France, Orchestre National de Capitol du Toulouse, Royal Liverpool Philharmonic Orchestra, der Staatskapelle Dresden und der Philharmonia Zürich.


 

Sein USA-Debüt gab Gustavo Gimeno im August 2015 beim Cleveland Orchestra. Des Weiteren debütiert er beim Pittsburgh Symphony Orchestra und im Rahmen des Ravinia Festivals 2016 beim Chicago Symphony Orchestra. In Japan steht er unter anderem am Pult des Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra.

Höhepunkte der Saison 14/15 waren Debüts unter anderem beim Gewandhausorchester Leipzig, dem City of Birmingham Symphony Orchestra und dem Danish National Symphony Orchestra.

Im März 2015 gab er mit einer Neuproduktion von Bellinis „Norma“ am Palau de les Arts Valencia unter der Regie von Davide Livermore seinen Opern-Einstand.

Gimenos musikalische Offenheit zeigt sich in der engen musikalischen Zusammenarbeit mit Komponisten wie Magnus Lindberg, Pierre Boulez, Peter Eötvös, George Benjamin, Theo Loevendie, Jacob ter Veldhuis oder dem jungen spanischen Komponisten Francisco Coll.

Geboren in Valencia, begann Gustavo Gimeno seine internationale Dirigentenkarriere 2012 als Assistent von Mariss Jansons. Zu dieser Zeit war er Solo-Schlagzeuger beim Royal Concertgebouw Orchestra. Maßgebliche Erfahrungen sammelte er zudem als Assistent von Bernard Haitink und Claudio Abbado, der ihn in als Mentor intensiv förderte und ihn in vielerlei Hinsicht prägte.

SAISON 2015/2016

Zitate

„Mit Wagners Siegfried-Idyll zu Beginn schafft Gimeno ein zartes Pianissimo der Streicher, das der Wagnerischen Eindeutigkeit einen feinsinnigen Charakter gibt […]. Mit Tschaikowskys „Romeo und Julia – Ouverture-Fantaisie“ gelingt ein facettenreiches Spiel, das […] in den abschließenden Ausschnitten aus Prokofjews „Romeo und Julia“ völlig lebendig, mitreißend und herrlich farbenreich wird.“

Süddeutsche Zeitung, Rita Argauer, 16.05.2014

„Gustavo Gimeno leitet als Einspringer für den erkrankten Lorin Maazel die [Münchner Philharmoniker] – und ist eine echte Entdeckung. […] Tschaikowskys „Romeo und Julia“-Ouvertüre hat man im Gasteig selten so transparent musiziert erlebt. Auch die Auswahl aus Prokofjews „Romeo und Julia“-Ballett kündete eindrucksvoll von den Qualitäten Gimenos.“

Abendzeitung München, Robert Braunmüller, 15.05.2014

„Gimeno kultiviert mit dem diesmal brillanten Orchestre Philharmonique einen hellen, transparenten von dumpfem Pathos völlig freien Orchesterklang und entdeckt zudem Farben in dieser Partitur neu […] Wunderbar! Dieser Dirigent ist eine Entdeckung!“

Trierischer Volksfreund, 10.05.2014

„There stands a real conductor, conducting beautifully and gracefully, Chailly with his right hand and Abbado with his left hand, keeping calm, cool and collected and giving every delicate entrance with distinct clarity...Yesterday, a true conductor was born in the Concertgebouw“

Het Parool, Erik Voermans, 07.02.2014

„Gimeno appears to be a natural talent. The complex 'Jeu de Cartes' by Stravinsky was perfect: rigorous and lyrical...Gustavo Gimeno has it all.“

NRC, Kasper Jansen, 07.02.2014

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