Violine Christian Tetzlaff
© Giorgia BertazziKünstler

"I think what ultimately moves people is the emotional openness and deep sincerity of Tetzlaff’s playing."

The Boston Globe
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Biografie

Christian Tetzlaff genießt seit fast dreißig Jahren ein erfülltes Konzertleben mit rund 100 Konzerten pro Jahr.

Ein erstes Highlight der Saison 2015/2016 sind mehrere Konzerte mit dem Gewandhausorchester Leipzig unter Riccardo Chailly, mit denen Christian Tetzlaff Mozarts Violinkonzert Nr. 3 in Leipzig, London, Paris und Wien spielen wird.

Außerdem gastiert er mit dem London Philharmonic Orchestra (Eschenbach) in Frankfurt und Amsterdam, mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen (Järvi) ebenfalls in Frankfurt und Hamburg und spielt mit dem Budapest Festival Orchestra (Saraste), dem Israel Philharmonic (Noseda) und der Staatskapelle Dresden (Honeck).


 

In derselben Saison wird er auch mit seinem Streichquartett sowie in verschiedenen Kammermusikformationen auf Tournee sein: Mit Lars Vogt und seiner Schwester Tanja Tetzlaff im Trio bei diversen Sommerfestivals sowie später in der Saison auf einer umfangreichen USA Tournee. Mit Leif Ove Andsnes, Clemens Hagen und Tabea Zimmermann geht es mit Brahms Quartetten auf Konzertreise in Europa und Amerika und Christian Tetzlaff gestaltet eine intensive Kammermusikwoche in der Toppan Hall in Tokio.

Die Sonaten und Partiten von Bach sind Christian Tetzlaff immer ein besonderes Anliegen und so wird er sie 2015/16 zweimal alle an einem Abend aufführen: In der Kioi Hall in Tokyo sowie im Rahmen des Bachfests Leipzig in der Thomaskirche.

In den USA ist er beim Tanglewood Festival mit dem Boston Symphony Orchestra (Nelsons) zu hören sowie beim San Francisco Symphony Orchestra (Mälkki), dem Philadelphia Orchestra (Luisi) und dem Minnesota Orchestra (Vänskä).

Neben den Hauptwerken für Violine, die Christian Tetzlaff bereits bei verschiedenen Labels aufgenommen hat, sind vor kurzem die Brahms Trios mit Lars Vogt und Tanja Tetzlaff sowie die Violinkonzerte von Schostakowitsch mit dem Helsinki Philharmonic Orchestra und John Storgårds bei Ondine erschienen. Im Herbst 2015 ist erneut eine Aufnahme mit dem Helsinki Philharmonic Orchestra unter John Storgards mit Werken von Dvorak und Suk geplant.

Christian Tetzlaff spielt eine Geige des deutschen Geigenbauers Peter Greiner und unterrichtet regelmäßig an der Kronberg Akademie.

SAISON 2015/2016

Zitate

„Tetzlaff’s focus on the long line and, for example, the smoothest possible transition between the first movement and the adagio, gives the piece an exceptional feeling of unity for all the passion; and the finale truly dances, with crisper than usual articulation supported by Storgards’ firmly rhythmic accompaniment.“

ClassicsToday.com, 27 März 2016 David Hurwitz

„I’ve always loved the playing of German violinist Christian Tetzlaff for its chiselled, slightly austere beauty; his approach is totally unsentimental, with no concern for dazzle. So the romantic grandeur with which he opens Suk’s Fantasy in G Minor came as a bit of a shock. So much vibrato! But then, he’s the kind of musician who gets under the skin of a piece and gives what the music needs, rather than applying his own house style no matter what. His performance of Dvořák’s Concerto in A minor is glorious and questioning: full-throttle in the chunky octaves and with a heavy bounce to the finale. But the real brilliance is in the vulnerability and tenderness he reveals in quiet melodies.“

The Guradian, 10 März 2016 Kate Molleson

„Unerhört, was Tetzlaff da herausholte, wie kammermusikalisch er sich auf das Orchester einliess und wie aufmerksam dieses reagierte. Auch in den Kadenzen entfaltete Tetzlaff sehr sprechende Virtuositäten, die Übergabe ans Orchester gelang ausgezeichnet. Mitreissend – vergeigt Und dann das Schlussstück, das Violinkonzert Nr. 5 A-Dur. Die Phrasierung war mit viel Liebe zum Detail ausgeklügelt, farblich gestaltete Tetzlaff mit wunderbaren Schattierungen, und das Rondo „alla turca“ riss einen einfach mit.“

Der Landbote, 05 Feb 2016 Sibylle Ehrismann

„The Tetzlaffs deftly negotiated every one, revealing, in the process, one of their most winning traits: an ability to give themselves up completely to a piece, regardless of its mood, message or duration.““

Financial Times, 06 Jan 2016 Hannah Nepil

„The players make declarations, pose questions, give answers, thrust and parry, chase each other, proceed in lockstep; there are moments of tender lyricism and of furious aggression – I’ve never seen string players subject their instruments to such apparently extreme maltreatment - but the Tetzlaffs encompassed it all with wit and impeccable virtuosity. This was a heroic performance.“

The Independent, 04 Jan 2016 Michael Church

„Dass dieses (Konzert) so rauschhaft geriet, war ein Verdienst (…) des Geigers Christian Tetzlaff. Spielerische Intelligenz und urmusikalischer Spieltrieb sind bei Tetzlaff trefflich vereint.“

Rhein-Necker-Zeitung, 29 Dez 2015 Rainer Köhl

„In Aufmachung und Auftreten zeigte sich der Ausnahmegeiger als dezidiert inhaltlich orientierter Mensch. Er verzauberte natürlich mit seiner Virtuosität und dem Klang seiner Geige. Aber auch mit seiner vollendeten Einigkeit mit dem begleitenden und dialogisierenden Orchester.“

Wiesbadener Tagesblatt, 23 Nov 2015 Doris Kösterke

„Das Trio war hier in einer Hochform wahrzunehmen, die einem fix etablierten Kammerensemble keineswegs nachsteht, sondern sie haben vielmehr ihre solistische Klasse zu einer eindringlichen und ausgewogenen Klangeinheit vereint. Es war nicht zu überhören, dass sich hier drei Musiker zusammenfanden, die eines Geistes sind, die nicht zum Zwecke der Selbstdarstellung musizieren, sondern musikalischen Ausdruckswillen, Klangdelikatesse und Empfindung als Sachwalter des Komponisten in den Vordergrund stellen. Sie spannen einen breiten Bogen an aufeinander abgestimmten Klangschattierungen und differenzierter Dynamik von lyrischer Feintarierung über romantische Empfindsamkeit bis zu kraftvollem Einsatz energischer Klangintensität. Beispielhaft im Ausloten der den Werken immanenten Klang- und Darstellungsmöglichkeiten!“

Traunsteiner Tagblatt, Aug 5, 2015

„So vehement, wie sich Christian Tetzlaff in die Anfangskaskaden seines Soloparts stürzt, dürfte auch kein Gedanke an akademische Steifheit aufkommen. Wie Tetzlaff Schroffheit und Süße zu vereinen weiß, mit seiner modernen Greiner-Violine ebenso kraftvoll auftrumpft wie zarteste Fäden über leuchtenden Holzbläserfarben spinnt, verschafft immer wieder erlesene Klangerlebnisse. Schlank, arabesk ist die Diktion, geht er auch im fließend genommenen Adagio gegen alles Betulich-Choralhafte an, brennt im Finale ein Feuerwerk der launigen Dialoge ab“

Der Tagesspiegel, 20 Juni 2015, Isabel Herzfeld

„Das klingt nicht nur berührend ehrlich, sondern hat einen dramaturgischen Effekt, der einen diese Aufführung gebannt wie im Film erleben lässt: man leidet das Konzert durch, in der Hoffnung, dass doch die volle Erfüllung gegeben wird. Um bald zu begreifen, dass Tetzlaffs Erfüllung eben genau in diesem intensiven Durchleben liegt.“

Berliner Zeitung, 20 Juni 2015 Clemens Haustein

„Der Gigue […] gibt Tetzlaff großen Atem und weit ausgreifende Bögen, die herrliche Chaconne gewinnt gerade in den Arpeggienzügen so sehr an Fahrt, dass sie sich vom Erdboden abzulösen und ihren Geiger einfach mitzunehmen scheint, in wunderlicher Verkehrung der Tatsache, dass gerade dieser das Phänomen doch erst in Gang gesetzt hat.“

Tagesspiegel, Christiane Tewinkel, 29.05.2015

„[...] Der Geiger scheut im temperamentvoll ausgelebten Ausdruckswillen kein Risiko und keine Kratzer in der Politur. Dabei nimmt er den Hörer mit auf eine fesselnde, oft rasant beschleunigte Gratwanderung durch eine weite Klanglandschaft, in der neben markanten Trillerketten und ruppig-zerklüfteten Doppelgriffen liebliche Piano-Inseln wie kollektiv erkundetes Neuland warten [...] Das Resultat ist der seltene Glücksfall einer Interpretation, die Staub vom Werk bläst und dieses als ganz Gegenwärtiges wiederentstehen lässt. [...]“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, April 2015 by Volker Milch

„[...] but Tetzlaff Comes with the far rarer Appellation of "intellectual" - one of those musicians who expands Music. He does this with an Aura of modesty and on a modern violin [...] his ability is obviously based on incredible control and precision,but it has the unpredictable warmth that I assoiate with great soloists [...]“

The Montreal Gazette Nov 5, 2014 by Lev Bratishenko

„[...] The impressionistic, single movement work had an expansive quality that seemed other-worldly. Tetzlaff's playing was faultless - perfect pitch, honeyed-tone, effortless technique, and seamless changes in dynamics. [...]“

Concerto.net Nov 2014 by Earl Arthur Love

„[...] Mr. Tetzlaff, who has performed These works many times and recorded them twice, has become a master colorist, injecting nuances of articulation, inflection, bowing and ornamentation: a nudging appoggiatura here, a melodic Twist there. He also Colors inside the lines very well [...] Mr. Tetzlaff's Approach to These works has, in the meantime, become much freer and more playful, more involved, more given to risk. [...] This was virtuosity of the highest order, though he made no show of it [...]“

The New York Times, Sept 19, 2014 by James R. Oestreich

„[...] Tetzlaff joined Michael Tilson Thomas and the San Francisco Symphony for a superb performance of Bartók's Second Violin Concerto. This was a virtuoso display of technical bravura and emotional eloquence, all wrapped into one beautifully integrated package. [...] Tetzlaff seemed to have all of these tonal shifts directly at his fingertips, moving from one mood to another with effortless ease - and, more important, helping the listener hear the connections among the concerto's disparate strains. [...] In the slow movement, Tetzlaff rose to even greater heights, probing the molodic contours of the main theme in ways that made each successive variation sound both surprising and logical. The finale, in which the orchestra plays its most important role,brought the concerto to a close in a flurry of showmanship. [...]“

San Francisco Chronicle, May 2014, by Joshua Kosman

„[...] Tetzlaff was phenomenal, preforming in a manner that had to be seen as well as heard in order to be believed. His technique is astonishing, as is his stamina, in a work that runs three-quarters of an hour and keeps its soloist hopping for most of the time. [...]“

Saint Louis Post Dispatch, April 7th 2014 - - by Sarah Bryan Miller

„[...] When the violinist Christian Tetzlaff and pianist Lars Vogt reached this passage in their Sunday recital at Jordan Hall, several things happened. Tetzlaff's tone darkened substantially, the tempo slowed a bit, and he and Vogt expanded the dynamic range, so that each dissonance seemed like a cry of pain. When the music shifted back to the major, it was as though dawn had broken after a long night. [...] But what was most remarkable was that there was no moment in this entire, familiar, piece that didn't convey a sense of total creative investment. [...]“

Boston Globe, 01st April 2014 - by David Weininger

„[...] Yet this is music of arresting beauty. The whistling tones that Tetzlaff pulled from his violin hovered in midair. Vogt's scattered chords left harmonics in their wake, the sound circling overhead like a halo. The soaring line of Bewegt, the fourth of the set, died away into brittle tones in a single melodic arch - compressed romanticism at its finest. The show-stopper of the afternoon was Bartók's Violin Sonata No. 1, which featured the duo in equally rich and adventurous territory. [...] Yet this turbulent music breaks frequently into spry themes and passages of warm lyricism. Tetzlaff and Vogt supplied lovely singing tone for the aria and variations of the Adagio. The Scherzo, taken at a brisk pace, had the romp of a Ländler, and their sparkling reading of the finale put the exclamation point on the afternoon's program. [...]“

Boston Classical Review, 31st March 2014 - by Aaron Keebaugh

„[...] Joachim's concerto, about 50 minutes long, isn't as structurally cohesive as the Brahms and Bruch concertos. (He performed both of their premiers.) But it is full of dark-hued melodies and richly scored orchestral interludes, played with bristling fervor by the excellent Orpheus musicians. Mr. Tetzlaff proved charismatic, imbuing his part with a burnished sound and soulful allure and deftly navigating the whirlwind passagework of the "Gypsy" finale. [...]“

The New York Times, 31st March 2014 by Vivien Schweitzer

„[...] Christian Tetzlaff schürte die Glut der Musik nach Leibeskräften.“

Berliner Zeitung, Martin Wilkening, 09. März 2014

„[...] Gewaltige Spannungsbögen zogen sie dann in Sibelius’ Violinkonzert in d-Moll op.47 zusammen mit dem Geiger Christian Tetzlaff, der hier genau weiss, wie weit er gehen kann. Er interpretierte seinen virtuosen Part in der vorgezogenen Solokadenz des Kopfsatzes und im abschliessenden Allegro entspannt und frei, gleichzeitig aber in so sorgfältiger Abstimmung, dass das Zusammenspiel nie litt.“

NZZ Feuilleton, 17. Januar 2014

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Diskografie

Dvořák - SukJosef Suk Fantasy in G minor, Op. 24 Antonin Dvořák Violin Concerto in A Minor, Op. 53 Romance, Op. 11Mär. 2016, Ondine ODE 1279-5, CD, Verfügbar bei: iTunes Amazon
Mahler Symphony Nr 4 (Fassung Erwin Stein)Festival Ensemble Spannungen Ausgezeichnet mit dem Mahler Komponierhäuschen 2015Jun. 2015, CAvi-music, CD
Brahms The Piano TriosMai. 2015, Ondine, CD
Tetzlaff QuartettMENDELSSOHN · Streichquartett Nr. 2 a-Moll BERG · Lyrische SuiteOkt. 2014, CAvi, CD, Verfügbar bei: iTunes
Schostakowitsch Violinkonzerte Nr. 1 und 2Christian Tetzlaff with the Helsinki Philharmonic Orchestra and John StorgårdsSep. 2014, Ondine, CD, Verfügbar bei: Amazon
Schumann ViolinsonatenSep. 2013, Ondine, CD, Verfügbar bei: Amazon
WidmannJörg Widmann: Violinkonzert, Antiphon, Insel der SirenenApr. 2013, Ondine, CD, Verfügbar bei: Amazon
Mozart: Sonatas for Piano and ViolinNov. 2012, Ondine, CD, Verfügbar bei: iTunes Amazon
Karol Szymanowski: Konzert für Violine und Orchester Nr. 1Song of the Night: Violinkonzert Nr. 1 & Symphonie Nr.3 von SzymanowskiNov. 2011, DG, CD, Verfügbar bei: iTunes Amazon
Mendelssohn & Schumann: ViolinkonzerteChristian Tetzlaff spielt Violinkonzerte von Mendelssohn und SchumannNov. 2011, Ondine, CD, Verfügbar bei: iTunes Amazon
Schumann: Komplette Werke für KlaviertrioKomplette Werke für KlaviertrioApr. 2011, EMI, CD, Verfügbar bei: iTunes Amazon

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