„It was instructive, impish and enjoyable.“
The TimesBiografie
Im Dialog verschiedener Musiksprachen verkörpert André de Ridder einen neuen Dirigenten-Typus, der sich gleichermaßen mit klassischem und romantischem Repertoire, zeitgenössischer Musik, aber auch mit experimenteller Pop- und elektronischer Musik befasst. Seine Innovationen finden regen Anklang bei Festivals wie dem Manchester International Festival, dem Ether Festival, der Biennale di Venezia, dem Holland Festival (z. B. 2012 mit der Amsterdam Sinfonietta und Werken von Bryce Dessner und Johnny Greenwood), am Southbank Centre London, am Barbican Centre, bei den BBC Proms und dem Sydney Festival als „Artist in Residence“ in 2013. Seine Herangehensweise ist so überzeugend, dass z. B. seine Orchesterarbeit für die Cartoon-Band Gorillaz bereits für einen Grammy nominiert wurde. Zudem ist Andre de Ridder künstlerischer Berater und Dirigent der 60-Minuten-Konzerte der Kopenhagener Philharmoniker, einem neuartigen und unkonventionellen Konzertformat.
André de Ridder arbeitet mit den unterschiedlichsten Künstlern und Ensembles wie dem BBC Symphony Orchestra, dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, der britischen Band These New Puritans, dem Jazzmusiker Uri Caine, sowie den Komponisten Nico Muhly und Owen Pallett. Eine enge Verbindung pflegt André de Ridder zur MusikFabrik und dem Elektronik-Duo Mouse on Mars. Mit Mouse on Mars trat er kürzlich im Rahmen der Reihe „Music Now“ beim Chicago Symphony Orchestra, der Kölner Philharmonie und am Barbican Centre in London auf. Für Deutsche Grammophon nahm André de Ridder in der Reihe „recomposed“ Max Richters Vier Jahreszeiten von Vivaldi zusammen mit Daniel Hope und dem Konzerthausorchester Berlin auf.
Als Operndirigent leitete de Ridder u.a. Werke von Mozart, Janáček und Henze. Er dirigierte die Uraufführungen von Gerald Barrys The Bitter Tears of Petra von Kant an der English National Opera und am Theater Basel sowie Wolfgang Rihms Drei Frauen ebenfalls am Theater Basel. Er war außerdem Gast am Teatro Real Madrid sowie bei den Salzburger Festspielen. 2007 leitete er die Uraufführung von Damon Albarns und Chen Shi-Zhengs erfolgreicher Animationsoper Monkey: Journey to the West bei der Eröffnung des Manchester International Festival sowie am Théâtre du Châtelet Paris und am Royal Opera House, Covent Garden.
In dieser Saison kehrt André de Ridder zurück zum Hallé Orchestra Manchester, tourt mit der dänischen Band Efterklang und der Northern Sinfonia. Er dirigert bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen und leitet die Uraufführung von Michel van der AAs Oper The Sunken Garden an der English National Opera und beim Holland Festival. Darüber hinaus bereichert er die Berliner Opernszene mit einer Monteverdi-Trilogie (Orpheus, Die Krönung der Poppea und Die Heimkehr des Odysseus) in einer Bearbeitung von Elena Kats-Chernin an der Komischen Oper in der Regie von Barry Kosky.
Der Berliner Dirigent lernte sein Handwerk unter Leopold Hager und Sir Colin Davis an den Musikakademien in Wien und London, wo er neben Dirigieren auch Barockvioline bei Hiro Kurasaki und Simon Standag studierte. Der weltoffene Grenzgänger wurde schon während seiner Ausbildung zum Nachwuchsdirigenten des Bournemouth Symphony Orchestra ernannt und erkundet experimentierfreudig verschiedenste musikalische Stile. Ein Schwerpunkt seines Wirkens liegt in Großbritannien. 2007 wurde er dort für den „Young Artist Award“ der Royal Philharmonic Society nominiert.
SAISON 2012/2013
Zitate
„Owen Pallett’s ‘Violin Concerto’, which followed, inhabited a strikingly similar place, with textures to which the Britten Sinfonia, under Andre de Ridder’s crisp direction, brought a lovely translucence.“
The Independent, Michael Church, 19.03.12„The performance, with nine solo singers led by Roderick Williams as the Wandering Jew, a quartet of actors and the BBC Singers and Symphony Orchestra under André de Ridder, is first rate; it's a major undertaking that has been realised with great care.“
The Guardian, Andrew Clements, 16.06.11„Anna Clyne's ambitious Rewind, played by the BBC Symphony Orchestra and conducted by an indefatigable André de Ridder, stays in the memory despite so much competition.“
The Observer, Fiona Maddocks, 15.05.11„But my own favourite was Michael Gordon’s Rewriting Beethoven’s Seventh Symphony, with the BBC Symphony Orchestra and the conductor André de Ridder smearing a path between recognisable fragments of the masterwork. It was instructive, impish and enjoyable.“
The Times, Geoff Brown, 9.05.11„The BBC Symphony Orchestra under guest conductor André de Ridder, captured the work's beatific detachment to perfection.“
theartsdesk.com, 9.05.11





