„... er schien der Brennpunkt der musikalischen Energie zu sein.“
Sindelfinger ZeitungBiografie
Clemens Schuldt, Preisträger des renommierten Londoner Donatella-Flick-Dirigierwettbewerbs 2010, ist einer der spannendsten jungen Dirigierten Deutschlands. Er war ein Jahr lang Assistant Conductor des London Symphony Orchestra. Dies ermöglichte ihm die Arbeit mit renommierten Dirigenten wie Sir Colin Davis, Valery Gergiev, Daniel Harding und Sir Simon Rattle sowie die Leitung von eigenen Projekten.
In der Saison 2012/13 gibt Clemens Schuldt sein Debüt beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und bei der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. Er folgt einer Wiedereinladung des WDR Rundfunkorchesters Köln und leitet eine Tournee der Nordwestdeutschen Philharmonie Herford (Programm: Ligeti, Aho, Weber, Dvorak). Nach seinem erfolgreichen Debüt in Mai 2012 mit dem Orquesta Sinfonica de Radio Television Española in Madrid, leitet er zwei weitere Konzerte in Spanien mit der Schubertiada Villabertan und dem Real Filharmonia de Galicia. Es folgen Debüts beim Lapland Chamber Orchestra und Helsingborg Symphony Orchestra. Weitere Engagements hat er beim Philharmonia Wroclaw, beim Orchestre de Chambre de Lausanne und beim Schleswig-Holsteinisches Sinfonieorchester. Er arbeitet mit Solisten wie Kit Armstrong, Ingrid Flitter, Daniil Trifonov, Narek Harkhnazaryan, Sergei Dogadin, Xavier de Maistre, Gabor Boldozcki und Johannes Fischer.
Anläßlich seines Asiendebüts leitete Clemens Schuldt das Osaka Symphony Orchestra und das Ho Chi Minh City Ballet Symphony Orchestra. Weitere Engagements bringen ihn zum Yomiuri Nippon Symphony, Hiroshima Symphony und Kyoto Symphony Orchestra.
Er kehrt als Assistent zum Concertgebouw Orkest Amsterdam zurück, um das Orchester und Lorin Maazel auf Tournee zu begleiten. Danach assistiert er Valery Gergiev beim Rotterdam Philharmonic, bevor er beim Nederlands Philharmonisch Orkest debütiert.
Die Oper spielt eine zunehmend wichtigere Rolle in Clemens Schuldts musikalischer Arbeit. Auf Einladung von Sir Colin Davis assistierte er ihm im Juni 2011 bei David McVicars Produktion von Mozarts „La clemenza di Tito“ in Aix-en-Provence. Er arbeitete mit Hermann Bäumer in Osnabrück an „Hoffmanns Erzählungen“ von Offenbach und hat mehrere Aufführungen von Dvoraks „Rusalka“ am Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen geleitet.
Besonderen Stellenwert hat für Clemens Schuldt die Arbeit mit Jugendorchestern und mit jungem Publikum. Neben der Leitung der „Discovery Concerts“ des London Symphony Orchestra und war auf Schulkonzerttournee mit dem hr-Sinfonieorchester Frankfurt. Er arbeitet mit dem Oberösterreichischen Jugendsinfonieorchester (Werke von Wagner und Strauss) und mit der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken-Kaiserslautern.
Der gebürtige Bremer studierte Violine an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf und spielte zunächst beim Gürzenich-Orchester Köln unter Markus Stenz und bei der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen unter Paavo Järvi. Es folgte ein Dirigierstudium bei Rüdiger Bohn in Düsseldorf und Mark Stringer in Wien; zur Zeit ist Clemens Schuldt Student von Nicolas Pasquet in Weimar. Seit 2010 ist er Stipendiat des Dirigentenforums des Deutschen Musikrats.
SAISON 2012/2013
Zitate
„Der Gesamtklang dieses Orchesters ist auffällig ausgeglichen, warme Streicherklänge, ungetrübtes Vergnügen an intonationssicheren Bläserpartien […wobei] Clemens Schuldt die Zügel straff in der Hand behielt und die dynamischen wie auch rhythmischen Akzente mit Esprit herausarbeitete. Wie berechtigt es ist, dass dieser so bescheiden auftretende junge Mann es faustdick hinter den Ohren hat und in Fachkreisen schon jetzt als Star gefeiert wird, zeigte sich bei seiner überlegenen Gestaltung von Dvoráks achter Sinfonie. Frei von irgendwelchen Allüren ließ er die Musik fließen und lenkte zugleich das Orchester mit höchster Konzentration bis hinein ins kleinste Detail. Da verband sich höchstes Hörvergnügen mit dem dringenden Wunsch auf ein Wiederhören.“
Tageszeitung Hameln, Karla Langehein, 14.03.13„Bei Joseph Haydns 8. Sinfonie “Le soir” und Wolfgang Amadeus Mozarts Klavierkonzert KV459 machte Clemens Schuldt gute Figur, […. Er ] ging beide Werke direkt und forsch an, beflügelte das Orchester zu enormer Spiellaune.“
Generalanzeiger Bonn, Christoph Zimmermann, 01.13„Doch auch Dirigent und Orchester bildeten an diesem besonderen Abend eine Einheit. Der kurzfristig eingesprungene Clemens Schuldt dirigierte nicht nur, er schien der Brennpunkt der musikalischen Energie des gesamten Ensembles zu sein und diese wiederum zurück zu strahlen. So gelang eine ausgesprochen vitale Interpretation von Mendelssohns Streichersinfonie d-moll.“
Sindelfinger Zeitung, Friedrich Bach, 7.5.12„Schuldt [...] führte das Orchester bemerkenswert stilsicher; die unangestrengt wirkende Darbietung vermochte magisch zu fesseln. Ungemein sanft und mild meisterte das Orchester das Menuett. Noch genauer austariert ließ sich die Balance zwischen den Instrumentengruppen kaum vorstellen. Bezaubernde Farbeffekte waren das Ergebnis.“
Das Orchester, Sascha Jouini, 4.12„Als wollte er die verlorene Spannung nachliefern, legte der junge Maestro Clemens Schuldt in der zweiten Hälfte los wie dieFeuerwehr - und jagte das Orchester förmlich durch seine packende, mitunter schon fast atemlose Interpretation von Beethovensfünfter Sinfonie.“
Hamburger Abendblatt, Marcus Stäbler, 5.11.11„Finally came Clemens Schuldt […] who found the ideal mix of tempi to let the Strauss tease and titillate, with its little accelerando seeming utterly organic. He then delivered Wagner’s Prelude and Liebestod with such delicately layered textures, such perfectly judged suspensions, and such nobility of expression that his win seemed a forgone conclusion.“
The Independent, Michael Church, 9.11.10

