DirigentCarl St. Clair
© Marco BorggreveKünstler

"... a performance of Bruckner’s last and unfinished Symphony No. 9, conducted in an impressive spirit of awe"

Los Angeles Times
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Biografie

Carl St. Clair ist Music Director des Pacific Symphony Orchestra, ein Orchester, dem er sich in besonderer Weise eng verbunden fühlt und welches er weitgehend aufgebaut und zu seinem heutigen Renommee verholfen hat. In dieser Saison 2014/2015 feiert er sein 25jähriges Dienstjubiläum. Darüber hinaus ist Carl St. Clair zum Music Director des National Symphony Orchestras von Costa Rica ernannt worden.

Von 2008 bis 2010 war Carl St. Clair Generalmusikdirektor der Komischen Oper Berlin. Dort leitete er erfolgreiche Neuproduktionen wie La Traviata (Regie Hans Neuenfels), die Uraufführung von Christian Josts Hamlet mit Stella Doufexis in der Titelpartie, und die von Presse und Publikum gefeierte und vom Komponisten hochgelobte Neuproduktion von Reimanns Lear (Regie erneut Hans Neuenfels) sowie zahlreiche Sinfoniekonzerte.

Beim Deutschen Nationaltheater und Staatskapelle Weimar war Carl St. Clair von 2005 bis 2008 Generalmusikdirektor. Dort initiierte und dirigierte er u. a. eine vielbeachtete Neuproduktion des kompletten Ring des Nibelungen; die Live-Mitschnitte sind inzwischen bei Arthaus Musik auf DVD erschienen. Von 1998 bis 2005 war Carl St. Clair ständiger Gastdirigent des SWR Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart, wo er sämtliche Sinfonien von Heitor Villa-Lobos für das Label cpo aufnahm.


Carl St. Clair ist regelmäßig zu Gast bei den bedeutenden Orchestern weltweit. In den USA leitete er die Sinfonieorchester von Boston, New York, Philadelphia, Los Angeles, San Francisco, Detroit, Atlanta und Houston, in Deutschland die Bamberger Symphoniker, das Radio-Sinfonieorchester Frankfurt, WDR-Sinfonieorchester Köln, Frankfurter Museums-orchester, NDR Radiophilharmonie Hannover, NDR-Sinfonieorchester Hamburg, das MDR-Sinfonieorchester Leipzig sowie die Orchester in Mannheim und Duisburg.  

Als starker Befürworter zeitgenössischer Musik bekannt, konnte Carl St. Clair mit seinem Pacific Symphony Orchestra bereits etliche Kompositionsaufträge an führende Komponisten unserer Zeit vergeben. Erst kürzlich entstanden Philip Glass’ The Passion of Ramakrishna, William Bolcoms Liederzyklus Canciones de Lorca, welches mit Placido Domingo uraufgeführt wurde, und Chen Yis Cellokonzert Ballad, Dance and Fantasy für Yo-Yo Ma. Das Oratorium Fire Water Paper: A Vietnam Oratorio von Elliot Goldenthal wurde ebenfalls mit Yo-Yo Ma uraufgeführt und ist bei Sony erschienen. Es fand ebenso große Beachtung wie auch die bei Sony erschienene CD mit späten Werken von Toru Takemitsu. Bei Koch Classics entstand eine CD mit Werken von Frank Ticheli und John Corigliano sowie Richard Danielpours An American Requiem.

Unter den Ehrungen, die Carl St. Clair erhielt, ist vor allem der „National Endowment for the Arts - Seaver Conductors Award“ zu erwähnen, die höchste nationale Auszeichnung in den USA. Er studierte an der Universität von Texas Opern- und Orchesterdirigieren bei Walter Ducloux, einem Schüler von Felix Weingartner und Wilhelm Furtwängler. Besonders Leonard Bernstein sowie Seiji Ozawa und Kurt Masur zählen zu seinen musikalischen Mentoren.

SAISON 2014/2015

Zitate

„The occasion was a performance of Bruckner’s last and unfinished Symphony No. 9, conducted in an impressive spirit of awe by Carl St.Clair.“

Los Angeles Times, Mark Swed, 25.02.11

„Maestro Carl St. Clair conducted the Pacific Symphony with a firm hand and acute awareness of Beethoven’s expressive markings and heavy down beats or sforzandos. […] The Pacific Symphony has once again distinguished itself as one of the top orchestras in the U.S., and an artistic jewel of the Orange County.“

Classical Voice, Truman Wang, 9.02.11

„Geradezu rauschhaft und voller tiefem Verständnis für die wechselnden dramatischen Situationen hat Reimann seine Noten gesetzt. St. Clair wandelt sie um in vielfarbig faszinierenden Klang: eine Denkwürdigkeit. Mehr noch: eine unverlierbare Nachdenk-Würdigkeit.“

Berliner Morgenpost, Klaus Geitel, 23.12.09

„Die Partitur eines musikalisch fast grenzenlosen Beziehungsreichtums, die das Orchester der Komischen Oper unter Chefdirigent Carl St. Clair mit so präzisem wie tobendem Einsatz bewältigt, besteht aus der Kunst vielfältigster Clusterbildungen: Klangflächen rotieren kreischend, rhythmisierte Tonballungen erhalten monströse Ausmaße, mikrotonale Schroffheiten lassen schreiende Farbflächen entstehen. […] Die Komische Oper triumphiert hier mit einer fulminaten musikdramatischen Gesamtleistung höchsten Anspruchs. Nur Ovationen.“

Süddeutsche Zeitung, Wolfgang Schreiber, 24.11.09

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