KammermusikFauré Quartett
© Mat HennekKünstler

„Jede Note spielen, als wäre es die letzte.“

Frankfurter Rundschau
1 / 4

Biografie

Die Anforderungen haben sich verändert. Wer heute Kammermusik spielen will, kann sich nicht mehr auf das beschränken, was noch vor ein paar Jahrzehnten die Regel war. Die Ansprüche an die Vielfalt des Repertoires sind gewachsen und das schafft Freiräume für Ensembles wie das Fauré Quartett, das sich innerhalb weniger Jahre als weltweit führendes Klavierquartett ausgewiesen hat. Denn Dirk Mommertz (Klavier), Erika Geldsetzer (Violine), Sascha Frömbling (Viola) und Konstantin Heidrich (Violoncello) nützen die Möglichkeiten, die sich aus dieser Entwicklung ergeben. Sie erforschen neue Klangfelder der Kammermusik und bringen Kompositionen auf die Bühne, die bislang oft beiseite gelassen wurden.

Sie sind Visionäre ihres Fachs und ihre Experimente und Entdeckungen werden hoch geschätzt, ob sie mit der NDR Big Band spielen, mit Künstlern wie Rufus Wainwright oder Sven Helbig zusammenarbeiten, in Clubs wie Berghain, Cocoon Club oder „Le Poisson Rouge“ in New York auftreten und im KIKA sowie durch „Rhapsody in School“ Kinder für Kammermusik begeistern. Als das Fauré Quartett beispielsweise 2009 ein Album mit „Popsongs“ präsentierte, war die Reaktion Begeisterung bei Presse und Publikum. Im folgenden Jahr bekam das Ensemble den ECHO Klassik für „Klassik ohne Grenzen“ verliehen, der zweite seiner Art nach den Klavierquartetten von Johannes Brahms („Kammermusikeinspielung des Jahres“, 2008). Es sind nicht die einzigen Auszeichnungen. Das Spektrum der Ehrungen reicht vom Preis des Deutschen Musikwettbewerbs, dem Ensemblepreis der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern und Internationalen Wettbewerbspreisen über die Deutsche Schallplattenkritik bis hin zum Brahmspreis der Brahms Gesellschaft Schleswig-Holstein 2012 und dem Musikpreis der Stadt Duisburg 2012.


Die Musiker des Fauré Quartetts sind in vieler Hinsicht Pioniere. Nachdem sie sich 1995 gleich zu Beginn ihrer Studienzeit an der Musikhochschule in Karlsruhe im 150. Jubiläumsjahr Gabriel Faurés zusammengefunden hatten, wurde den Musikern schnell klar, dass sich in dieser Kombination neue Repertoirewelten erforschen ließen. Im Jahr 2006 unterschrieb das Fauré Quartett einen Vertrag bei der Deutschen Grammophon und war für alle sichtbar in der Champions League des Klassikgeschäfts angekommen. Es entstanden Aufnahmen, die Maßstäbe setzen, hoch gelobte Alben mit Werken von Mozart, Brahms, Mendelssohn und den Popsongs von Peter Gabriel bis Steely Dan.

Welttourneen tragen diese Kompetenz in die Ferne, internationale Meisterkurse geben sie an Studenten weiter. Die Mitglieder unterrichten außerdem an den Universitäten der Künste in Berlin und Essen. Darüber hinaus gehört die künstlerische Leitung des „Festspielfrühlings Rügen“ ebenso zu den herausragenden Aktivitäten des Fauré Quartetts wie die Arbeit als „Quartet in Residence“ an der Karlsruher Musikhochschule. Auf Reisen gastieren die Musiker in den wichtigsten Häusern der internationalen Konzertwelt vom Concertgebouw in Amsterdam über die Alte Oper in Frankfurt und die Berliner Philharmonie bis hin zum Teatro Colon in Buenos Aires und der Wigmore Hall in London, wo sie inzwischen fast jährlich Station machen. So setzt sich aus vielen künstlerischen Ingredienzien ein Ensembleprofil zusammen, das seinesgleichen sucht.

Das Fauré Quartett – ein Ensemble mit Weltgeltung und der Leidenschaft für besondere, maßgebliche Kammermusik.                                                                            (Text: Ralf Dombrowski)

Erika Geldsetzer, Violine                                Sascha Frömbling, Viola
Dirk Mommertz, Klavier                                  Konstantin Heidrich, Violoncello                    

SAISON 2014/2015

Zitate

„Wie Strauss als genialisch 21-jähriger viersätzig, in c-Moll, gegen Brahms-Schumann ankomponierte, führt das Fauré Quartett so virtuos wie entflammt vor, genauso Mahlers einzig erhaltene Kammermusik, das a-Moll-Quartett.“

Süddeutsche Zeitung, 6.5.14

„Die vier Musiker des derzeit wohl meistgelobten Klavierquartetts der europäischen Szene begeisterten ausnahmslos.“

Südwestpresse, Heinz Böhler, 26.04.12

„The Fauré Quartet members proved just as successful in Brahms’ Piano Quartet No. 1 in G minor, a much better-known quantity. Again, the musicians brought both strength and refined lyricism to the work, as with the vivacious lilt to the Intermezzo and a charming insouciance to the movement’s coda.“

Chicago Classical Review, 18.2.12

„Das Fauré Quartett […] gehört zum Besten, was man derzeit hören kann: Kraftvolle Diktion in allen vier Instrumenten bei gleichzeitiger Transparenz und Balance, virtuose Lust, rhythmischer Pfeffer und Klangfarbenvielfalt, dynamische Schattierungskunst, die Fähigkeit zur groß ausholenden Kantilenen ebenso wie die präzise Artikulation auch kleinster Satz- und Klangpartikel.“

Süddeutsche Zeitung, Harald Eggebrecht, 22.3.11

„Jede Note spielen, als wäre es die letzte.“

Frankfurter Rundschau, Jürgen Otten, 2.8.10

Zurück

Diskografie

"Wunderkind" - Mendelssohn: KlavierquartetteDas Fauré Quartett spielt Klavierquartette von MendelssohnMär. 2010, DGG, CD, Verfügbar bei: iTunes Amazon
PopsongsDas Fauré Quartett spielt Popsongs von A-HA, Pet Shop Boys und FeistSep. 2009, DGG, CD, Verfügbar bei: iTunes Amazon
Brahms: KlavierquartetteDas Fauré Quartett spielt die Klavierquartette op.25 & op.3 von BrahmsFeb. 2008, DGG, CD, Verfügbar bei: iTunes Amazon
Mozart: KlavierquartetteDas Fauré Quartett spielt Mozarts Klavierquartette KV 478 & 493Jan. 2006, DGG, CD, Verfügbar bei: iTunes Amazon