DirigentAndré de Ridder
© Marco BorggreveKünstler

„It was instructive, impish and enjoyable.“

The Times
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Biografie

Im Dialog verschiedener Musiksprachen verkörpert André de Ridder einen Dirigenten-Typus, der sich gleichermaßen mit klassischem und romantischem Repertoire, zeitgenössischer Musik sowie mit experimentellem Pop und elektronischer Musik befasst. Seine Innovationen finden regen Anklang bei Festivals wie den BBC Proms, dem Manchester International Festival, der Biennale di Venezia, dem Holland Festival und dem Sydney Festival, dessen „Artist in Residence“ er letzte Saison war.

André de Ridder ist künstlerischer Berater und Dirigent der 60-Minuten-Konzerte der Kopenhagener Philharmoniker. Der weltoffene Grenzgänger arbeitet außerdem mit unterschiedlichsten Künstlern und Ensembles, neben Orchestern wie BBC Symphony und SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg auch mit der britischen Band These New Puritans, der dänischen Band Efterklang, dem Jazzmusiker Uri Caine, sowie Komponisten und Musiker wie Damon Albarn, Nico Muhly und Owen Pallett. Eine enge Verbindung pflegt André de Ridder zur MusikFabrik und dem Elektronik-Duo Mouse on Mars. Mit MoM trat er bereits im Rahmen der Reihe „Music Now“ beim Chicago Symphony Orchestra, der Kölner Philharmonie und am Barbican Centre in London auf, einem Haus, welches ihm sehr verbunden ist. Im Jahr 2012 initiierte André de Ridder unter dem Namen „stargaze“ eine Kollektive von Musikern, die neue Wege der Zusammenarbeit von unterschiedlichen Musikstilen und verschiedener Künstler beschreitet. 


 

Als Operndirigent leitete de Ridder u. a. Werke von Mozart, Janáček und Henze sowie die Uraufführungen von Gerald Barrys The Bitter Tears of Petra von Kant an der English National Opera und am Theater Basel sowie Wolfgang Rihms Drei Frauen, ebenfalls am Theater Basel. Letzte Saison eröffnete er die Saison an der Komischen Oper mit einer Monteverdi Trilogie (Orpheus, Die Krönung der Poppea und Die Heimkehr des Odysseus)  in einer Neuorchestrierung von Elena Kats-Chernin. Über seine Position als Dirigent hinaus fungierte er als Arrangeur und künstlerischer Berater für dieses Projekt. An der English National Opera und beim Holland Festival dirigierte er die Uraufführung von Michel van der Aas Oper The Sunken Garden

Diese Saison gibt André de Ridder sein Debüt beim National Symphony Orchestra Taipei sowie beim Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra. Darüber hinaus ist er zum ersten Mal beim hr-Sinfonieorchester Frankfurt sowie den Iceland, Colorado und Seattle Symphony Orchestras zu Gast. Wiedereinladungen führen ihn zu den Ludwigsburger Schlossfestspielen, an die Komische Oper für die Wiederaufnahme von Monteverdis Orpheus, sowie zur London Sinfonietta und Het Residentie Orkest.

Seine Diskographie beinhaltet Max Richters Vier Jahreszeiten „recomposed“ mit Daniel Hope und dem Konzerthausorchester Berlin (DG), das Grammy nominierte Album Plastic Beach der Cartoon-Band Gorillaz (EMI), sowie Damon Albarns Dr. Dee (Virgin). Eine Aufnahme mit Werken von Bryce Dessner und Johnny Greenwood mit dem Copenhagen Philharmonic Orchestra ist für die Deutsche Grammophon in Planung.

André de Ridder lernte sein Handwerk unter Leopold Hager und Sir Colin Davis an den Musikakademien in Wien und London, wo er neben Dirigieren auch Barockvioline bei Hiro Kurasaki und Simon Standag studierte. Ein Schwerpunkt seines Wirkens liegt in Großbritannien. 2007 wurde er dort für den „Young Artist Award“ der Royal Philharmonic Society nominiert, bis 2012 hatte er die Position des Principal Conductor der Sinfonia Viva inne.

SAISON 2013/2014

Zitate

„[...] one of the world's most daring conductors [...].“

The Wall Street Journal, Peter Tinti, 23.10.13

„André de Ridder, conducting with a click track and using a score that incorporated images from the films, held all of the elements together with impressive precision.“

The New York Times, Steve Smith, 16.04.13

„Owen Pallett’s ‘Violin Concerto’, which followed, inhabited a strikingly similar place, with textures to which the Britten Sinfonia, under Andre de Ridder’s crisp direction, brought a lovely translucence.“

The Independent, Michael Church, 19.03.12

„The performance, with nine solo singers led by Roderick Williams as the Wandering Jew, a quartet of actors and the BBC Singers and Symphony Orchestra under André de Ridder, is first rate; it's a major undertaking that has been realised with great care.“

The Guardian, Andrew Clements, 16.06.11

„Anna Clyne's ambitious Rewind, played by the BBC Symphony Orchestra and conducted by an indefatigable André de Ridder, stays in the memory despite so much competition.“

The Observer, Fiona Maddocks, 15.05.11

„But my own favourite was Michael Gordon’s Rewriting Beethoven’s Seventh Symphony, with the BBC Symphony Orchestra and the conductor André de Ridder smearing a path between recognisable fragments of the masterwork. It was instructive, impish and enjoyable.“

The Times, Geoff Brown, 9.05.11

„The BBC Symphony Orchestra under guest conductor André de Ridder, captured the work's beatific detachment to perfection.“

theartsdesk.com, 9.05.11

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Diskografie

Vivaldi - Die Vier JahreszeitenAndré de Ridder dirigiert das Kammerorchester Berlin mit Vivaldis Vier JahreszeitenAug. 2012, Deutsche Grammophon, CD, Verfügbar bei: Amazon
Robert Saxton: The Wandering JewAndré de Ridder dirigiert das Boston Symphony OrchestraJun. 2011, NMC Recordings, CD, Verfügbar bei: iTunes Amazon