DirigentClemens Schuldt
© Felix BroedeKünstler

„... er schien der Brennpunkt der musikalischen Energie zu sein.“

Sindelfinger Zeitung
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Biografie

Clemens Schuldt, Preisträger des renommierten Londoner Donatella-Flick-Dirigierwettbewerbs 2010, ist einer der spannendsten jungen Dirigenten Deutschlands. Er war ein Jahr lang Assistant Conductor des London Symphony Orchestra, was ihm die Arbeit mit renommierten Dirigenten wie Sir Colin Davis, Valery Gergiev und Sir Simon Rattle sowie die Leitung eigener Projekte mit dem LSO ermöglichte.

Er dirigiert u.a. das Philharmonia Orchestra, BBC National Orchestra of Wales, Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, Bamberger Symphoniker, Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Netherlands Philharmonic, Helsingborg Symphony, Orchestre de Chambre de Lausanne, Münchener Kammerorchester, National Polish Radio Symphony Orchestra, Orchestre Philharmonique de Strasbourg, Orchestre National de Bordeaux, Orquesta Sinfonica de Radio Television Espanola in Madrid, Orquesta Sinfónica de Castilla y León Valladolid und in Japan das Yomiuri Nippon Symphony Orchestra. Dabei arbeitet er mit Solisten wie Daniil Trifonov, Håkan Hardenberger, Francois Leleux, Kit Armstrong, Ingrid Fliter, Xavier de Maistre, Steven Isserlis und Nils Mönkemeyer.


 

In der Saison 2015/16 leitet Clemens Schuldt erstmals das BBC Symphony Orchestra, Royal Scottish National Symphony Orchestra, Orquestra Simfonica de Barcelona mit Viviane Hagner, Orchestra Sinfonica di Milano Giuseppe Verdi Milano mit Chloë Hanslip, Orchestre Philharmonique de Luxembourg, Musikkollegium Winterthur mit Bruckners Messe No. 3 f-moll, das Philharmonische Orchester Kiel, die Kammerakademie Potsdam und Västerås Sinfonietta. Wiedereinladungen führen ihn zur Royal Northern Sinfonia (Mozart „c-moll Messe“ mit Sally Matthews), Scottish Chamber Orchestra, Nederlands Philharmonisch Orkest, Real Filharmonía de Galicia und zum Hiroshima Symphony Orchestra.

Operndirigate spielen eine zunehmend wichtige Rolle in seinem künstlerischen Schaffen. In der Spielzeit 2015/16 leitet er als „Dirigent in Residence“ zwei Neuproduktionen (Gounod „Faust“ und Verdi „Rigoletto“) am Staatstheater Mainz und dirigiert Vorstellungen von Wagners „Der fliegende Holländer“. In der vergangenen Spielzeit leitete er Verdis „La traviata“ am Staatstheater Mainz und eine Neuproduktion der Oper „Faust“ am Tiroler Landestheater Innsbruck. Zuvor dirigierte er bereits Vorstellungen von Offenbachs „Les contes d’Hoffmann“ am Theater Osnabrück und Dvoraks „Rusalka“ am Musiktheater im Revier Gelsenkirchen.

Clemens Schuldt ist seit 2010 Stipendiat des Dirigentenforums des Deutschen Musikrats. Der gebürtige Bremer studierte zunächst Violine an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf und spielte beim Gürzenich Orchester unter Leitung von Markus Stenz und bei der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen unter Paavo Järvi. Im Anschluß daran absolvierte er ein Dirigierstudium bei Rüdiger Bohn in Düsseldorf, Mark Stringer in Wien und Nicolás Pasquet in Weimar.

SEASON 2015/2016

Zitate

„Der 1982 geborene Clemens Schuldt dirigiert das Orchester ausgezeichnet, sehr präzise und überlegen. [...] Zuletzt rückt noch einmal Schuldt in den Blick, mit der geballten Macht der symphonischen Dichtung „Illusion and Death“ von Maki Ishii (1936–2003), die er fabelhaft entschieden dirigiert.“

Der Tagesspiegel, Christiane Tewinkel, 19.06.13

„Der Gesamtklang dieses Orchesters ist auffällig ausgeglichen, warme Streicherklänge, ungetrübtes Vergnügen an intonationssicheren Bläserpartien […wobei] Clemens Schuldt die Zügel straff in der Hand behielt und die dynamischen wie auch rhythmischen Akzente mit Esprit herausarbeitete. Wie berechtigt es ist, dass dieser so bescheiden auftretende junge Mann es faustdick hinter den Ohren hat und in Fachkreisen schon jetzt als Star gefeiert wird, zeigte sich bei seiner überlegenen Gestaltung von Dvoráks achter Sinfonie. Frei von irgendwelchen Allüren ließ er die Musik fließen und lenkte zugleich das Orchester mit höchster Konzentration bis hinein ins kleinste Detail. Da verband sich höchstes Hörvergnügen mit dem dringenden Wunsch auf ein Wiederhören.“

Tageszeitung Hameln, Karla Langehein, 14.03.13

„Bei Joseph Haydns 8. Sinfonie “Le soir” und Wolfgang Amadeus Mozarts Klavierkonzert KV459 machte Clemens Schuldt gute Figur, […. Er ] ging beide Werke direkt und forsch an, beflügelte das Orchester zu enormer Spiellaune.“

Generalanzeiger Bonn, Christoph Zimmermann, 01.13

„Doch auch Dirigent und Orchester bildeten an diesem besonderen Abend eine Einheit. Der kurzfristig eingesprungene Clemens Schuldt dirigierte nicht nur, er schien der Brennpunkt der musikalischen Energie des gesamten Ensembles zu sein und diese wiederum zurück zu strahlen. So gelang eine ausgesprochen vitale Interpretation von Mendelssohns Streichersinfonie d-moll.“

Sindelfinger Zeitung, Friedrich Bach, 7.5.12

„Schuldt [...] führte das Orchester bemerkenswert stilsicher; die unangestrengt wirkende Darbietung vermochte magisch zu fesseln. Ungemein sanft und mild meisterte das Orchester das Menuett. Noch genauer austariert ließ sich die Balance zwischen den Instrumentengruppen kaum vorstellen. Bezaubernde Farbeffekte waren das Ergebnis.“

Das Orchester, Sascha Jouini, 4.12

„Als wollte er die verlorene Spannung nachliefern, legte der junge Maestro Clemens Schuldt in der zweiten Hälfte los wie dieFeuerwehr - und jagte das Orchester förmlich durch seine packende, mitunter schon fast atemlose Interpretation von Beethovensfünfter Sinfonie.“

Hamburger Abendblatt, Marcus Stäbler, 5.11.11

„Finally came Clemens Schuldt […] who found the ideal mix of tempi to let the Strauss tease and titillate, with its little accelerando seeming utterly organic. He then delivered Wagner’s Prelude and Liebestod with such delicately layered textures, such perfectly judged suspensions, and such nobility of expression that his win seemed a forgone conclusion.“

The Independent, Michael Church, 9.11.10

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