OrgelCameron Carpenter
© Thomas GrubeKünstler

"...everything he touches turns fantastical and memorable"

The New York Times
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Biografie

Für den Ausnahmeorganisten Cameron Carpenter erfüllte sich 2014 ein lang gehegter Traum: Die Fertigstellung seines eigenen Instrumentes. Mit der erstmals in New York dem Publikum  präsentierten InternationalTouring Organ (ITO) ging Cameron Carpenter im Anschluss auch in Europa auf Tournee. Station machte er im Frühjahr und Sommer 2014 unter anderem im Festspielhaus Baden-Baden, dem Konzerthaus Wien, der Alten Oper Frankfurt und Kölner Philharmonie.  Die nach Carpenters Plänen gefertigte ITO ermöglicht ihm, an fast jedem Ort der Welt konzertieren zu können – eine Selbstverständlichkeit für die meisten Instrumentalisten, eine Revolution jedoch für Cameron Carpenter als Organisten. Begleitend zur Für den Ausnahmeorganisten Cameron Carpenter erfüllte sich 2014 ein lang gehegter Traum: Die Fertigstellung seines eigenen Instruments. Mit der International Touring Organ (ITO) war Cameron Carpenter bereits in vielen bedeutenden Spielstätten weltweit zu Gast. Die nach seinen Plänen gefertigte ITO ermöglicht ihm, an fast jedem Ort der Welt konzertieren zu können – eine Selbstverständlichkeit für die meisten Instrumentalisten, eine Revolution jedoch für Cameron Carpenter als Organisten. Begleitend zur Premiere der ITO erschien im Frühjahr 2014 seine Debüteinspielung If You Could Read My Mind für Sony Classical.

Zu den Höhepunkten der Saison 2015/16 zählen die Uraufführung seines ersten Orgelkonzertes für großes Orchester mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra unter Manfred Honeck, Konzerte mit dem Orchestre National du Capitol de Toulouse unter Tugan Sokhiev, dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg unter Alexander Shelley sowie eine Tournee mit dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien unter der Leitung von Cornelius Meister. Im Sommer 2015 debütiert Cameron Carpenter beim Boston Symphony Orchestra unter Stéphan Denève und beim Shanghai Symphony Orchestra. Für Rezitale reist er mit der ITO nach Australien, Österreich, Italien, in die Schweiz und die Tschechische Republik. Eine besondere Zusammenarbeit verbindet Cameron Carpenter mit der Berliner Philharmonie, deren Orgelsaison er 2015 zum vierten Mal eröffnet.


 

2014 spielte Cameron Carpenter die Uraufführung des für ihn geschriebenen Orgelkonzertes At The Royal Majestic von Terry Riley mit LA Philharmonic unter John Adams.

Cameron Carpenter arbeitet regelmäßig mit bedeutenden Künstlern anderer Genres zusammen, wie z.B. dem Regisseur Peter Sellars, für dessen Regiearbeit „Michelangelo Sonnets“ beim Manchester International Festival 2013 Cameron Carpenter Schostakowitschs „Michelangelo-Suite“ für Orgel transkribierte.

1981 in Pennsylvania, USA, geboren, führte Cameron Carpenter mit elf Jahren erstmals J.S. Bachs Wohltemperiertes Klavier auf und wurde 1992 Mitglied der American Boychoir School. Neben seiner Mentorin Beth Etter zählten John Bertalot sowie James Litton zu seinen Lehrern. An der North Carolina School of the Arts studierte er Komposition und Orgel bei John E. Mitchener – und transkribierte währenddessen über 100 Werke für Orgel, unter anderem Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 5. Die ersten eigenen Kompositionen entstanden während Carpenters Zeit an der Juilliard School New York, deren Student er von 2000 bis 2006 war. Parallel zu seinen Studien an der Juilliard erhielt er Klavierunterricht von Miles Fusco. 2011 wurde sein Konzert für Orchester und Orgel „Der Skandal“, ein Auftragswerk der Kölner Philharmonie, von der Deutschen Kammerphilharmonie uraufgeführt. 2012 erhielt er den Leonard Bernstein Award des Schleswig-Holstein Musik Festivals.

Als erster Organist überhaupt wurde Cameron Carpenter für sein Album Revolutionary (2008 erschienen bei Telarc) für einen Grammy nominiert. Ebenfalls bei Telarc erschien 2010 Cameron Live! Cameron Carpenters Kompositionen werden exklusiv bei Edition Peters verlegt.

SAISON 2015/2016

Zitate

„Wenn er delikat den ersten Satz von Bachs sechster Triosonate für Orgel interpretiert, tut sich der Himmel auf. [...] Zu diesem Bach jubelte übrigens ein bunt gemischtes Publikum aller Altersschichten: Mit Künstlern wie Cameron Carpenter muss man sich um die Zukunft der Konzertmusik keine Sorgen machen.“

Spiegel Online, Werner Theurich, 16. Mai 2014

„[...] it's rare for Carpenter's excesses in taste and technique to actually stop enjoyment. [...] The transcriptions of popular Songs are imaginative and effective. [...] Conservative organists could learn much from his dancing rhythms in Bach's Sonata, BWV 530.“

The Times, Geoff Brown, 2. Mai 2014

„Cameron Carpenter might be the closest we have to the virtuoso musical showmen of the 19th century, like Liszt or Paganini. Beneath the sparkling veneer is a deeply serious musician who composes, transcribes and presides over his instrument with uncommon mastery.“

Washington Post, 15. April 2013, Tom Huizenga

„„Natürlich wirkt die Ausstellung von Eleganz und Körperlichkeit auf einem Klassik-Podium ungewohnt, aber Carpenter zerstreut jeden Anflug von Ressentiment durch schiere Bühnenpräsenz und seinen ehrlichen Charme, noch bevor er anfängt zu spielen und damit ohnehin alles andere vergessen lässt.““

Süddeutsche Zeitung, Helmut Mauró, 18.2.13

„... the audience’s response was raucous... everything he touches turns fantastical and memorable...“

The New York Times, Zachary Woolfe, 30.10.12

„Am Montag spielte Carpenter in der Philharmonie, und was er da am neuen, digitalen Spieltisch der großen Karl-Schuke-Orgel trieb, ist derart bestürzend, dass man es nur noch mit der Wirkung Franz Liszts vor 170 Jahren vergleichen kann.“

Berliner Zeitung, Peter Uehling, 26.09.12

„His playing, with its use of stops to create vast spectrums of colour, is extraordinary. It's hard not to be seduced.“

The Guardian, Tim Ashley, 2.09.12

„Ein gefallener Engel, der seiner Orgel die Sünde zurückgibt.... Wenn die Maschine Carpenter einmal aufs Pedal tritt, sollte niemand nach Tempolimitsfragen; Formalien interessieren ihn nicht. Da trifft er sich ideell mit Glenn Gould: Der Künstler ist der zweite Schöpfer von Kunst, mitnichten ein Angestellter des Komponisten.“

Die Zeit, Wolfram Görtz, 24.06.12

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Diskografie

If You Could Read My MindDie erste CD mit der International Touring Organ – Cameron Carpenter spielt Musik von Bach, Bernstein, Dupré, Leonard Cohen, Scriabin u. a., auch als Sonderedition mit DVD ...Apr. 2014, Sony Classical, CD, Verfügbar bei: Amazon
Cameron Live!Cameron Carpenter spielt Werke von Bach bis Schostakowitsch sowie eigene KompositionenJun. 2010, Telarc International, CD, Verfügbar bei: iTunes Amazon
RevolutionaryFür dieses Album wurde Carpenter als erster Organist überhaupt für einen Grammy nominiertSep. 2008, Telarc International, CD, Verfügbar bei: iTunes Amazon