Andris Nelsons
© Marco BorggreveKünstler

„Charmant. Packend. Phänomenal.“

Süddeutsche Zeitung
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Biografie

Andris Nelsons ist Music Director des Boston Symphony Orchestra (BSO) und neu ernannter Gewandhauskapellmeister des Gewandhausorchesters Leipzig ab der Saison 2017/18. Diese beiden Engagements wie auch eine wegweisende Allianz zwischen den beiden angesehenen Institutionen zeigen Andris Nelsons als einen der renommiertesten und innovativsten Dirigenten in der internationalen Szene.

Sein Debüt beim BSO gab Nelsons mit Mahlers Sinfonie Nr. 9 im März 2011 in der New Yorker Carnegie Hall. Im Sommer 2012 debütierte er außerdem mit dem Orchester in Tanglewood sowie im Januar 2013 in der Bostoner Symphony Hall. Seit Beginn der Saison 2014/15 ist Nelsons Music Director des BSO und verlängerte seinen Vertrag bereits nach einem Jahr in Boston bis zur Saison 2021/22. Im Sommer 2015 unternahmen das BSO und Nelsons ihre erste gemeinsame europäische Sommerfestival-Tournee mit Auftritten in London, Salzburg, Grafenegg, Luzern, Mailand, Paris, Köln und Berlin, für die sie höchstes Lob in der Presse erhielten.


 

Nelsons debütierte im Dezember 2011 beim Gewandhausorchester mit Werken von Strauss, Beethoven und Sibelius. Es folgten Auftritte im Juni 2013 sowie Juli und Dezember 2014 mit anschließendem Gastspiel in Frankfurt am Main. Nelsons kehrt am 5. Mai 2016 während einer Tournee mit dem Boston Symphony zum Gewandhaus zurück und dirigiert Konzerte mit dem Gewandhausorchester am 25., 26. und 27. Mai 2016 sowie am 2. und 3. Juni 2016.

In der Saison 2015/16 wird Nelsons seine Zusammenarbeit mit den Berliner Philharmonikern, den Wiener Philharmonikern, Het Koninklijk Concertgebouworkest und dem Philharmonia Orchestra fortführen. Nelsons ist regelmäßig zu Gast am Royal Opera House, der Wiener Staatsoper und der Metropolitan Opera. Im Sommer 2016 kehrt er zu den Bayreuther Festspielen zurück und übernimmt die musikalische Leitung des Parsifal ineiner Neuinszenierung von Uwe Eric Laufenberg.

Andris Nelsons und das BSO sind mit der Deutschen Grammophon eine neue Partnerschaft eingegangen, in der sie eine Reihe von Live-Aufnahmen mit Werken von Schostakowitsch veröffentlichen. Ihre erste CD erschien im Sommer 2015 und enthält die Passacaglia aus „Lady Macbeth von Mzensk“ sowie die Sinfonie Nr. 10.  Für audiovisuelle Aufnahmen besteht ein Exklusivvertrag mit der Unitel GmbH. Im Frühjahr 2015 erhielt Nelsons den Royal Philharmonic Society Music Award für seine fundierten Interpretationen eines breiten Repertoires, sein Engagement für neue Werke und seine inspirierende Arbeit mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra.

1978 als Kind einer Musikerfamilie in Riga geboren, begann Andris Nelsons seine Karriere als Trompeter im Orchester der Lettischen Nationaloper, bevor er Dirigieren studierte. 2008 bis 2015 war er Music Director des City of Birmingham Symphony Orchestra, 2006 bis 2009 Chefdirigent der Nordwestdeutschen Philharmonie in Herford und von 2003 bis 2007 musikalischer Leiter der Lettischen Staatsoper.

SAISON 2015/16

 

Zitate

„Schostkowitsch: Skandalös erfolgreich. [über die Aufnahme von Schostakowitschs Sinfonie Nr. 10 mit dem Boston Symphony Orchestra]“

The Times "Album of the Week", Hugh Canning, 12.8.15

„Nelsons legte sich in den Klang hinein und formte die Musik mit überragender Zartheit.“

The Boston Globe, Jeremy Eichler, 8.8.15

„Nelsons’ Interpretation [Schostakowitschs 10. Sinfonie] ist gewaltig, charakterisiert durch ein wunderbares Gespür für Atmosphäre [...] Was Nelsons so unglaublich beeindruckend macht, ist seine Präzision, mit der er jeden Akzent, jedes grimmige Sforzando angeht. Er ist der rhythmischste unter den Dirigenten. […] Ich möchte keinen Zweifel darüber lassen, dass dies eine der besten Darbietungen ist, die ich von diesem großartigen Stück je gehört habe. Zu sagen, dass dies eine gute Zukunft für Nelsons‘mit dem Boston Symphony verheißt, wäre mehr als ein Understatement.“

Gramophone Magazine, Editor's Choice, Edward Seckerson, 1.8.15

„Dies [Schostakowitschs 10. Sinfonie] ist mitreißendes Musizieren, das Appetit macht auf die Fortsetzung: Die Sinfonien 5, 8 und 9 erscheinen nächstes Frühjahr.“

The Times, Neil Fisher, 31.7.15

„Nelsons hat jugendliche Energie, Charisma und Fähigkeiten mitgebracht. Das Publikum und die Spieler [des Boston Symphony Orchestra] bereiteten ihm gewaltige Ovationen. Wie auch immer die Zukunft aussehen wird – gegenwärtig setzt das Boston Symphony Orchestra sein Vertrauen in einen jungen Dynamo.“

New York Times, Anthony Tommasini, 19.4.2015

„Diese Präsentation von Bruckners Siebter Symphonie war in jeder Hinsicht überzeugend: Voll struktureller Lebendigkeit, musikalischer Wachheit und klanglicher Üppigkeit. (…) Nelsons Interpretation fand eine charismatische Balance zwischen Bedeutsamkeit und Transparenz für Details, was sich vom durchlässigen Glanz der pianissimo Tremolos bis zu den strahlenden, vom Bass beherrschten Höhepunkten des ersten und zweiten Satzes spannte.“

Boston Globe, Jeremy Eichler, 16.1.15

„Jedes Mal, wenn ich ihn dirigieren gesehen habe; ob in Boston, Tanglewood, New York oder Bayreuth, hat er ein wahres Feuerwerk der Intensität entfesselt. Nelsons bereitet einem ein echtes Ganzkörper-Musik-Erlebnis: Der Klang rauscht nicht an den Ohren vorbei, sondern er verschlingt einen förmlich. Er ist ein Meister darin, die Dynamik so zu kontrollieren, dass sich ein kinetisches, fluktuierendes Ganzes ergibt.“

The New Yorker, Alex Ross, 1.12.14

„Nelsons und das City of Birmingham Symphony Orchestra blasen einen frischen Wind durch die Noten. Sein Sonnenaufgang ist wahrhaft sublim- in der ursprünglichen, unverfälschten Bedeutung des Wortes. Voll unermesslicher Schönheit, die so Ehrfurcht einflößend ist, dass sie erschreckend und betörend zugleich wirkt. [...] Ich muss Andris Nelsons meine höchste Anerkennung aussprechen: Seine Version beinhaltet viele der Qualitäten von Karajan und erzählt uns gleichzeitig einiges, dass wir noch nicht von diesem unergründlichen, ewig faszinierenden Werk wussten. Nelsons ist Superman.“

Gramophone, Philip Clark, 24.11.14

„Andris Nelsons dirigierte mit prägnantem Fokus und Elan und entlockte dem Orchester sowohl tonale Schönheit, als auch technische Präzision und sichtbare Begeisterung“

Wall Street Journal, David Mermelstein, 18.11.14

„Vor einem ungewöhnlich großen Publikum zeigte sich das Boston Symphony Orchestra engagiert und sein Dirigent voll ansteckender Verve in seiner Präsentation von Werken Beethovens, Bartoks und Tschaikowskys. Obwohl es erst sein viertes Konzert in seiner neuen Funktion als Chefdirigent war, kam es einem so vor, als ob Mister Nelsons schon seit Jahren unter dem goldenen Proszenium-Bogen der Symphony Hall stehen würde. Das Orchester klingt schon jetzt reiner, vereinter und fokussierter und weist eine Qualität auf, wie ich sie seit dem Weggang von James Levine im März 2011 nicht mehr gehört habe.“

New York Times, David Allen, 5.10.14

„Nelsons Interpretation von Beethovens vierter Symphonie mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra war wahrhaft erstaunlich. Wie alle außergewöhnlichen Dirigenten hat er die wunderbare Fähigkeit, etwas unerwartet Geniales quasi aus dem Nichts herauf zu beschwören. [...] Die gemäßigte Einleitung schien voller ungeahnter dramatischer Möglichkeiten zu stecken, die er in Folge fast gänzlich auszuschöpfen wusste. Jede noch so kleine Rhythmusänderung saß, jeder Akkord schien perfekt ausbalanciert und das Perpetuum Mobile des Finales war von sagenhafter Präzision.“

The Guardian, Andrew Clements, 19.9.14

„Nelsons hat sich Strauss‘ Salome in Ausdruck und Tempo so sehr zu Eigen gemacht, dass er beim feinfühlig gestalteten Tanz der sieben Schleier beinahe selbst mittanzte. [...] Während der berühmten Kuss-Akkorde gegen Ende nahm der Klang des Orchesters eine geradezu physische Qualität an und schien wie ein Dunstschleier in der Luft zu hängen.“

Boston Globe, Jeremy Eichler, 7.3.14

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Diskografie

let me tell youSymphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Andris Nelsons & Barbara HanniganJan. 2016, Winter & Winter, CD, Verfügbar bei: iTunes Amazon
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Shostakovich Symphony No. 7 "Leningrad"Das Citiy of Birmingham Symphony Orchestra unter der Leitung von Andris Nelsons spielt die 7. Sinofnie "Leningrad" von Dmitri Schostakowitsch.Okt. 2012, Orfeo, CD, Verfügbar bei: Amazon
Wagner: LohengrinAndris Nelsons dirigiert Wagners "Lohengrin" bei den Bayreuther Festspielen.Okt. 2012, Opus Arte, CD, Verfügbar bei: Amazon
Benjamin Britten: War RequiemAndris Nelsons dirigiert das "War Requiem". Orchester: City of Birmingham Symphony Orchestra. Erin Wall, Sopran; Mark Padmore, Tenor; Hanno Müller-Brachmann, Bass-Baritone; CBSO ...Okt. 2012, Arthaus, DVD, Verfügbar bei: Amazon
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Richard StraussAndris Nelsons und das City of Birmingham Symphony Orchestra mit Werken von Richard Strauss: Rosenkavalier-Suite & Ein Heldenleben op. 40Jan. 2010, Orfeo, CD, Verfügbar bei: Amazon

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