DirigentAndris Nelsons
© Marco BorggreveKünstler

„Charmant. Packend. Phänomenal.“

Süddeutsche Zeitung
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Biografie

Andris Nelsons wird mit Beginn der Saison 2014/15 neuer Music Director des Boston Symphony Orchestra. Ab der Saison 2013/2014 übernimmt er diese Position bereits als designierter Music Director. Sein Debüt beim Boston Symphony gab Andris Nelsons mit Mahlers Sinfonie Nr. 9 im März 2011 in der Carnegie Hall. Im vergangenen Sommer debütierte er außerdem mit dem Orchester in Tanglewood sowie im Januar 2013 in der Symphony Hall. Das neue Engagement unterstreicht Andris Nelsons‘ exzellenten Ruf in der internationalen Musikszene, den er sowohl an den Opern- als auch an den Konzerthäusern genießt.

 

Nelsons ist seit 2008 Music Director des City of Birmingham Symphony Orchestra und hat für die gemeinsamen Spielzeiten höchstes Lob erhalten. Mit dem CBSO unternimmt er weltweit ausgedehnte Tourneen mit regelmäßigen Auftritten bei Sommerfestivals wie dem Lucerne Festival, den BBC Proms und den Berliner Festspielen. Gemeinsam haben sie in den großen europäischen Konzerthäusern gastiert, darunter der Musikverein in Wien, das Théâtre des Champs-Elysées in Paris, der Gasteig in München und das Auditorio Nacional de Música in Madrid. Nach seinem Japan-Debüt auf einer Tournee mit den Wiener Philharmonikern wird Nelsons im November 2013 mit dem CBSO Japan und den Fernen Osten erneut bereisen.

 

In den kommenden Jahren wird Nelsons außerdem die Zusammenarbeit mit Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, den Wiener Philharmonikern, Het Koninklijk Concertgebouworkest, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem New York Philharmonic und dem Philharmonia Orchestra fortsetzen.

 

Andris Nelsons ist regelmäßig zu Gast am Royal Opera House Covent Garden, an der Wiener Staatsoper und der Metropolitan Opera New York. Im Sommer 2013 kehrt er zu den Bayreuther Festspielen zurück und übernimmt erneut die musikalische Leitung von „Lohengrin“ in einer Inszenierung von Hans Neuenfels, die unter seiner Leitung 2010 Premiere feierte.

 


 

Eine produktive Kooperation verbindet Nelsons mit dem Label Orfeo International: Nelsons und das CBSO arbeiten an einer kompletten Einspielung der Orchesterwerke von Tschaikowsky und Richard Strauss. Über ihre erste gemeinsame CD mit Kompositionen von Strauss schrieb die Times, es sei eine der „opulentesten und kultiviertesten Interpretationen von ‚Ein Heldenleben’, die je auf CD erschienen ist“. Über die Hälfte der bisherigen Einspielungen von Andris Nelsons wurde mit einem „Preis der Deutschen Schallplattenkritik“ ausgezeichnet. Im Oktober 2011 erhielt Andris Nelsons den ECHO Klassik in der Kategorie „Dirigent des Jahres“ für seine mit dem CBSO entstandene Aufnahme von Strawinskys ‚Feuervogel’ und der ‚Psalmensymphonie’, die 2010 erschienen ist. Für audiovisuelle Aufnahmen besteht ein Exklusivvertrag mit der Unitel GmbH. Die neueste Veröffentlichung ebenfalls in Zusammenarbeit mit dem CBSO ist eine DVD/Blu-ray mit Brittens ‚War Requiem‘.

 

 

1978 als Kind einer Musikerfamilie in Riga geboren, begann Andris Nelsons seine Karriere als Trompeter im Orchester der Lettischen Nationaloper, bevor er Dirigieren studierte. 2006-2009 war er Chefdirigent der Nordwestdeutschen Philharmonie in Herford und von 2003 bis 2007 musikalischer Leiter der Lettischen Staatsoper.

Zitate

„Nelsons dirigiert wie ein Verliebter, als ob er die ganze Musik umfassen will. Mit großer Attacke die ersten Schläge der Beethoven-Symphonie, immer auf dem Sprung, Melodien malend, niemals starr, Akzente setzend, als verfertigte er die Partitur beim Modellieren. Die Pausen als erfüllte Zeit.“

Der Tagesspiegel, Sybill Mahlke, 16.5.12

„Teufel, wird hier eine orchestrale Kraft präsentiert. Nelsons erweist sich als weit ausholender Gestalter […] Als hingebungsvoller Klangformer. Die Musiker folgen ihm mit erkennbarer Lust. […] Stets ist der Ausdruck bestens dosiert. Charmant. Packend. Phänomenal.“

Süddeutsche Zeitung, Andreas Pernpeintner, 24.4.12

„Nelsons brings fresh perspectives to all music he tackles.“

Opera Magazine, Hugh Canning, 1.9.11

„Andris Nelsons setzt die „Lohengrin“-Partitur unter Strom, dass sie leuchtet und glüht, in den gläsernen Dialogpassagen genauso wie bei den Massenszenen, wenn die Pathoschöre toben, das Blech brüllt. Seit der junge Christian Thielemann hier vor Jahren Wolfgang Wagners „Meistersinger“-Inszenierung übernahm, ist kein Musikwunder dieser Art mehr geschehen in Bayreuth.“

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Eleonore Büning, 31.07.11

„His keenly dramatic yet clear-headed approach brought welcome insights to Shostakovich´s sprawling score [of the 5th Symphony]. The charismatic Mr. Nelsons drew brilliant, richly textured playing from the Philharmonic.“

The New York Times, Anthony Tommasini, 12.2.11

„[…] a performance of [Mahler´s] Eighth Symphony that shook the rafters, exhilarated the senses, stirred the soul and sent me out with a tear in my eye, a lump in my throat and my old ticker pounding dangerously. [Nelsons’] galvanising energy was unflagging, his pacing never lost its urgent thrust and coherence, and he imbued the whole piece with high-definition colours that were flamboyant without ever seeming forced or coarse.“

The Times, Richard Morrison, 20.9.10

„Eros ist auch im Spiel, wenn der junge Lette Andris Nelsons vor einem Orchester steht. […] Grandios die Sinfonie Nr. 6 von Peter Tschaikowsky. […] die Atmosphäre des Abschieds war unverkennbar, und sie ging scharf unter die Haut. Nicht nur, weil der Dirigent selber mit Herzblut dabei war, sondern auch, weil Nelsons so weite Bögen spannt und sie so sehr vibrieren lässt.“

Neue Zürcher Zeitung, Peter Hagmann, 18.8.10

„Everyone take note: Andris Nelsons is destined to become one of the greatest Wagnerian conductors of the 21st – or indeed any – century.“

Birmingham Post, Christopher Morley, 26.11.09

„Andris Nelsons, der Star unter den Jungdirigenten […]. Publikum und Musiker scheinen sofort zu spüren, dass das jemand ist, der ihnen etwas zu erzählen hat und der mit seiner bedingungslosen Begeisterung ihren eigenen, ins Schwanken geratenen Glauben an die emotionale Kraft der klassischen Musik wieder stärken kann.“

Süddeutsche Zeitung, Jörg Königsdorf, 10.7.09

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Diskografie

TschaikowskyAndris Nelsons und das City of Birmingham Symphony Orchestra präsentieren Werke von Tschaikowsky: Symphonie Nr. 4 in f-Moll op.36 & Francesca Da Rimini op.32Okt. 2011, Orfeo, CD, Verfügbar bei: Amazon
Richard StraussAndris Nelsons und das City of Birmingham Symphony Orchestra mit Werken von Richard Strauss: Alpensinfonie & Salomes TanzFeb. 2011, Orfeo, CD, Verfügbar bei: Amazon
TschaikowskyAndris Nelsons und das City of Birmingham Symphony Orchestra mit Werken von Tschaikowsky: "Romeo und Julia" – Fantasie-Ouvertüre & Symphonie Nr. 6 ("Pathétique")Nov. 2010, Orfeo, CD, Verfügbar bei: Amazon
Igor StrawinskyAndris Nelsons und das City of Birmingham Symphony Orchestra mit Werken von Igor Strawinsky: Feuervogel & PsalmensymphonieMär. 2010, Orfeo, CD, Verfügbar bei: iTunes
Richard StraussAndris Nelsons und das City of Birmingham Symphony Orchestra mit Werken von Richard Strauss: Rosenkavalier-Suite & Ein Heldenleben op. 40Jan. 2010, Orfeo, CD, Verfügbar bei: Amazon