Gustavo Gimeno
© Anne DokterKünstler

"Er atmet Gelassenheit und horcht dabei hellwach bis ins kleine Geäst von Partitur und Orchester."

Süddeutsche Zeitung
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Biografie

Gustavo Gimeno ist seit der Saison 2015/16 Musikdirektor des Orchestre Philharmonique du Luxembourg.

Auch in seiner zweiten Luxembourger Saison bringen Gustavo Gimeno und das OPL bekannte Werke der großen Orchesterliteratur wie Mahlers 4. und Beethovens 7. Sinfonie, Ravels „Daphnis et Chloé“ oder Strawinskys „Sacre“ zu Gehör, zudem Auftragskompositionen von Mark-Anthony Turnage und Francisco Coll. Eine langfristige Zusammenarbeitet verbindet das OPL und Gustavo Gimeno künftig mit dem Klassiklabel PENTATONE.

Neben der künstlerischen Leitung des OPL führten ihn in jüngster Vergangenheit ausgewählte Gastdirigate zu Orchestern wie den Münchner Philharmonikern, dem Cleveland Orchestra, City of Birmingham Symphony Orchestra, Orchestre National de France, Rotterdam Philharmonic und der Philharmonia Zürich. 2015 leitete Gustavo Gimeno das Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam auf Asien-Tournee.


 

Erstmalig steht er in der Saison 2016/17 am Pult des Boston Symphony Orchestra, Chicago Symphony Orchestra, National Symphony Orchestra Washington, des Tokioter NHK Symphony Orchestra und des Orchesters der Academia Nazionale di Santa Cecilia.

Viele der Werke, die im Zentrum von Gustavo Gimenos erster Saison als Musikdirektor in Luxembourg standen, stehen auch im Mittelpunkt zukünftiger Konzerte: Mit Bruckners 1. Sinfonie kehrt er zu den Münchner Philharmonikern, mit der 1. Sinfonie von Schumann zum Royal Concertgebouw Orchestra und City of Birmingham Symphony Orchestra zurück. Mahlers 1. Sinfonie dirigiert er beim Philharmonia Orchestra in der Royal Festival Hall London und Schostakowitschs 1. Sinfonie mit dem Sydney Symphony Orchestra. Gleich zweifach stellt sich Gustavo Gimeno im Frühjahr 2017 in Wien vor: Mit dem OPL im Konzerthaus und den Wiener Symphonikern im Musikverein.

Sein Operndebüt gab Gustavo Gimeno 2015 mit Bellinis „Norma“ an der Oper in Valencia, im März 2017 dirigiert Gustavo Gimeno seine erste Luxembourger Opernproduktion, Verdis „Simon Boccanegra“.

Geboren in Valencia, begann Gustavo Gimeno seine internationale Dirigentenkarriere 2012, zu dieser Zeit Mitglied des Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, als Assistent von Mariss Jansons. Maßgebliche Erfahrungen sammelte er zudem als Assistent von Bernard Haitink und Claudio Abbado, der ihn als Mentor intensiv förderte und in vielerlei Hinsicht prägte.

SAISON 2016/2017

Zitate

„Mit Wagners Siegfried-Idyll zu Beginn schafft Gimeno ein zartes Pianissimo der Streicher, das der Wagnerischen Eindeutigkeit einen feinsinnigen Charakter gibt […]. Mit Tschaikowskys „Romeo und Julia – Ouverture-Fantaisie“ gelingt ein facettenreiches Spiel, das […] in den abschließenden Ausschnitten aus Prokofjews „Romeo und Julia“ völlig lebendig, mitreißend und herrlich farbenreich wird.“

Süddeutsche Zeitung, Rita Argauer, 16.05.2014

„Gustavo Gimeno leitet als Einspringer für den erkrankten Lorin Maazel die [Münchner Philharmoniker] – und ist eine echte Entdeckung. […] Tschaikowskys „Romeo und Julia“-Ouvertüre hat man im Gasteig selten so transparent musiziert erlebt. Auch die Auswahl aus Prokofjews „Romeo und Julia“-Ballett kündete eindrucksvoll von den Qualitäten Gimenos.“

Abendzeitung München, Robert Braunmüller, 15.05.2014

„Gimeno kultiviert mit dem diesmal brillanten Orchestre Philharmonique einen hellen, transparenten von dumpfem Pathos völlig freien Orchesterklang und entdeckt zudem Farben in dieser Partitur neu […] Wunderbar! Dieser Dirigent ist eine Entdeckung!“

Trierischer Volksfreund, 10.05.2014

„There stands a real conductor, conducting beautifully and gracefully, Chailly with his right hand and Abbado with his left hand, keeping calm, cool and collected and giving every delicate entrance with distinct clarity...Yesterday, a true conductor was born in the Concertgebouw“

Het Parool, Erik Voermans, 07.02.2014

„Gimeno appears to be a natural talent. The complex 'Jeu de Cartes' by Stravinsky was perfect: rigorous and lyrical...Gustavo Gimeno has it all.“

NRC, Kasper Jansen, 07.02.2014

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