ViolineAugustin Hadelich
© Rosalie O'ConnorKünstler

„Das ist ein junger Künstler, für den es offenbar keine Grenzen gibt.“

The New Yorker
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Biografie

In Amerika hat Augustin Hadelich mit nahezu jedem größeren Orchester konzertiert, die berühmten Big Five eingeschlossen. Und auch bei seinen Auftritten in Europa und Asien eilt ihm ein phänomenaler Ruf voraus. Mit seiner stupenden Technik, seinen poetisch-feinsinnigen Interpretationen und seinem wundervollen Klang hat er sich international als einer der bedeutendsten Geiger seiner Generation etabliert. Nur wenige junge Künstler können mit einem Repertoire von Paganini, über Brahms und Bartók bis hin zu Adès gleichermaßen überzeugen.

Höhepunkte seiner Saison 2014/15 sind Debütkonzerte mit dem Minnesota Orchestra, dem Danish National Symphony, dem London Philharmonic Orchestra und in der Wigmore Hall London. Er ist Artist in Residence beim Netherlands Philharmonic Orchestra und begleitet das Toronto Symphony auf Tournee in Kanada. Wiedereinladungen führen ihn zum New York Philharmonic und zu den Sinfonieorchestern in Baltimore, Houston, Indianapolis, Saint Louis und Seattle. Mit weiteren Engagements ist er unter anderem beim Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR, bei der Badischen Staatskapelle Karlsruhe, beim Mozarteumorchester Salzburg, beim Orchestre de Chambre de Lausanne, beim Royal Liverpool Philharmonic, beim BBC Symphony und beim NHK Symphony zu Gast.


Er hat mit vielen namhaften Dirigenten zusammengearbeitet, darunter Herbert Blomstedt, Christoph von Dóhnanyi, Alan Gilbert, Sir Neville Marriner, Rafael Frühbeck de Burgos, Lionel Bringuier, Andrés Orozco-Estrada, Mario Venzago, Jaap van Zweden, Jakub Hruša, Hannu Lintu, Vasily Petrenko, Giancarlo Guerrero, Miguel Harth-Bedoya, Juanjo Mena, Hans Graf, Kazushi Ono und Andrew Litton.

Augustin Hadelich wurde mit dem „Martin E. Segal Award“ des Lincoln Center (2012) und mit einem Fellowship des Borletti-Buitoni Trusts (2011) ausgezeichnet. 2009 erhielt er in New York den prestigeträchtigen "Avery Fisher Career Grant". 2006 sorgte er mit dem Gewinn der Goldmedaille beim Internationalen Violinwettbewerb von Indianapolis für Furore.

Im März 2014 erschien beim Label Avie seine erste große Orchesteraufnahme. Die von der Presse hochgelobte Einspielung mit dem Royal Liverpool Philharmonic und Hannu Lintu widmet sich den Violinkonzerten von Sibelius und Thomas Adès. Zuvor hatte Hadelich bereits drei Alben bei Avie veröffentlicht: „Flying Solo“ (Meisterwerke für Violine Solo), „Echoes of Paris“ (russisches und französisches Duorepertoire des frühen 20. Jahrhunderts) und „Histoire du Tango“ (ein Programm für Violine und Gitarre). Eine CD mit Violinkonzerten von Mendelssohn und Bartok, eingespielt mit dem Norwegian Radio Orchestra und Miguel Harth-Bedoya, wird voraussichtlich im Frühjahr 2015 veröffentlicht.

Mit Rezitalen ist Augustin Hadelich u. a. in der Carnegie Hall in New York, im Louvre in Paris, in der Kioi Hall in Tokyo, in Philadelphia und Los Angeles aufgetreten. Als begeisterter Kammermusiker ist er regelmäßiger Gast bei den großen internationalen Festivals in Aspen, Marlboro und Ravinia. Zu seinen Kammermusikpartner gehören Jeremy Denk, Alban Gerhardt, Pablo Villegas, Joyce Yang, Charles Owen, Richard Goode, Gary Hoffmann, Kim Kashkashian, Midori, Vadim Repin, Mitsuko Uchida, und Mitglieder des Guarneri und des Juilliard Quartetts.

Augustin Hadelich wurde 1984 als Sohn deutscher Eltern in Italien geboren. Er studierte an der Juilliard School bei Joel Smirnoff und lebt bis heute in New York. Er spielt auf der "Ex-Kiesewetter” Stradivari von 1723, einer Leihgabe von Clement und Karen Arrison durch die Stradivari Society in Chicago.

SAISON 2014/2015

Zitate

„Hadelich […] findet für jede Nuance den richtigen Ton, das Tempo stimmt, und das Schwierige scheint plötzlich leicht. Das Adagio ist bei ihm ein Gesang im Geist des Belcanto. Über einem gezupften Streicherteppich singt ein Ich zwischen Aufklärung und Romantik in den leuchtenden Farben von sich.“

Stuttgarter Nachrichten, Jürgen Holwein, 10.03.12

„Hadelich zeigt sich als ein Virtuose von Format.“

Die Rheinpfalz, 11.02.12

„Violinist Hadelich delivers jaw-dropping Ligeti concerto.“

Pioneer Press (Minneapolis/St. Paul), Rob Hubbard, 13.01.12

„The programme is ingeniously topped and tailed by the solo sonatas of Bartok and Bernd Alois Zimmermann. Hadelich plays each with supreme confidence, the colours vivid, his bow control as impeccable as his intonation, the overall shaping always convincing, the direction and balance of line always clear. Between these great columns, he immerses himself in three of Paganini’s 24 Caprices and in the third and fifth solo sonatas of Ysaÿe, proving that he is both a virtuoso violinist and a deeply thoughtful one.“

The Sunday Times, 14.02.10

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Diskografie

Histoire du TangoAugustin Hadelich (Violine) und Pablo Sáinz Villegas (Gitarre) spielen Werken von Piazzolla, de Falla, Paganini und SarasateMär. 2013, AVIE, CD, Verfügbar bei: iTunes Amazon
Echoes of ParisAugustin Hadelich mit Werken für Violine und Klavier von Debussy, Poulenc, Strawinsky und ProkofieffMär. 2011, AVIE, CD, Verfügbar bei: iTunes Amazon
Flying SoloAugustin Hadelich mit Werken für Violine Solo von Bartok, Paganini, Ysaye und B.A. ZimmermannSep. 2009, AVIE, CD, Verfügbar bei: iTunes Amazon
Telemann: Zwölf Fantasien für Violine SoloAugustin Hadlich spielt Solowerke für Violine von TelemannMär. 2009, Naxos, CD, Verfügbar bei: iTunes Amazon
Haydn: ViolinkonzerteAugustin Hadelich spielt Haydns Violinkonzerte Nr. 1, 3 & 4 mit dem Kölner KammerorchesterJan. 2007, Naxos, CD, Verfügbar bei: iTunes Amazon