Francesco Angelico
© Giancarlo PradelliKünstler

„Das ganze Orchester spielte mit mitreißender Freude“

Tiroler Tageszeitung
3 / 23

Biografie

Francesco Angelico ist seit der Spielzeit 2017/18 Generalmusikdirektor des Hessischen Staatstheaters Kassel.

Seinen Einstand in der Documenta-Stadt gibt er mit Giordanos „Andrea Chénier“ sowie Janáceks „Jenufa“, zudem dirigiert er die Wiederaufnahme von Puccinis „La Boheme“ sowie Sinfoniekonzerte. Während Angelicos vorerst auf vier Jahre ausgelegten Amtszeit kommt Wagners Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“ in der Regie von Markus Dietz zur Aufführung, beginnend in der Spielzeit 2018/19.


 

Francesco Angelico dirigiert regelmäßig an führenden Opernhäusern weltweit. Mit Rossinis „La Cenerentola“ kehrt er in aktueller Spielzeit an die Bayerische Staatsoper zurück, in vergangener Saison debütierte er mit Rossinis „Barbier von Sevilla“ am New National Theater Tokio.

Darüber hinaus folgte er einer Wiedereinladung zum Gewandhausorchester Leipzig und gab mit dem Bruckner Orchester Linz sein Debüt im Wiener Musikverein.

Nachdem Francesco Angelico 2001 sein Studium im Fach Violoncello am Konservatorium in Modena absolviert hatte, begann er 2003 sein Dirigierstudium bei Giorgio Bernasconi an der Musikhochschule Lugano, das er 2006 abschloss. In dieser Zeit war er als Assistent von Bernasconi im Rahmen der Konzertreihe für zeitgenössische Musik „900 Passato e presente“ des Schweizer Rundfunks in Lugano tätig. Nach wie vor nimmt die Pflege der zeitgenössischen Musik in Francesco Angelicos symphonischem Repertoire einen besonderen Stellenwert ein.

Francesco Angelico war von 2013 bis 2017 Chefdirigent des Tiroler Sinfonieorchesters Innsbruck und von 2015 bis 2017 auch des Tiroler Landestheaters. Für seine Einstudierung von Cileas „Adriana Lecouvreur“ erhielt er 2016 den Österreichischen Musiktheaterpreis.

2011 gewann Francesco Angelico den Deutschen Dirigentenpreis.

Francesco Angelico wurde 1977 in Caltagirone, Sizilien, geboren.

SAISON 2017/2018

Zitate

„Kassels neuer Generalmusikdirektor Francesco Angelico lässt diese Musik in all ihrer Farbigkeit, aber auch in ihrer Dringlichkeit und Gewalt aufscheinen und vereint die gegensätzlichen Momente unter einem großen Spannungsbogen.“

HNA, Werner Fritsch, 10.09.2017

„Der Chefdirigent mausert sich immer mehr zur interessantesten Figur des Tiroler Landestheaters. Ein Ästhet, der wunderbare Bläsersoli formulieren und das Tiroler Symphonieorchester mit warmer Fülle und geschmeidiger Flexibilität spielen lässt. Dvořáks Volksliedton missversteht Angelico nicht als Einladung zum spitzen, handfesten Musizieren. Selbst kleine Akzente bekommen ihren genau abgeschmeckten Klanggehalt. Keine verkappte Opernsymphonie vernimmt man da, sondern wirklich sängerfreundliche, substanzreiche Theatermusik.“

Merkur, 26.09.2016, Markus Thiel

„Der gebürtige Sizilianer, der vor zwei Jahren den Deutschen Dirigentenpreis gewann, beflügelte das Hessischer Staatsorchester und begeisterte das Publikum des 6. Sinfoniekonzerts. (…) Man darf sehr gespannt die weitere Karriere des jungen italienischen Dirigenten verfolgen.“

Wiesbadener Kurier, 15.03.2013, Axel Zibulski

„Das ganze Orchester spielte mit mitreißender Freude und wunderbaren Soli: Grandios!“

Tiroler Tageszeitung, 22.4.12

Zurück