ViolineChristian Tetzlaff
© Giorgia BertazziKünstler

"I think what ultimately moves people is the emotional openness and deep sincerity of Tetzlaff’s playing."

The Boston Globe
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Biografie

Christian Tetzlaff genießt seit über zwanzig Jahren ein erfülltes Konzertleben mit rund 100 Konzerten pro Jahr.

Er begann die Saison 2013/14 mit Konzerten bei den Salzburger Festspielen, dem Rheingau Musik Festival, der Schubertiade, dem Beethovenfest Bonn und in Istanbul. Als ehemaliges Mitglied spielte er mit dem Bundesjugendorchester zum 50-jährigen Jubiläum von „Jugend Musiziert“ das Brahms Konzert im Berliner Konzerthaus, welches er in derselben Saison mit Andris Nelsons für dessen Brahms-Zyklus beim Philharmonia Orchestra London aufführen wird, neben dem Doppelkonzert mit seiner Schwester Tanja Tetzlaff. Zum Brahms-Schwerpunkt der Saison gehören auch Aufführungen der Brahms Klaviertrios mit Tanja Tetzlaff und Lars Vogt in Paris, Berlin, Hannover und Zürich.

Im Frühjahr 2014 spielt Christian Tetzlaff mit dem Chamber Orchestra of Europe und Vladimir Jurowski das Beethoven Violinkonzert. Mit einem weiteren seiner Lieblingskonzerte, Sibelius, ist er mit den Wiener Philharmonikern unter der Leitung von Riccardo Chailly auf Europatournee.


In den USA wird er erneut mit dem Philadelphia Orchestra (Manfred Honeck), dem Los Angeles Philharmonic, dem National Symphony Orchestra Washington (Christoph Eschenbach), St. Louis Symphony Orchestra (David Robertson), Chicago Symphony (Esa-Pekka Salonen) sowie dem San Francisco Symphony Orchestra (Michael Tilson Thomas) zu hören sein. Das Tetzlaff Quartett ist einer umfangreichen USA-Tournee erneut in der Carnegie Hall zu Gast.

Wie jedes Jahr wird Christian Tetzlaff Abende mit den kompletten Sonaten und Partiten von J.S. Bach spielen, unter anderem in  Sydney und San Francisco. In Frankfurt gestaltet er im November 2013 ein Wochenende als Artist in Residence, das ein Konzert mit dem Cleveland Orchestra und Franz Welser-Möst, ein Oktett-Konzert mit dem Arcanto Quartett und einen Bach Soloabend einschliesst.

Neben den Hauptwerken für Violine, die Christian Tetzlaff bereits bei verschiedenen Labels aufgenommen hat, sind vor kurzem die Sonaten für Violine und Klavier von Schumann und Mozart mit Lars Vogt bei Ondine sowie das Widmann Violinkonzert mit dem Swedish Radio Symphony Orchestra veröffentlicht worden.

Christian Tetzlaff spielt eine Geige des deutschen Geigenbauers Peter Greiner und unterrichtet regelmäßig an der Kronberg Akademie.

SAISON 2013/2014

Zitate

„[...] Tetzlaff joined Michael Tilson Thomas and the San Francisco Symphony for a superb performance of Bartók's Second Violin Concerto. This was a virtuoso display of technical bravura and emotional eloquence, all wrapped into one beautifully integrated package. [...] Tetzlaff seemed to have all of these tonal shifts directly at his fingertips, moving from one mood to another with effortless ease - and, more important, helping the listener hear the connections among the concerto's disparate strains. [...] In the slow movement, Tetzlaff rose to even greater heights, probing the molodic contours of the main theme in ways that made each successive variation sound both surprising and logical. The finale, in which the orchestra plays its most important role,brought the concerto to a close in a flurry of showmanship. [...]“

San Francisco Chronicle, May 2014, by Joshua Kosman

„[...] Yet this is music of arresting beauty. The whistling tones that Tetzlaff pulled from his violin hovered in midair. Vogt's scattered chords left harmonics in their wake, the sound circling overhead like a halo. The soaring line of Bewegt, the fourth of the set, died away into brittle tones in a single melodic arch - compressed romanticism at its finest.The show-stopper of the afternoon was Bartók's Violin Sonata No. 1, which featured the duo in equally rich and adventurous territory.[...] Yet this turbulent music breaks frequently into spry themes and passages of warm lyricism. Tetzlaff and Vogt supplied lovely singing tone for the aria and variations of the Adagio. The Scherzo, taken at a brisk pace, had the romp of a Ländler, and their sparkling reading of the finale put the exclamation point on the afternoon's program. [...]“

Boston Classical Review, 31st March 2014 - by Aaron Keebaugh

„[...] When the violinist Christian Tetzlaff and pianist Lars Vogt reached this passage in their Sunday recital at Jordan Hall, several things happened. Tetzlaff's tone darkened substantially, the tempo slowed a bit, and he and Vogt expanded the dynamic range, so that each dissonance seemed like a cry of pain. When the music shifted back to the major, it was as though dawn had broken after a long night.[...] But what was most remarkable was that there was no moment in this entire, familiar, piece that didn't convey a sense of total creative investment. [...]“

Boston Globe, 01st April 2014 - by David Weininger

„[...] Joachim's concerto, about 50 minutes long, isn't as structurally cohesive as the Brahms and Bruch concertos. (He performed both of their premiers.) But it is full of dark-hued melodies and richly scored orchestral interludes, played with bristling fervor by the excellent Orpheus musicians. Mr. Tetzlaff proved charismatic, imbuing his part with a burnished sound and soulful allure and deftly navigating the whirlwind passagework of the "Gypsy" finale. [...]“

The New York Times, 31st March 2014 by Vivien Schweitzer

„[...] Christian Tetzlaff schürte die Glut der Musik nach Leibeskräften.“

Berliner Zeitung, Martin Wilkening, 09. März 2014

„[...] Gewaltige Spannungsbögen zogen sie dann in Sibelius’ Violinkonzert in d-Moll op.47 zusammen mit dem Geiger Christian Tetzlaff, der hier genau weiss, wie weit er gehen kann. Er interpretierte seinen virtuosen Part in der vorgezogenen Solokadenz des Kopfsatzes und im abschliessenden Allegro entspannt und frei, gleichzeitig aber in so sorgfältiger Abstimmung, dass das Zusammenspiel nie litt.“

NZZ Feuilleton, 17. Januar 2014

„Fast eine Sensation war Christian Tetzlaffs Darstellung oder Neugewinnung des Beethoven’schen Violinkonzerts – ohne die allzu vertrauten Spuren von Joseph Joachims romantisierenden Geschöntheiten und mit einer rekonstruierten Beethoven-Kadenz, die als wunderlich spannende Episode einen motivisch wohlbegründeten kleinen Dialog des Geigers mit der Pauke enthält. Tetzlaffs auffällig „entfetteter“ Ton gewann dem Dreisätzer eine ungewohnte Beweglichkeit und Animiertheit ab, ohne dass von der lyrischen Somnambulität des Larghettos etwas verschenkt worden wäre.“

Frankfurter Rundschau , Hans-Klaus Jungheinrich, 12. November 2013

„Derart schlank musiziert, flüssig und von stets biegsamer Geschmeidigkeit, völlig frei von Pathos und dräuenden Gebärden, hat man diese Musik selten erlebt. …- ganz und gar im Einklang mit Tetzlaffs hoher Kunst, seinem Geigenspiel derart viele verschiedene Facetten abzugewinnen.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Harald Budweg, 12. November 2013

„[...] Perfekter kann man dieses Konzert nicht spielen. Die Dimensionen, die der Geiger in Richtung piano eröffnet, reichen bis zur Tonlosigkeit. [...]“

Frankfurter Neue Presse, Andreas Bomba, 11. November 2013

„[...] Und dazu noch ein gut aufgelegter Christian Tetzlaff, der in den Kompositionen versinkt, sich ganz hinein begibt, um unprätentiös wieder daraus hervor zu steigen. [...]“

Frankfurter Rundschau online, Wolfgang Heininger, 11. November 2013

„[...] Was Christian Tetzlaff seiner Violine da an schierer Schönheit und Fülle, Vielfalt und Farbigkeit des Klangs abgewann, war auch schlicht Staunen erregend, Intensität und Wohlklang hielten einander wunderbar die Waage: vom Lamento-Anfng des Kopfsatzes bis zur delikaten Beiläufigkeit seiner Coda. [...]“

Bergische Morgenpost, Ulrich Mutz, 11. Mai 2013

„[...] Was Christian Tetzlaff hier besonders in den Kadenzen an geigerischer Bravour zeigte, dem kann man nur mit dem Begriff „Teufelsgeiger“ gerecht werden. [...]“

Solinger Tageblatt, Klaus Günther, 9. Mai 2013

„[...] so hat man Sibelius’ Violinkonzert tatsächlich selten gehört. [...] Die Rolle, die ihm Sibelius aufträgt, spielt er perfekt. In leicht vornübergebeugter Haltung kniet er sich buchstäblich in die Musik hinein und geht völlig im „Mysterium Sibelius“ auf. [...]“

Tages-Anzeiger Zürich, 11. April 2013

„Genau hier setzt Tetzlaffs hochkonzentriert verdichtete Interpretation an. Mit großem Ton und fast schmerzlich exakter Auslegung der Partiturangaben meißelten alle Beteiligten ein Klangbild von ungeheurer Intensität. Schon die Nachtschwärze des einleitenden Nocturne war eine beeindruckende Leistung. nach diesem Tonfall vermochte man die rhythmisch-dynamische Entfesselung des ungemein exakt interpretierten Scherzos keinesfalls als Entspannung zu werten. Überhaupt streifte Tetzlaff auch hinsichtlich der gewählten Tempi mehrfach die zu vermutende Grenze des technisch gerade noch Machbaren.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Harald Budweg, 19. März 2013

„Tetzlaff verbindet blitzende Technik und analytische Schärfe mit umwerfender Musikantik und einer gehörigen Portion Schalk. Zudem verfügt er über schier unendliche Gestaltungsmöglichkeiten, die er verschwenderisch einsetzte“

Neue Zürcher Zeitung,25.August 2012

„Working with Mr. Tetzlaff is always an adventure. He plays with consummate technique and intelligent musicianship. Yet for all his taste and beneath that slender, bookish and still youthful appearance (at 46), he is a bold artist with an instinctive feeling for the wild side in music.“

The New York Times, Anthony Tommasini, 20. Mai 2012

„You couldn’t wish for a better exponent today than the German violinist Christian Tetzlaff, with his Protean ability to take on the character of whatever work he is playing.“

The Independent, Michael Church, 28. September 2011

„The soloist was Christian Tetzlaff, who let the music live, breathe and sing with a directness few can equal today.“

The Guardian, Tim Ashley, 07. Juli 2011

„I think what ultimately moves people is the emotional openness and deep sincerity of Tetzlaff’s playing.“

The Boston Globe, Jeremy Eichler, 06. Juli 2009

„Die Intensität des Tons, die völlig selbstverständlich, ja bescheiden absolvierte Virtuosität, die sorgfältige Wahl der Farben für die einzelnen Themen - all das war so suggestiv, so unmittelbar vereinnahmend, dass das Publikum im ausverkauften Haus bereits nach dem ersten Satz spontan applaudierte.“

Kölner Stadt-Anzeiger, 22. Juni 2009

„... unter ihnen das Violinkonzert von Alban Berg, dem Christian Tetzlaff eine kaum zu überbietende, mitreißende Wiedergabe zuteil werden ließ.“

Berliner Morgenpost, 27. Februar 2009

„[...] Tetzlaff was phenomenal, preforming in a manner that had to be seen as well as heard in order to be believed. His technique is astonishing, as is his stamina, in a work that runs three-quarters of an hour and keeps its soloist hopping for most of the time. [...]“

Saint Louis Post Dispatch, April 7th 2014 - - by Sarah Bryan Miller

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Diskografie

Schumann ViolinsonatenSep. 2013, Ondine, CD, Verfügbar bei: Amazon
WidmannJörg Widmann: Violinkonzert, Antiphon, Insel der SirenenApr. 2013, Ondine, CD, Verfügbar bei: Amazon
Mozart: Sonatas for Piano and ViolinNov. 2012, Ondine, CD, Verfügbar bei: iTunes Amazon
Karol Szymanowski: Konzert für Violine und Orchester Nr. 1Song of the Night: Violinkonzert Nr. 1 & Symphonie Nr.3 von SzymanowskiNov. 2011, DG, CD, Verfügbar bei: iTunes Amazon
Mendelssohn & Schumann: ViolinkonzerteChristian Tetzlaff spielt Violinkonzerte von Mendelssohn und SchumannNov. 2011, Ondine, CD, Verfügbar bei: iTunes Amazon
Schumann: Komplette Werke für KlaviertrioKomplette Werke für KlaviertrioApr. 2011, EMI, CD, Verfügbar bei: iTunes Amazon

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