DirigentClemens Schuldt
© Felix BroedeKünstler

„... er schien der Brennpunkt der musikalischen Energie zu sein.“

Sindelfinger Zeitung
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Biografie

Clemens Schuldt, Preisträger des renommierten Londoner Donatella-Flick-Dirigierwettbewerbs 2010, ist einer der spannendsten jungen Dirigierten Deutschlands. Er war ein Jahr lang Assistant Conductor des London Symphony Orchestra. Das ermöglichte ihm die Arbeit mit renommierten Dirigenten wie Sir Colin Davis, Valery Gergiev, Daniel Harding und Sir Simon Rattle sowie die Leitung von  eigenen Projekten.

Clemens Schuldt konzertierte u.a. mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, WDR Rundfunkorchester Köln, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, Nordwestdeutsche Philharmonie Herford, Orchestre de Chambre de Lausanne, Orquesta Sinfonica de Radio Television Espanola Madrid, Real Filharmonia de Galicia, Lapland Chamber Orchestra und Philharmonia Wroclaw. Er musizierte mit Solisten wie Kit Armstrong, Ingrid Fliter, Daniil Trifonov, Narek Harkhnazaryan, Nemanja Radulovic, Xavier de Maistre, Miklós Perényi und Nils Mönkemeyer.

In der Saison 2013/14 leitet Clemens Schuldt erstmals das Scottish Chamber Orchestra, Netherlands Philharmonic mit Elizabeth Watts, Het Gelders Orkest Arnhem sowie die Uraufführung eines Liederzyklus von Albert Schnelzer mit Susanna Andersson und Helsingborg Symphony. Er dirigiert außerdem das Orchestre Philharmonique de Strasbourg, Orchestre National de Bordeaux, Orquesta Sinfonica de Castilla y Leon, Orchestra Sinfonica Haydn di Bolzano, National Polish Radio Symphony, die Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz, das Orchester des Staatstheater Wiesbaden und die Hofer Symphoniker. Beim Tiroler Symphonieorchester Innsbruck dirigiert er die Neujahrskonzerte.

Nach seinen erfolgreichen Debüts in Asien beim Osaka Symphony Orchestra und dem Ho Chi Minh City Ballet Symphony Orchestra wurde Clemens Schuldt für 2013/14 von Yomiuri Nippon Symphony und Hiroshima Symphony eingeladen.


 

Die Oper spielt eine zunehmend wichtige Rolle in Clemens Schuldts musikalischer Arbeit. Auf Einladung von Sir Colin Davis assistierte er in David McVicars Produktion von Mozarts „La clemenza di Tito" in Aix-en-Provence. Er dirigierte Offenbachs „Les contes d’Hoffmann" am Theater Osnabrück und Dvoraks „Rusalka" am Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen.

Besonderen Stellenwert hat für Clemens Schuldt die Arbeit mit Jugendorchestern und mit jungem Publikum. Neben der Leitung der „Discovery Concerts" des London Symphony Orchestra übernahm er drei Jugendkonzerte der Düsseldorfer Symphoniker in der „Ignition" Konzertreihe und ging mit dem hr-Sinfonieorchester Frankfurt auf Schulkonzerttournee. Er dirigierte „Peter und der Wolf" mit der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern sowie Werke von Strauss und Wagner mit dem Oberösterreichischen Jugendsinfonieorchester.

Der gebürtige Bremer studierte Violine an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf und spielte beim Gürzenich-Orchester Köln unter Markus Stenz und bei der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen unter Paavo Järvi. Es folgte ein Dirigierstudium bei Rüdiger Bohn in Düsseldorf und Mark Stringer in Wien. Sein Examen absolvierte Clemens Schuldt 2013 bei Nicolás Pasquet in Weimar. Seit 2010 ist er Stipendiat des Dirigentenforums des Deutschen Musikrats.

SAISON 2013/2014 

Zitate

„Der 1982 geborene Clemens Schuldt dirigiert das Orchester ausgezeichnet, sehr präzise und überlegen. [...] Zuletzt rückt noch einmal Schuldt in den Blick, mit der geballten Macht der symphonischen Dichtung „Illusion and Death“ von Maki Ishii (1936–2003), die er fabelhaft entschieden dirigiert.“

Der Tagesspiegel, Christiane Tewinkel, 19.06.13

„Der Gesamtklang dieses Orchesters ist auffällig ausgeglichen, warme Streicherklänge, ungetrübtes Vergnügen an intonationssicheren Bläserpartien […wobei] Clemens Schuldt die Zügel straff in der Hand behielt und die dynamischen wie auch rhythmischen Akzente mit Esprit herausarbeitete. Wie berechtigt es ist, dass dieser so bescheiden auftretende junge Mann es faustdick hinter den Ohren hat und in Fachkreisen schon jetzt als Star gefeiert wird, zeigte sich bei seiner überlegenen Gestaltung von Dvoráks achter Sinfonie. Frei von irgendwelchen Allüren ließ er die Musik fließen und lenkte zugleich das Orchester mit höchster Konzentration bis hinein ins kleinste Detail. Da verband sich höchstes Hörvergnügen mit dem dringenden Wunsch auf ein Wiederhören.“

Tageszeitung Hameln, Karla Langehein, 14.03.13

„Bei Joseph Haydns 8. Sinfonie “Le soir” und Wolfgang Amadeus Mozarts Klavierkonzert KV459 machte Clemens Schuldt gute Figur, […. Er ] ging beide Werke direkt und forsch an, beflügelte das Orchester zu enormer Spiellaune.“

Generalanzeiger Bonn, Christoph Zimmermann, 01.13

„Doch auch Dirigent und Orchester bildeten an diesem besonderen Abend eine Einheit. Der kurzfristig eingesprungene Clemens Schuldt dirigierte nicht nur, er schien der Brennpunkt der musikalischen Energie des gesamten Ensembles zu sein und diese wiederum zurück zu strahlen. So gelang eine ausgesprochen vitale Interpretation von Mendelssohns Streichersinfonie d-moll.“

Sindelfinger Zeitung, Friedrich Bach, 7.5.12

„Schuldt [...] führte das Orchester bemerkenswert stilsicher; die unangestrengt wirkende Darbietung vermochte magisch zu fesseln. Ungemein sanft und mild meisterte das Orchester das Menuett. Noch genauer austariert ließ sich die Balance zwischen den Instrumentengruppen kaum vorstellen. Bezaubernde Farbeffekte waren das Ergebnis.“

Das Orchester, Sascha Jouini, 4.12

„Als wollte er die verlorene Spannung nachliefern, legte der junge Maestro Clemens Schuldt in der zweiten Hälfte los wie dieFeuerwehr - und jagte das Orchester förmlich durch seine packende, mitunter schon fast atemlose Interpretation von Beethovensfünfter Sinfonie.“

Hamburger Abendblatt, Marcus Stäbler, 5.11.11

„Finally came Clemens Schuldt […] who found the ideal mix of tempi to let the Strauss tease and titillate, with its little accelerando seeming utterly organic. He then delivered Wagner’s Prelude and Liebestod with such delicately layered textures, such perfectly judged suspensions, and such nobility of expression that his win seemed a forgone conclusion.“

The Independent, Michael Church, 9.11.10

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